Feine Thunfischcreme | Würzig & cremig | Als Dip oder Brotaufstrich

Ob für das Partybuffet, den gemütlichen Grillabend oder einfach als feiner Brotaufstrich auf frischem Baguette: Eine selbstgemachte Thunfischcreme ist ein absoluter Klassiker unter den Dips. Doch statt auf die schwere Kombination aus Mayonnaise oder klassischem Frischkäse setze ich bei diesem Rezept auf cremige Mascarpone. Zusammen mit würzigen Sardellen, säuerlichen Kapern und dem sanften Prickeln von eingelegtem grünem Pfeffer entsteht ein wunderbar raffinierter Dip, der in wenigen Minuten im Mixer fertig ist und garantiert für Begeisterung sorgt! (Zuletzt aktualisiert im Juli 2026)
Das Rezept für diese Thunfischcreme schlummert jetzt schon seit über einem halben Jahr auf meinem Rechner. Ich konnte mich nie dazu entschließen, es zu veröffentlichen. Warum? Weil meine Rezepte mittlerweile eine recht große Reichweite haben und ich mich mit dem Gedanken nicht anfreunden konnte, viele Leute zu ermutigen, Thunfisch zu verarbeiten. Jetzt habe ich mich aber dazu entschieden, es doch zu veröffentlichen. Aus zwei Gründen:
Ich habe mal recherchiert, ob man den Verzehr von Thunfisch tatsächlich per se verteufeln sollte. Bei der Frage, welchen Fisch man essen kann, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, nutze ich gerne den „Fisch-Einkaufsratgeber“ von Greenpeace. Unter bestimmten Bedingungen (z.B. Fanmethode, Fangort, Fischbestand), schreibt Greenpeace: wenn Thunfisch dann Gelbflossenthunfisch oder Bonito. Zur gleichen Einschätzung kommt auch die Verbraucherzentrale bei ihrer Liste „Guter Fisch“. Und solchen Thunfisch gibt es tatsächlich bei unserem Supermarkt, zum Beispiel von Followfood (Werbung ohne Auftrag). Ein Richtwert dafür ist auch das MSC-Siegel (auch wenn das etwas umstritten ist).
Thunfischcreme für Genuss-Momente
Thunfisch ist für mich ein Genussmittel (wie ein guter Wein), der nicht häufig auf unserm Teller landet (anders als der Wein im Glas 😉). Und diese Thunfischcreme gehört dazu. Während mein amerikanischer Thunfischdip und auch die spanische Variante meines Thunfisch-Aufstrich eher alltagstauglich und rustikal schmeckt, ist diese Thunfischcreme ohne Mayonnaise die perfekte, edle Alternative.
Ich gebe zu, dass die Mascarpone ihn nicht gerade zu einem leichten Gericht macht, aber nach dem ersten Probieren dürfte das egal sein: Der Dip schmeckt dadurch nämlich wunderbar cremig. Thunfischfilets und Sardellen geben ihm seinen würzigen Geschmack, Zitronensaft und Zitronenabrieb bringen eine schön frische Note in den Dip und für eine kleine Geschmacksexplosion sorgt der grüne Pfeffer, der ein kleines Prickeln auf die Zunge zaubert. Diese Thunfischpaste erinnert geschmacklich an das Tapping für ein edles Vitello Tonnato und eignet sich auch hervorragend als Sauce zu kaltem Kalbfleisch oder Hähnchenbrust. Was zur Thunfischcreme passt? Cracker, Grissini, frisch gebackenes Ciabatta oder Gemüsesticks (Gurke, Sellerie).
Welcher Wein passt zur Thunfischcreme?

Meine Wein-Empfehlung
Als zertifizierte Assistant Sommelière empfehle ich zu diesem Rezept den Moscato d’Asti Prà Doné 2025 von Galarin*, den ich bei Vioneers entdeckt habe. Das klingt vielleicht erst mal ungewöhnlich, aber mit Aromen von Pfirsich, Aprikose und floralen Noten bringt er eine fruchtige Süße mit, die die Säure und Salzigkeit der Kapern gekonnt ausbalanciert. Dank seiner feinen Perlage und des niedrigen Alkoholgehalts wirkt er dabei angenehm leicht.
* Affiliate-Link: Wenn du über diesen Link etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen keine Mehrkosten.
Neugierig auf Vioneers? In meinem ausführlichen Porträt stelle ich den nachhaltigen Weinhändler näher vor, der ausschließlich Weine von Familienweingütern ins Sortiment aufnimmt, die nach eigenen Angaben strenge Qualitäts- und Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Außerdem bekommt ihr mit dem Rabattcode „loeffelgenuss“ 10 % auf eure erste Bestellung!
Schreibt mir gerne, wenn ihr mein Rezept gefällt. Ich freue mich auch über ein Feedback zu meinem Wein-Pairing, falls ihr das ausprobiert. Das ist eines der ersten Pairings, die ich nach meiner Weiterbildung zur Assistant Sommelière hier auf meinem Blog veröffentlicht habe. Es ist doch schon sehr gewagt, oder?
Guten Appetit!
Eure Julia
Noch mehr Food-Pairings
Neben diesem Food-Pairing habe ich noch weitere Kombination zusammen mit Weinen von Vioneers ausprobiert. Auf der Übersichtsseite findet ihr eine kleine Anleitung, wie man Speisen und Weine kombiniert. Und zu diesen Rezepten folgenden ihr ebenfalls passende Vorschläge:
- Zitronenpizza | Pizza al limone | Mit Amalfi-Zitronen & Knoblauch-Garnelen
- Zucchini-Salat mit Feta, Tomaten und Kräuter-Dressing | Frisch & schnell zubereitet
- Vegetarische Pita mit marinierten Linsen und Zwiebeln
- Lammkoteletts marinieren & grillen | Intensiv aromatisch
- Pasta mit Steinpilzen ohne Sahne | Cremig mit Parmesan


sehr lecker und ohne Mayonnaise . habe Frischkäse und etwas Creme legere genommen.
werde ich zu vitello tonato nehmen
Zu Vitello habe ich es noch nicht ausprobiert, kann mir aber gut vorstellen, dass das passt.
Liebe Grüße
Julia
Super, kann ich nur empfehlen.
Danke liebe Hildegard!
Viele Grüße aus Köln
Julia
Es schmeckt super gut. Habe dazu Rotweinzwiebel serviert . Dazu ein gutes Glas Prosecco und man hat einen perfekten Einstieg zu einem Dinner.
Boa, genau mein Ding! Tatsächlich finde ich Prosecco dazu sehr passend Rotweinzwiebeln gab es bei uns letzte Woche auch – auf Rucolasalat mit Bacon und Pinienkernen
Liebe Grüße
Julia