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Snacks & Beilagen

Knoblauch Confit

Knoblauch Confit

Dieses Rezept stammt von Steph vom Kleinen Kuriositätenladen, einem sehr netten Foodblog, den ich schon seit längerer Zeit lese. (Wenn ihr euch erinnert: Die Schmorgurken waren auch von ihr inspiriert…)

Ich hatte euch ja schon geschrieben, dass ich im Moment eine Einmach-Phase (zum Beispiel diese eingemachten Pilze hier) habe und am liebsten für den Winter alles Mögliche einkochen oder einmachen würde. Gedanklich habe ich schon ein ganzes Kellerregal (das ich leider nicht habe) mit lecker gefüllten Einmachgläsern bestückt. Da kam dieses Rezept natürlich gerade recht – vor allem für mich als Knoblauchfan.

Leider bekam meine Euphorie direkt einen Dämpfer: Zwei von drei Gläsern, die ich im Ofen sterilisieren wollte, sind gesprungen :-( Ich weiß nicht, ob ich etwas falsch gemacht habe oder ob es einfach an den Gläsern lag. Dabei waren die Gläser ein wunderschönes Überraschungsmitbringsel von Herrn Löffelgenuss. Nun ja… Aber dafür ist das Knoblauch Confit gut gelungen. Die Knoblauchzehen kann man ganz wunderbar zum Würzen von Soßen und Dips nutzen.

Viel Erfolg!
Eure Julia

Rezept für Knoblauch Confit

Knoblauch (ich habe frischen Knoblauch genommen)
Neutrales Öl (z.B. Keimöl)

Die Knoblauchzehen lassen sich bei frischen Knoblauch recht einfach von der Schale und ihrer Haut befreien. Also einfach eine Zehe nach der anderen pellen.

In einem sauberen Topf soviel Öl langsam erhitzen, dass alle Knoblauchzehen darin Platz habe und mit Öl bedeckt sind. Das Öl sollte laut Steph nicht heißer als 80 Grad sein. (Ich habe die Temperatur mit einem Bratthermometer geprüft.)

Die Knoblauchzehen sollen dann bei minimaler Temperatur confieren bis sie weich und goldgelb sind – etwa 45 Minuten (‚confieren’ ist übrigens Französisch für ‚einkochen/einmachen’, kling viel edler als das deutsche Wort…).
Bei mir war am Ende auf dem Öl so eine Schicht (ich glaube von der dünnen Haut, die noch an einigen Zehen klebte). Die habe ich vorsichtig mit einem sauberen Holzspieß rausgefischt, bevor ich den Knoblauch in die sterilisierten Gläser gefüllt habe.

Wie ihr Einmach-Gläser sterilisiert, lest ihr besser an anderer Stelle nach. Ich bin mir nicht sicher, ob ich dafür schon die Expertin bin. Ich habe meine Gläser vorher heiß mit viel Spüli gewaschen, abgetrocknet und bei 160 Grad im Ofen für 10 Minuten sterilisieret. Vorm Befüllen habe ich sie abkühlen lassen und dann die Knoblauchzehen mit einem sauberen Löffel in die Gläser gefüllt und mit dem restlichen Öl bis kurz unterm Rand aufgegossen.

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7 Kommentare

  • Heike Pohl
    1. November 2013 um 17:30

    Also Profi bin ich sicherlich auch nicht, aber Gläser ohne entsprechenden Inhalt bei 160 Grad im Backofen – da könnte ich mir schon vorstellen, dass das ein oder andere springt und dir dann anschließend platzt. Ich hab recht gute Erfahrungen damit gemacht, sie einfach randvoll mit kochendem Wasser zu füllen, nachdem zuvor bereits heißes Wasser darin war. Allerdings koche ich die meisten Obst- und Gemüsesorten dann anschließend im Einkochtopf ein, was ja auch noch einmal sterilisierend ist. Das Rezept gefällt mir. das werde ich ausprobieren. Vielen Dank dafür, schön gemacht :-)

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    • julia
      1. November 2013 um 18:12

      Liebe Heike,

      danke für den Tipp mit dem Wasser! Meine Mutter hat mir auch geraten, die Gläser mit kochendem Wasser zu übergießen, statt sie im Ofen zu sterilisieren. War aber skeptisch, da das Kölner Wasser so kalkhaltig ist…
      Die Anleitung mit den 160 Grad im Backofen kam aus einem Einmach-Buch, daher dachte ich, dass ich damit auf der sicheren Seite bin. Das Einweck-Glas (im Bild) hat es gut überlegt. Vielleicht lag es an den Gläsern… Ich muss definitiv weiter üben. Also immer her mit leckeren Einmach-Rezepten ;-)
      Liebe Grüße aus Köln! Julia

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      • Maja
        2. November 2013 um 13:27

        Huhu Julia,

        ich sterilisiere die Gläser wie folgt:
        Gut durchgespülte Gläser und Glasdeckel auf einem Blech in den kalten Ofen einschieben, Ofen auf 150 °C Ober- und Unterhitze schalten und ab dem Zeitpunkt, wo die Temperatur erreicht ist noch 10 Minuten drin lassen – danach vollständig auskühlen lassen und erst dann befüllen.
        Gummiringe und Twist-Off-Deckel koche ich genau wie die verwendete Schöpfkelle und den Einmachtrichter 5 Minuten in sprudelnd kochendem Wasser aus.

        Viele Grüße,
        Maja

        Antworten
        • julia
          2. November 2013 um 21:14

          Liebe Maja,

          danke für deinen Tipp! Hast du Weck-Gläser benutzt? Vielleicht waren meine Gläser zu lange im Ofen…oder es lag daran, dass ich keine echten Einmachgläser benutzt habe? Hab beim letzten Mal die Gläser mit kochendem Wasser sterilisiert. Aber das Kölner Wasser ist so kalkig, dass die Gläser danach einen weißen Schlier hatten. Bisher habe ich die eingemachten Pilze nicht probiert, habe aber Sorge, dass der Kalk die Qualität beeinflusst. Nun ja, bin noch ein Einmach-Neuling und taste mich vorsichtig voran. Das nächste Projekt sind übrigens Balsamico-Zwiebeln…. :-)
          Schön, dass du hier warst, Maja! Ich mag deinen Blog übrigens auch sehr gerne!
          Viele Grüße in mein altes Veedel! ;-)
          Julia

          Antworten
  • Leben am Land
    2. November 2013 um 15:06

    hm.. Vielleicht steh ich jetzt blöd da, aber was macht ihr im Winter mit der Knoblauch Confit?? Ich verwende sie meistens zu gegrilltem Fleisch.. Hast du eine Idee, wo ich den verwenden könnte??

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    • julia
      2. November 2013 um 21:08

      Ich habe Knoblauch Confit erst jetzt durch den „Kleinen Kuriositätenladen“ entdeckt. Ich freue mich aber jetzt schon, ihn auch zu gegrilltem Fleisch zu probieren. Ich benutzen ihn im Moment für alle möglichen Pasta-Gerichte (z.B. einfach Pilze und Zwiebeln in Öl anbraten und die Knoblauchzehen hinzugeben, am Ende ein paar Kräuter darüber: Köstlich!) und habe ihn auch schon in einer Vietnamesische Suppe und in einer klassischen Salatsoße probiert. Schmeckt viel milder als frischer Knoblauch, hält sich ziemlich zurück, macht aber irgendwas leckeres mit dem Geschmack :-)

      Antworten
      • Leben am Land
        2. November 2013 um 21:10

        Danke für die Tipps :) muss ich auch mal damit ausprobieren :)

        Antworten

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