Buchrezension: „Das kleine feine Einmachbuch“ von Stephanie Kosten

„Das kleine feine Einmachbuch“ von Stephanie Kosten ist ein kompakter Ratgeber für alle, die saisonales Obst und Gemüse haltbar machen und ihre Vorratskammer selbst füllen möchten. In dieser Buchrezension erfahrt ihr, welche Rezepte und Methoden das Buch zum Einkochen, Einlegen, Fermentieren und Dörren bietet, für wen es geeignet ist und wie alltagstauglich die über 90 Rezepte sind. Ich habe das Einmachbuch für euch genauer unter die Lupe genommen und verrate euch, ob sich die Anschaffung lohnt.
Willkommen zu meinem großen Vorrats-Spezial! Auf Löffelgenuss dreht sich zurzeit alles um das Haltbarmachen von Lebensmitteln. Dieser Beitrag ist Teil einer 11-teiligen Buchreihe, in der ich euch Schritt für Schritt die für mich besten Werke rund ums Einkochen, Fermentieren, Dörren und Konservieren vorstelle.
Möchtet ihr wissen, welche Bücher ich noch getestet habe, oder sucht ihr nach dem perfekten Ratgeber für eure Vorratskammer? Alle Titel, Hintergründe und Empfehlungen findet ihr in meinem übergeordneten Hauptartikel: „Das große Vorrats-Spezial: Die besten Bücher übers Fermentieren, Einkochen und Haltbarmachen.“
In diesem Beitrag geht es um folgenden Titel:
Titel: Das kleine feine Einmachbuch: Das Beste aus allen Jahreszeiten im Glas
Autorin: Stephanie Kosten
Verlag: DK Verlag (Dorling Kindersley)
Erscheinungsjahr: 2019
ISBN: 978-3-8310-3642-4
Zusammenfassung, Zielgruppe & Niveau: Für wen eignet sich das Buch?
„Das kleine feine Einmachbuch“ ist ein modernes Vorrats- und Kochbuch der bekannten Foodbloggerin Stephanie Kosten, das die traditionelle Haltbarmachung neu interpretiert. Es deckt ein breites Spektrum vom klassischen Einkochen und Einlegen bis hin zum Dörren und Fermentieren von saisonalen Lebensmitteln ab.
Das Buch eignet sich vor allem für interessierte Alltags- und Hobbyköche sowie Einsteiger, die ohne komplizierte Barrieren in die Bevorratung einsteigen wollen. Der Fokus liegt auf der Machbarkeit in normalen Haushaltsküchen, da die Rezepte ohne teures Spezialequipment wie Einkochautomaten auskommen – mal abgesehen vom Dörrautomaten. Die Vermittlung der Rezepte steht im Vordergrund; die Einführung vermittelt auf wenigen Seiten die wichtigsten Hygieneregeln und Methoden. Tiefe, langatmige chemisch-biologische Abhandlungen für extreme „Food-Nerds“ fehlen – das Niveau ist stattdessen darauf ausgelegt, direkt in die unkomplizierte, handwerkliche Praxis umgesetzt zu werden.
Gliederung des Buches: Orientiert am Zyklus der Jahreszeiten
Das Buch orientiert sich am Zyklus der Jahreszeiten und teilt sich nach einer kompakten methodischen Einleitung in fünf thematische Kapitel. Es beginnt mit den universellen „Grundzutaten“ (wie Brühen, Fonds und Gewürzpulvern) und geht über zu den Abschnitten „Eingekochtes“, „Eingelegtes“ (wozu auch die Fermente zählen) sowie „Saucen, Essig & Sirup“. Den Abschluss bildet das Kapitel „Aufstriche & Kompott“.
Ich lege und koche ein, trockne und fermentiere und stelle mir so einen reichhaltigen Vortrat zusammen, in dem sich dann für nahezu jede Gelegenheit die passenden Zutaten und sogar komplette Gericht finden.
Stephanie Kosten
Rezepte, Alltagstauglichkeit und Vielfalt im Praxistest
Das Buch enthält über 90 Rezepte. Die Zutatenverfügbarkeit orientiert sich an regionalen und saisonalen Produkten, die im normalen Supermarkt, im eigenen Garten oder auf Wochenmärkten erhältlich sind; exotische Starterkulturen oder seltene Onlineshop-Importe werden nicht benötigt. Neben längeren Gärprojekten dominieren schnelle Rezepte, bei denen das Ergebnis sofort durch Hitze konserviert wird. Kulinarisch liegt der Schwerpunkt auf der modernen, europäisch-ländlichen Küche (wie Zucchini im Dill-Aquavit-Sud, Tomaten in Öl, Knoblauchconfit).
Neben den reinen Haltbarkeitsrezepten bietet das Buch ein paar wenige Rezeptideen zur direkten Weiterverarbeitung der hergestellten Vorräte im kulinarischen Alltag.
Layout-Qualität, Haptik und Verarbeitung im Überblick
Das Werk ist als hochwertiges Hardcover mit festem Papier verarbeitet. Das Layout ist in verschiedenen Pastelltönen und leicht verspielt gestaltet – mit Icons und Zeichnungen. Die ganzseitigen Fotos zeigen die fertigen Produkte.
Die Bildsprache ist ein zentrales Merkmal: Da die Autorin ihre Gerichte selbst fotografiert, sind die großformatigen Fotos authentisch und zeigen die fertigen Resultate sehr appetitlich in einem gewissen Kontext, oft verspielt und im rustikalen Ambiente mit verschiedenen Zutaten, Besteck, Geschirr etc.
Das Besondere an dem Buch
Es nimmt Einsteigern die Scheu vor dem Einkochen, da alle Rezepte ohne teures Spezialequipment auskommen. Stephanie Kosten übersetzt klassische Einmach-Techniken in moderne, gelingsichere Rezepte für den normalen Haushaltsalltag.
Über die Autorin: Wer ist Stephanie Kosten?
Stephanie Kosten betrieb von 2008 bis 2020 den erfolgreichen Foodblog Kuriositätenladen, der über Jahre zu einer festen und prägenden Größe in der deutschen Foodblogger-Szene heranwuchs. Ihre Rezepte zeichnen sich durch ein hohes Bewusstsein für Qualität und Regionalität von Lebensmitteln aus. Für dieses Buch hat sie alle Rezepte in ihrer eigenen, kleinen Privatküche entwickelt und fotografisch inszeniert.
Mein persönliches Fazit zu „Das kleine feine Einmachbuch“
Ich schätze die Rezepte von Stephanie Kosten sehr, daher gefällt mir auch ihr Buch zum Thema Einmachen. Auf ihre Rezepte ist Verlass, sie sind gut erklärt und gelingen. Darüber hinaus mag ich die Ästhetik ihrer Fotos. Das Buch enthält eine schöne Mischung aus klassischen Rezepten wie Erdbeermarmelade, aber auch spannenden Rezepten wie einem Himbeer-Sahne-Likör.
Schreibt mir!
Seid ihr auf der Suche nach einem Buch über das Haltbarmachen von Lebensmitteln? Hat euch diese Rezension (oder eine der anderen Rezensionen) geholfen, euch zu entscheiden? Ich würde mich total freuen, wenn ihr mir unten in den Kommentaren ein Feedback zu meinem Text gebt.
Wenn ihr direkt loslegen möchtet, dann könnt ihr schon mal eines meiner Ferment-Rezepte ausprobieren: Ich habe Apfelessig selber gemacht und u.a. Kimchi und Radieschen fermentiert. Weitere Rezepte folgen. Schaut gerne ab und an in meiner neuen Kategorie „Haltbarmachen“ vorbei, da findet ihr zukünftig alle Rezept zum Thema.
Viel Spaß beim Schmökern und Ausprobieren!
Eure Julia
Hinweis: Das Buch wurde mir auf Anfrage zugeschickt, mit dem Ziel, es während eines Vortrags auf der Landesgartenschau 2026 in Neuss vorzustellen. Diese Rezension spiegelt meine persönliche Meinung als Food-Journalistin wider. Sie wurde weder beeinflusst, noch wurde ich für die Rezension bezahlt.
