Ofenkäse mal anders | Mit Zitrone, Knoblauch & Kräutern

Lust auf Ofenkäse, aber Lust auf etwas Besonderes? Dieses einfache Rezept zeigt euch, wie ihr den Klassiker cremig und voller Aroma auf ein neues Level hebst – perfekt zum Tunken, Dippen und Genießen. In nur wenigen Minuten vorbereitet und heiß aus dem Ofen serviert! (Zuletzt aktualisiert im Mai 2026)
Ich esse dann und wann mal gerne einen Ofenkäse, oder präziser ausgedrückt: einen im Ofen gebackenen Camembert. Zum Beispiel wenn ich keine Lust habe, zu kochen, oder wenn ich etwas brauche, das ich beim Fernsehgucken oder Arbeiten so nebenbei essen kann. Das Problem bei diesen fertigen Ofenkäsen ist, dass sie so künstlich schmecken…
Zum Glück habe ich dann dieses Rezept hier entdeckt. Es stammt aus dem Foodblog von David Lebovitz. Das war einer der ersten Foodblogs, die ich angefangen habe zu lesen. Unter dem Motto „living the sweet life in Paris“ tut er genau das und erzählt in seinem Blog darüber. Er ist krass erfolgreich damit. Absolut lesenswert!
Welche Käsesorte eignet sich? Camembert als Ofenkäse nutzen
Ihr müsst nicht zwingend zu fertigem Ofenkäse aus dem Supermarkt greifen, der ist mir auch oft zu teuer. Camembert als Ofenkäse zu verwenden, ist eine fantastische und oft preiswertere Alternative!
Achtet beim Kauf darauf, einen Camembert in Holzschachtel oder einen schnittfesten Weichkäse mit mindestens 45 % Fett i. Tr. zu wählen. Milder Camembert schmilzt besonders gleichmäßig und wird im Ofen wunderbar cremig, während ein reiferer Käse für ein kräftigeres Aroma sorgt.
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Ofenkäse selber machen – So gelingt euch der Klassiker zu Hause
Ofenkäse selber machen ist extrem unkompliziert und gibt euch die volle Kontrolle über die Zutaten.
So bereitet ihr ihn Schritt für Schritt vor:
- Käse einritzen: Schneidet die Oberseite der Rinde über Kreuz ein oder klappt sie vorsichtig auf.
- Aromen hinzufügen: Gebt eure Lieblingszutaten – siehe Varianten – direkt auf die weiche Oberfläche.
- Backen: Bei 200 °C Ober-/Unterhitze für ca. 15–20 Minuten im Ofen backen, bis der Käse leicht Blasen wirft und im Inneren flüssig ist.
Varianten & Rezeptideen: Ofenkäse mit Knoblauch und Kräutern
Wenn ihr Ofenkäse mal anders probieren möchtet, könnt ihr mit wenigen Handgriffen tolle geschmackliche Akzente setzen. Das sind meine persönlichen Favoriten:
- Ofenkäse mit Knoblauch & Rosmarin/Thymian: Schneidet frische Knoblauchzehen in feine Stifte und steckt sie zusammen mit kleinen Rosmarinzweigen oder Thymianzweigen in die eingeritzte Käseoberfläche. Der Knoblauch gart im heißen Käsefett mit und gibt ein herrlich feines Aroma ab.
- Ofenkäse mit Knoblauch & Zitronenschalen: Wie oben beschrieben, schneidet ihr den Knoblauch zurecht und gebt ihn in die eingeritzte Käseoberfläche. Die Zitrone (umgespritzt sollte sie sein) heiß abwaschen, abtrocknen und von der Schale ca. 4 Streifen hauchdünn abschneiden – möglichst ohne etwas von dem Weiß zu erwischen – und ebenfalls in den Käse stecken.
- Ofenkäse mit einem Schluck Weißwein: Meist kombiniere ich eine der beiden oben beschriebenen Varianten mit dieser hier. Super simple: Einfach einen Schluck trockenen Weißwein über den Käse gießen und dann ab in den Ofen. Der bringt eine feine Säure ins Gericht, die gut als Kontrast zum cremigen Käse passt.
Welcher Wein passt zu Ofenkäse?
Meine Wein-Empfehlung
Als zertifizierte Assistant Sommelière empfehle ich zu diesem Rezept einen Riesling aus dem Elsaß. Die sind etwas körperreicher und samtiger als deutsche Rieslinge, haben aber trotzdem eine rassige Säure. Eine gute Wahl ist das Familienweingut Hugel. Ihr Einstiegswein 2024 Hugel Riesling Classic* schmeckt nach weißem Pfirsich und grünem Apfel, mit ein wenig Zitrone und Mineralität. Perfekte Kombi zum geschmolzenen, würzigen Käse.
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Ofenkäse mal anders: schnelles Feierabendgericht
Mein Ofenkäse ist das perfekte Gericht, wenn ihr nach der Arbeit müde nach Hause kommt: Ofen an, raus aus den Arbeitsklamotten und rein in den Plymo, Käse ab in den Ofen, Wein entkorken, Decke aufschütteln, Fernsehen anschalten, Käse aus dem Ofen, Wein einschenken und aufs Sofa verkrümeln. Falls ihr Lust auf einen leckeren Salat als Beilage habt, dann schaut mal in meiner Kategorie Salate vorbei.
Das Rezept ist jetzt fast seit drei Jahren auf meinem Blog und dieses Gericht gibt es bei uns sehr oft, wenn ich mit Herrn Mini-Löffelgenuss (der überhaupt gar nicht mehr Mini ist…) allein zu Abend essen. Einfach, weil es zu den Lieblingsgerichten meines Sohnes gehört, weil es sich schnell und ohne Aufwand (und ohne Abwasch!) zubereiten lässt und weil es einfach köstlich ist! Herr Mini-Löffelgenuss hat ja einen kuriosen Geschmack: Dass er dieses Gericht, mit seinen intensiven Aromen mag, wundert mich doch sehr. Nudeln mit Tomatensoße mag er zum Beispiel nicht.
Was ich aber eigentlich schreiben wollte: Anfang des Jahres bat mich die Kölner Stadtrevue um ein Rezept. Es sollte ein Prosa-Rezept sein, also ein erzähltes Rezept ohne Auflistung der Zutaten. So wie ich es aus dem ZEIT-Magazin von Elisabeth Raether kenne und schätze. Wie cool, ich freute mich sehr über diesen Auftrag! Ich entschied mich für dieses Rezept hier, ohne zu wissen, dass sie kurz davor ein fast das identische Rezept dafür veröffentlich hat. Kurios oder?
Noch mehr Rezepte mit geschmolzenem Käse
Esst ihr gerne geschmolzenen Käse? Ich habe auf meinem Blog noch ein paar weitere Rezepte, die euch dann vielleicht gefallen könnten:
- Käse-Fondue-Suppe im Brötchen I Mit Radieschen-Gremolata
- Rotkohl im Ofen backen I Mit Zitrusdressing und Ziegenkäse
- Käsesandwich aus der Pfanne I Mit knusprigem Schinkenmantel
- Rote Bete Carpaccio mit cremig geschmolzenem Ziegenkäse
- Herzhaftes Rezept mit Weintrauben | Gebackener Camembert aus dem Ofen
Wenn ihr mein Rezept ausprobiert und es euch gefällt, dann bewertet es gerne mit einem Klick auf die Sterne. Das hilft meinem Rezept im Internet sichtbar zu bleiben. Über Feedback, unten in den Kommentaren, freue ich mich auch immer sehr.
Ich wünsche euch einen entspannten Abend!
Eure Julia


Tolle Idee, wenn mal wieder Freunde zu Besuch sind, als schnellen Snack 🙂
Yep! Und sowas von lecker! 🙂
Ich habe das mal „nachgekocht“ weil ich Ofenkäse auch so lecker finde. Aber bei mir ist der Käse total flüssig geworden und aus der „Holzkiste“ gelaufen. Das war vielleicht eine Schweinerei. Muss ich bei der Wahl des Käses irgendwas beachten? Oder hatte ich ihn dann zu lange drin?
Liebe Grüße Katrin
Oje! Welchen Käse hast du denn genommen? Bei mir ist er auch recht flüssig, aber eher so Richtung dicke Soße. So, dass man gut reintunken kann. Wenn er dann abkühlt wird er wieder fest. Im Zweifel bei etwas weniger Hitze backen und früher rausnehmen. Manchmal bin ich mir auch nicht sicher, ob die Angaben meines Ofens so zuverlässig sind…
Also… leider ist es so, dass ich, seid ich dieses Rezept hier das erste Mal las, ungefähr 4 oder 5 kg zugenommen habe. Oder 15.
Den ersten Käse habe ich mit meiner Freundin im Stehen direkt in der Küche gegessen (gefressen). Jetzt ist es so, dass ich mir auch mal allein so einen Käse reinknalle. Why not?!
Ich nehme den Camenbert „Würzig“ aus der Holzpackung aus dem Aldi. Welcher dann bei 200 Grad Oberunterhitze 20 min drin bleibt. Mittlere Schiene.
Habe Käse letztens auch mit Chilli und Honig bestrichen.
War ein Fehler, da Suchtfaktor 10/10.
„Vielen Dank“ für das Rezept.
Mein Arzt sieht mich nur noch fragend an…
Überlege irgendjemand zu verklagen.
Hihi… Mensch, das tut mir ja leid 😉 Mhm, da weiß ich leider auch keine Lösung (außer vielleicht jedes zweite Mal nen Salat, statt Käse ;-). Zum Beispiel den hier, immerhin auch aus dem Ofen…). Aber das mit dem Honig muss ich auch mal probieren.
Liebe Grüße
Julia
Gefunden Hesh. Sehr geil, probiere ich morgen direkt mal
Ich hoffe, es hat geschmeckt!?
Liebe Grüße
Julia
Gegen das Aus-der-Packung-Laufen: ich habe in einem Restaurant in Frankreich gesehen, dass die die Folie des Käses durch Backpapier ersetzen. Zusätzlich – zur Sicherheit – kann man den Käse im Ofen in eine flache ofenfeste Form stellen, dann hat man es schlimmsten Falls nicht im ganzen Ofen kleben. Ach und die Franzosen hatten es mit kleinen Kartoffeln serviert. Habe es auch gerade so gegessen, schlimm lecker.
Lieber Karl,
danke für deinen Tipp! Wo ich das so lese, könnte ich das auch mal wieder essen… und mit Kartoffeln klingt es auch ganz wunderbar 🙂
Liebe Grüße Julia