Vom Garten auf den Teller | Mein Aktionstag auf der Landesgartenschau Neuss 2026

Kochen, probieren, Wissen teilen und miteinander ins Gespräch kommen: Auf der Landesgartenschau 2026 in Neuss habe ich gezeigt, wie vielfältig sich die eigene Gartenernte verarbeiten und haltbar machen lässt. Mit einer mobilen Küche, Kostproben, Rezeptideen, Büchern und jeder Menge Inspiration rund ums Einkochen, Einlegen und Fermentieren.
„Boah, wie lecker! Ich wusste gar nicht, dass man Zucchini auch roh essen kann.“ Diese Reaktion auf mein Zucchini-Carpaccio habe ich auf der Landesgartenschau in Neuss ziemlich häufig gehört. Dort war ich kürzlich mit einer kleinen mobilen Küche zu Gast und habe unter anderem gezeigt, wie unterschiedlich sich Zucchini zubereiten lassen. Auch die vor Ort gegrillten Zucchini kamen richtig gut an.

Daneben gab es einiges zu probieren, das ich vorher zu Hause vorbereitet hatte: selbst gemachten Apfelessig, eingekochte Tomaten, fermentierte Radieschen, fermentierte Möhren, fermentierte Rote Bete, Apfelmarmelade, Mirabellenessig, mein heißgeliebtes Kimchi und ein Mirabellen Chutney. Es war schön zu sehen, dass fast allen Besuchern die Kostenproben richtig gut geschmeckt haben. Viele haben zum ersten mal Fermente außerhalb von Sauerkraut & Co. probiert und ich war überrascht, dass sie die Säure und der salzigen Geschmack nicht stört.
Auch meine Fermentationsgewichte und Fermentationsgitter und das Salz, das ich fürs Fermentieren verwende, hatte ich dabei.

Aktionstag rund ums Verarbeiten und Haltbarmachen der Gartenernte
„Verarbeitung und Lagerung von Gartenerzeugnissen“ lautete das Thema meines Aktionstags. Gebucht hatte mich dafür der Landesverband der Gartenfreunde Rheinland, für dessen Newsletter ich bereits seit einiger Zeit das „Rezept aus dem Garten“ schreibe.
Neben den Kostproben hatte ich kleine, niedrigschwellige Wissenshäppchen vorbereitet. Auf Postern ging es ums Einkochen, Fermentieren und Einlegen. Sie waren vor allem als Gesprächsanlass gedacht – und genau das hat wunderbar funktioniert. Besonders gefreut hat mich, wie viele Besucherinnen und Besucher neugierig aufs Fermentieren wurden und sich nach unseren Gesprächen tatsächlich selbst daran versuchen wollten.
Rezeptideen für Zucchini, Tomaten, Gurken & Co.
Außerdem hatte ich kleine Rezepte-Ringheftchen zu Gemüsesorten gestaltet, die in vielen Gärten reichlich wachsen: Zucchini, Radieschen, Möhren, Gurken, Tomaten und Kartoffeln. Darin habe ich ganz unterschiedliche Ideen gesammelt, was sich aus der jeweiligen Ernte machen lässt – jenseits der immer gleichen Klassiker. Auch die kamen richtig gut an.

Bücher über Einkochen, Einlegen und Fermentieren
Und weil es den meisten Menschen vermutlich ähnlich geht wie mir und man manches lieber zu Hause in Ruhe nachliest, hatte ich auch eine kleine Bücherauswahl dabei. Im Vorfeld habe ich recherchiert, welche Bücher sich mit Einkochen, Einlegen, Dörren und Fermentieren beschäftigen, und verschiedene Titel ausgewählt. Die Verlage habe ich um Ansichtsexemplare gebeten, sodass die Besucherinnen und Besucher direkt vor Ort darin blättern konnten.
Weil ich selbst neugierig geworden bin, habe ich mir vorab alle Bücher genauer angesehen und rezensiert. So haben auch diejenigen etwas davon, die nicht auf der Landesgartenschau dabei waren – ihr zum Beispiel. Hier findet ihr alle Buchrezensionen im Überblick.

Was mir von der Landesgartenschau besonders in Erinnerung geblieben ist
Am meisten gefreut haben mich die vielen Gespräche. Manche kamen wegen einer Kostprobe an den Stand und blieben dann eine ganze Weile, andere hatten ganz konkrete Fragen zu ihrer eigenen Ernte. Immer wieder hörte ich, dass jemand jetzt endlich einmal fermentieren, etwas Neues mit seiner Zucchiniernte ausprobieren oder sich intensiver mit dem Haltbarmachen beschäftigen möchte.
Als Foodjournalistin und Bloggerin bekomme ich eher selten unmittelbar mit, was meine Arbeit bei den Menschen auslöst – abgesehen von euren Kommentaren und Nachrichten hier auf dem Blog. Umso schöner fand ich an diesem Tag die direkte Nähe und das unmittelbare Feedback. Zu erleben, dass meine Ideen Menschen tatsächlich inspirieren und ihnen Mut machen, selbst etwas auszuprobieren, hat mich riesig gefreut.
Genau das hat mir an diesem Tag so gut gefallen: Es ging nicht darum, möglichst viel Wissen zu vermitteln, sondern Lust aufs Ausprobieren zu machen und zu zeigen, dass man mit der eigenen Ernte viel mehr anfangen kann, als man manchmal denkt.
Interesse an einem Aktionstag rund um die Gartenernte?
Das Format lässt sich individuell an Veranstaltungen anpassen – zum Beispiel für Gartenschauen, Gartencenter, Gartenvereine, Märkte oder Veranstaltungen rund um Ernährung, Regionalität und Nachhaltigkeit.
Möglich sind eine mobile Küche mit Kostproben und kleinen Vorführungen, Rezeptideen sowie leicht verständliche Informationen zum Verarbeiten und Haltbarmachen von Obst und Gemüse.
Ihr plant eine Veranstaltung und möchtet mich dafür buchen? Dann schreibt mir gerne eine Nachricht.




