Brasato al Barbera d’Asti | Italienischer Rinderbraten

Brasato al Barbera d’Asti ist ein italienischer Rinderbraten aus dem Piemont, der über mehrere Stunden langsam in Rotwein schmort. Das Besondere an diesem Rezept: Statt des traditionell häufig verwendeten Barolo kommt der fruchtige Barbera d’Asti zum Einsatz. Er verleiht dem zarten Schmorbraten und seiner intensiven Rotweinsauce ein wunderbar aromatisches Aroma. Dazu serviere ich cremiges Kartoffel-Pastinaken-Püree. (zuletzt überarbeitet im November 2026)
Was ist Brasato?
Brasato ist ein traditioneller italienischer Schmorbraten, der besonders im Piemont beliebt ist. Dafür wird Rindfleisch zunächst in Rotwein mit Gemüse und Gewürzen mariniert, anschließend kräftig angebraten und mehrere Stunden langsam geschmort. Besonders bekannt ist Brasato al Barolo, bei dem der gleichnamige piemontesische Rotwein verwendet wird. Meine Variante mit Barbera d’Asti schmeckt etwas fruchtiger und erhält durch die lange Schmorzeit eine wunderbar intensive Sauce.
Barbera d‘Asti: Rotwein aus dem Piemont
Ich war im November 2025 auf einer Pressereise im Piemont, unter anderem zum Thema Barbera d‘Asti.
Kennt ihr Barbera? Das ist eine Rotweinsorte aus dem Piemont, das liegt im Nordwesten Italiens, direkt am Fuße der Alpen. Wenn man so will, ist Barbera im Piemont die wichtigste Rebsorte. Auf rund 35 Prozent der Rebfläche wächst Barbera. Daher ist es fast schon verwunderlich, dass Barbera im Vergleich zu den anderen beiden Rotweinen aus dem Piemont, Barolo und Barbaresco, eher unbekannt ist. Und dabei weiß kaum jemand, welche Rebsorte eigentlich hinter den beiden großen B steckt (oder wisst ihr’s?!).
Darüber hinaus könnten die beiden Rebsorten unterschiedlicher nicht sein: Aus Nebbiolo, die Grundlage für Barolo und Barbaresco, entstehen kraftvolle, tanninstarke Weine, deren maskuliner Charakter oft erst durch lange Lagerung gebändigt wird. Barbera ist zugänglicher: Die Rebsorte hat eher zarte Tannine, dafür eine hohe Säure, die den Fruchtcharakter der Traube unterstützt und dem Wein eine gewisse Frische gibt. Waldfrüchte, Brombeeren und Kirschen sind dominante Aromen. Daher wird Barbera häufig auch als saftig beschrieben.
Brasato al Barbera d’Asti am Vortag vorbereiten
Wichtig ist, dass ihr den Braten schon einen Tag vorher im Barbera d’Asti ziehen lasst – zusammen mit ein paar typischen Schmorgericht-Begleitern wie Zwiebeln, Möhren, Sellerie und Gewürzen. Außerdem wichtig: Ihr braucht eine komplette Flasche Barbera d’Asti, also 750 ml. Mindestens! Erst dann entwickelt die Bratensauce ihr charaktervolles Aroma und ihr habt genug von der köstlichen Bratensauce, in die ihr das zarte Fleisch tunken könnt.
Ob ihr einen jungen Barbera d’Asti wählt oder einen Superiore, ist euch überlassen: Aber wenn ihr schon ein besonderes Gericht zubereitet, mit besonderem Fleisch, für einen besonderen Anlass, dann empfehle ich: greift zu einem Superiore. Das bedeutet, dass der Wein höheren Qualitätsansprüchen genügen muss. Er reift länger, nämlich mindestens 14 Monate, davon sechs im Holzfass, und der Wein enthält mehr Alkohol. Auch der Ertrag bei der Ernte ist limitiert, das heißt: weniger (und in der Regel bessere) Trauben reifen am Rebstock. Das macht den Wein intensiver, tiefer, voller, komplexer. Neben den oben genannten, für Barbera typischen Aromen gesellen sich dann noch Noten von Lakritz, Vanille oder Nelken.
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Weitere köstliche Fleisch-Gerichte in Rotwein
Wenn ihr jetzt auf den Geschmack gekommen seid, mit Rotwein zu kochen, dann habe ich hier noch drei weitere Rezeptideen für euch:
- Ebenfalls in Rotwein gekocht, ist dieses Schweinefilet. Das Besondere hier: Zimt und Orange geben dem Sud eine weihnachtliche Note.
- Sauerbraten gab es bei uns früher häufig an Heiligabend. Meine Mutter macht ihn am besten und hat mir unser (sehr saures) Rezept dafür verraten. Ihr könnt die Hälfte vom Essig gut durch Barbera d’Asti ersetzen.
- Das Rezept für Rinderrouladen ist ebenfalls von meiner Mutter, auch da kommt eine ordentliche Portion Rotwein in die Sauce.
Und, konnte ich euch von meinem Brasato al Barbera d’Asti überzeugen? Erzählt mir gerne in den Kommentaren, wie er euch geschmeckt hat. Und wenn es euch gut gefallen hat, dann freue ich mich, wenn ihr es mit 5 Sternen bewertet.
Guten Appetit!
Eure Julia

