Bärlauchrisotto mit Jakobsmuscheln

Bärlauchrisotto mit Jakobsmuscheln

Ja, ihr habt richtig gelesen. Heute gibt es bei Löffelgenuss etwas ganz Exquisites: Jakobsmuscheln. Habe ich noch nie zubereitet. Weil ich einerseits eigentlich keine Muscheln mag und andererseits weil Jakobsmuscheln als Delikatesse gelten, die nicht ganz einfach zuzubereiten sind. Aber nachdem ich im Wein & Dine mal eine sehr köstliche Jakobsmuschel probiert hatte und mir mein Schwiegervater in Spe am Wochenende von seiner Jakobsmuschel-Orgie berichtete, hatte ebenfalls Lust auf dieses Schaltentier.

Außerdem passten Jakobsmuscheln in meiner Phantasie perfekt zum Bärlauchrisotto, das ich für den Abend geplant hatte. Meine Schwester und ihr Freund hatten uns von einer Wanderung nämlich herrlich frischen Bärlauch in rauen Mengen mitgebracht. Also violá: Verwöhnt euch!

Eure Julia

p.s. Falls ihr jetzt Lust auf Bärlauch bekommen habt, dann schaut mal bei Melissa vom Foodblog „Gourmandise Vegetariennes“ vorbei, sie sammelt gerade ganz viele vegetarische Bärlauch-Rezepte.

Rezept: Bärlauchrisotto mit Jakobsmuscheln
(Zutaten für 4 Portionen)

8 Jakobsmuscheln (aus der Schale gelöst)
2 Knoblauchzehen
Olivenöl
Butter
Salz, Pfeffer

230g Risottoreis
50g Bärlauch
1 Liter Gemüsebrühe
200ml Weißwein (trocken)
60g Parmesan
2 Schalotten
0,1g Safran
Olivenöl
Butter

Die Jakobsmuscheln unter fließendem Wasser abspülen und gut abtrocknen. Bis sie verarbeitet werden, könnt ihr sie auf Küchenkrepp ruhen lassen.

Erst mal bereitet ihr das Risotto zu:

Den Bärlauch waschen und gut trocknen, die Stile wegschneiden. Dreiviertel des Bärlauchs im Küchenmixer zu einer Masse (ähnlich wie Pesto) verarbeiten (dafür ggf. etwas Wasser hinzugeben). Den Rest in feine Streifen schneiden.

Den Parmesan fein hobeln.

Die Schalotten fein würfeln.

Den Safran im Weißwein auflösen.

Die Gemüsebrühe erhitzen und warm/heiß halten.

Die Schalotten in etwas Olivenöl und Butter glasig dünsten. Den Reis hinzugeben und einige Minuten mitbraten.

Mit dem Weißwein ablöschen und etwas reduzieren lassen. Dann eine Kelle von der heißen Gemüsebrühe hinzugeben.

Ab jetzt geht die (schöne) Arbeit los: rühren, rühren, rühren! Stellt die Hitze so ein, dass der Reis leise köchelt und gebt immer dann wieder eine Kelle Brühe hinzu, wenn der Reis die Brühe aufgesogen hat. Der Reis sollte nie am Boden kleben, also immer schön rühren.
Das macht ihr so lange bis der Reis eine schöne Konsistenz hat: Nicht mehr zu körnig (mehlig beim Draufbeißen), aber auch noch nicht so weich. Je nach Reissorte, Temperatur und Menge der Brühe dauert das erfahrungsgemäß unterschiedlich lange. Das wichtigste: Geduld! Bei diesem Rezept habe ich ungefähr 40 Minuten gerührt. Am Ende war ich entspannt und der Reis perfekt 😉

Dann stellt ihr die Temperatur runter, gebt den Bärlauch und den Parmesan unter die Reis-Masse, einen Deckel auf den Topf und lasst das Ganze noch etwa fünf Minuten vor sich hinziehen.

Für die Jakobsmuscheln erhitzt ihr bei mittlerer Hitze in einer Pfanne etwas Öl und Butter. Die geschälten Knoblauchzehen drückt ihr mit einem Messer einfach etwas an und gebt sie in die Pfanne (ist nur für den Geschmack). Die Muscheln bratet ihr dann von jeder Seite an bis sie leicht Farbe annehmen – von beiden Seiten etwa drei Minuten. Sie sollen außen leicht gebräunt, Innen aber noch glasig sein, so schmecken sie nachher schön zart und sind butterweich.
Kurz vor dem Servieren mit Salz und ganz wenig Pfeffer würzen. Auf jede Muschel etwas von dem Bratenfett geben.

Den Risotto zusammen mit den Jakobsmuscheln servieren.

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