Behind the Scenes: Mia Bella Cucina

Bella Cucina
Liebe Leserinnen und Leser,

ja, ich weiß, es war sehr lange sehr ruhig hier auf meinen Foodblog. Aber das hatte einen guten Grund: Ich habe nämlich geheiratet! Und wenn ihr auch schon mal eine Hochzeit geplant habt, dann wisst ihr, dass das nicht nur eine wahnsinnig schöne, sondern auch eine etwas stressige Zeit ist. Aber was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt, wir hatte eine wunderschöne Feier mit tollen Gästen!

Wie könnte ich die Rückkehr zum Bloggen besser gestalten, als mit einem „Behind the Scenes“? Die Foodbloggerin Steph vom Kleinen Kuriositätenladen hatte diese tolle Idee und ich dachte mir, dass ihr vielleicht Lust habt, einen kleinen Blick in meine Küche zu werfen?

Na dann kommt mal herein! Da wir von der Hochzeit noch einige Flaschen Sekt übrig haben, schenke ich euch erst mal ein Gläschen ein und stoße mit euch an 😉

Prost

Wir haben das Glück, eine recht große Küche zu haben, in der ich mich so richtig austoben kann.

Wenn man reinkommt, ist links die Kochzeile:

Küche1

Wir sind vor zwei Jahren in eine frisch renovierte Küche eingezogen, was natürlich toll war. Alles neu gefliest mit matten, weißen Fliesen. Trifft meinen Geschmack. Um ein bisschen Farbe reinzubringen, haben wir eine Wand knallrot gestrichen. Würde ich immer wieder so machen.

Die Küche ist von Ikea, Namen hab ich vergessen, die hat Herr Löffelgenuss mit in die Ehe gebracht (sagt man so oder? Fühlt sich noch komisch an… 😉 ). Die Fronten der Unterschränke sind in einem leicht glänzenden Weiß, die beiden Oberschränke in einem Steingrau.

Rechts seht ihr unseren geliebten Kühlschrank – American Style. Wollte ich schon immer haben und war froh, dass Herr Löffelgenuss sich auch damit anfreunden konnte. Gegenüber der Kochzeile haben wir uns eine kleine französische Bistro-Ecke eingerichtet:

Bistroecke

Mit dem Holzregal hatten wir totales Glück: Wir waren schon länger auf der Suche nach so einem Regal, bis wir dieses bei Butlers entdeckten. Es war ein Ausstellungsstück und um 50 Prozent reduziert, weil es so viele Macken hatten. Aber genau diese Macken finde ich ganz klasse, so sieht es aus als hätte es schon einige Jahre auf dem Buckel.

Bistro-Tisch und Lampe stammen auch von Herrn Löffelgenuss und ich finde, sie passen perfekt in diese Ecke. Dort kann man morgens schön ein kleines Frühstück einnehmen, manchmal essen wir dort auch abends (gerade eben erst ein leckeres Spargelrisotto. Außerdem liebe ich es, wenn dort jemand mit einem Glas Wein Platz nimmt und mich beim Kochen unterhält 😉

Die Stühle stammen aus der Kellerbar meiner Eltern. Die habe ich mir zu irgendeiner Gelegenheit mal gekrallt und nicht mehr zurückgegeben. Passend zu unseren Oberschränken habe ich die Sitzfläche grau lackiert. Sie war aber auch schon mal rot, weiß und ursprünglich holzfarben…

Die rechte Zeile unserer Küche mag ich nicht ganz so gerne, weil da allerlei technische Geräte stehen:

Küche2

Ich finde zum Beispiel eine Waschmaschine in der Küche blöd. Aber wir haben leider keine Waschküche und ins Bad passt sie auch nicht.

Mit unserer Spüle bin ich auch nicht ganz so glücklich: Das Kölner Wasser ist extrem kalkhaltig und so sieht die Spüle eigentlich immer aus, als ob wir sie nie sauber machen würden. Ich hätte gerne eine weiße Keramik-Spüle. Mal sehen was das Jahr noch so bringt….

Die Spülmaschine sieht zwar hübsch aus mit ihrer grauen Front, ist aber Mist, meist erfüllt sie nicht ihren Job und an Tellern und Gläsern kleben Speisereste. Wir hoffen beide insgeheim, dass sie bald ihren Geist aufgibt.

Links über der Waschmaschine seht ihr Herrn Löffelgenuss bestes Stück:

Kaffeemaschine

Seine heißgeliebte Espresso-Maschine samt Mühle. Ich bin zwar weder Espresso-, noch Kaffee-Fan, aber auf den (mit Liebe zubereiteten) Milchkaffee am Wochenende möchte ich mittlerweile auch nicht mehr verzichten.

So, ihr habt jetzt hoffentlich eine Idee, wie es da aussieht, wo ich die ganzen Gerichte, die ich mit euch teile, zubereite. Vielleicht interessieren euch noch ein paar Details. Wie zum Beispiel diese hier:

Schürze2 Schürze1

Ohne Schürze ist das Kochen für mich gleich weniger vollkommen (Gleiches gilt übrigens für Musik. Brauche ich auch unbedingt zum Kochen! Das Tüpfelchen ist dann ein Gläschen Kochwein ;-). Meine Schürzen haben für mich Signalwirkung: Wenn ich sie anziehe, weiß ich, jetzt geht’s ran ans Schnibbeln und Brutzeln – meine persönliche Auszeit vom Alltag.

Zu meinen beiden Lieblingsschürzen gibt es übrigens jeweils eine kleine Anekdote:

Die Schürze links habe ich aus Sylvia’s Soul Food Restaurant in New York City. Ich musste, als ich das erste Mal in New York war, unbedingt in diesem Restaurant essen. Es war in den 1970ern das erste Soulfood-Restaurant in den Nordstaaten und ist heute immer noch sehr populär. Typisch amerikanisch kann man dort alle möglichen Merchandising-Produkte kaufen. So auch diese Schürze.
Allerdings war sie ausverkauft als ich dort war und ich war den Tränen nahe, weil ich unbedingt diese Schürze haben wollte (dazu müsst ihr wissen, dass ich meine Magisterarbeit damals über Soul Food geschrieben habe. Ein Konzept der Kochkultur, das mich immer noch fasziniert…). Nachdem ich dem Kellner vorgeheult hatte, wie enttäuscht ich war, dass es keine Schürze mehr gab und ihm in aller Breite meine Abschlussarbeit erklärt hatte (er ist selbst Afroamerikaner), ließ er sich kurz entschuldigen, verschwand in der Küche und kam mit einem breiten Grinsen und mit einer Schürze zurück, die er einem Koch abgeschwatzt hatte. Ihr könnt euch vorstellen, wie riesig ich mich gefreut habe!

Die andere Schürze ist selbstgemacht. Die Geschichte aber ist ähnlich wie die zu Sylvia’s Schürze: Als ich in Valencia studierte habe, aßen wir zwischendurch häufig die belegten Baguettes von Pans & Company. Eine spanische Fastfood-Kette, die frische Baguette in allen möglichen Varianten anbietet. Das Servicepersonal trägt diese Schürzen. Natürlich hatte ich mir schon recht früh in den Kopf gesetzt, dass ich auch so eine Schürze haben muss (kann es eine schöneres Souvenir geben?!). Als meine Kommilitoninnen mich dann fragten, was ich mir zum Geburtstag wünsche, erwähnte ich diese Schürze. Kurz vor meinem Geburtstag meinte meine Mitbewohnerin allerdings, dass die wohl nicht käuflich sei. Na toll…, ich war natürlich enttäuscht. Um so mehr freute ich mich, als die Mädels mir auf meiner Party diese Schürze überreichten. Sie hatten sie selbst nachgemacht! Und sie hatten unten, unter die Namen der ganzen Baguettes, ihre Namen geschrieben. Was für eine schöne Erinnerung!

Mein ganzer Stolz in unserer Küche ist unser selbstgemachtes Gewürzregal:

Gewürzregal

Bevor ihr jetzt anfangt zu meckern: Ich kenne die These, dass Gewürze lichtgeschützt aufbewahrt werden sollten. Aber ich kann euch sagen, dass ich keinen geschmacklichen Unterschied zwischen den Gewürzen in den Gläschen zu denen in den Alu-Dosen feststellen kann. Ich finde einfach, dass es so hübsch aussieht, wenn alle Gewürze in verschiedenen Gläsern und Dosen sind…

Vielleicht interessiert euch noch meine Kochbuch-Abteilung? In dem Regal in der Küche habe ich nur die Kochbücher stehen, die ich gerade oder recht häufig verwende – etwa zwei Drittel stehen im Arbeitszimmer (leider nicht vorzeigefähig…).

Kochbücher

Ich liebe Kochbücher und Kochzeitschriften! Bei uns um die Ecke gibt es eine kleine kölsch-französische Kaffeebud mit ausgezeichnetem Milchkaffee. Ich mag es, dort bei einem Kaffee neue Kochbücher oder Zeitschriften zu durchstöbern. Jedes Rezept, das nachgekocht wird, erhält ein hübsches Post-it. Je mehr Post-its das Buch oder die Zeitschrift hat, desto besser fällt in der Regel das Fazit meiner Rezension aus. Vor kurzem habe ich meine Leidenschaft fürs Rezensieren wiederentdeckt. Ihr dürft gespannt sein, ich habe hier noch einiges, was ich euch gerne vorstelle möchte…

Herr Löffelgenuss hat übrigens eine eigene Kochbuchecke. Muss ich nicht viel zu sagen oder? 😉

Kochbücher2

An die Küche schließt sich unser kleiner, aber feiner Balkon an:

Balkon

Für euch gestern frisch bepflanzt 😉 Der Balkon könnte ruhig ein bisschen größer sein. Mehr als zwei Stühle und ein kleiner Glastisch passen leider nicht darauf. Aber dafür haben wir einen schönen Blick in einen sehr grünen Innenhof. Da merkt man gar nicht, dass man mitten in der Stadt wohnt.

Anfangs habe ich mich darüber geärgert, dass es ein Nord-Balkon ist. Vor allem, weil ich den Südbalkon in meiner alten Wohnung gerne zum Sonnenbaden genutzt habe. Aber heute (wir haben 30 Grad) bin ich ganz froh darüber, dass wir hier im Schatten sitzen. Das Highlight auf unserem Balkon ist übrigens unser Kräuter-Regal:

Kräuterregal

Zurzeit wachsen da Salbei, Minze, Koriander, Liebstöckel und Oregano. Leider müssen wir mindesteins zwei Mal im Jahr die Kräuter erneuern, weil wir immer mal wieder vergessen sie zu gießen. Aber zum Kochen reicht es ;-).

Ich hoffe, euch hat es bei uns gefallen. Wenn ihr auch bei der Aktion mitgemacht habt, könnt ihr in den Kommentaren gerne einen Link mit eurem „Behind the Scenes“ hinterlassen. Wenn ihr jetzt erst Lust bekommen habt, uns ebenfalls einen Blick hinter die Kulissen werfen zu lassen: Das Blogevent von Steph geht noch bis Ende Juni. Alle wichtigen Infos findet ihr hier im Kleinen Kuriositätenladen. Am Ende wird Steph ein Roundup zusammenstellen und alle Beiträge darin verlinken. Darauf bin ich schon gespannt!

Bis bald in unserer oder eurer Küche!
Eure Julia

16 Gedanken zu “Behind the Scenes: Mia Bella Cucina

  1. Liebe Julia,
    das ist ja ein schöner Einblick in dein Reich! Unsere neue Küche wird auch weiß und die Oberschränke dunkelgrau 😉
    Dein Kräuterregal find ich toll, und das mit dem Gießen kenne ich…
    Alles Gute noch für den Start ins Eheleben! Genießt es!
    Alles Liebe,
    Ilka
    von http://www.dieweltderkleinendinge.de

  2. Hi Julia,
    nachdem ich meine Neugier auch bei dir ein wenig gestillt habe, geh ich natürlich nicht ohne Kommentar.
    Dein Gewürzregal ist toll! Alles so schön bunt und beschriftet – ich liebe es!
    Und der Balkon ist frisch bepflanzt natürlich eine Augenweide. Spätestens nach 1 Monat sieht er bei mir leider wieder völlig anders aus *nicht mit grünem Daumen gesegnet bin* 😉

    LG
    Mrs. KissTheCook

    PS: Nachträglich herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit

    • Hallo Mrs. KissTheCook!
      Ich war gerade auch bei dir gucken 😉 Ich nehm mal den Link zu deinem „Behind the Scenes“ mit auf: http://kiss-the-cook.at/?p=1338
      Mannohmann, bei dir sieht’s sehr professionell aus! Ich hätte ja auch furchtbar gerne so eine Leiste, an die man Küchenutensilien hängen kann. Leider machen unsere Altbauwände das nicht mit 🙁 Der erste Bohrversuch endete in einem Funkenschlag, weil wir versehentlich die Stromleitung getroffen hatten, die scheinbar kreuz und quer verläuft…
      Danke für deine Glückwünsche!
      Sonnengrüße aus Köln
      Julia

    • Hi Julia,
      Erstmal finde ich, dass du eine wirklich schöne Küche hast. Besonders den Kühlschrank himmel ich an. 🙂
      Jetzt habe ich aber eine Frage, magst du mir veraten woher die Lampe genau ist? Die finde ich nämlich super und sie würde sich auch gut in meiner Küche machen.

      Liebe Grüße, Theresa

  3. So ein schöner Blick hinter die Kulissen, ganz toll!
    Ganz besonders gut gefällt mir ja auch das Regal, das hätte ich auch sofort mitgenommen – egal, wieviele Macken es hat 🙂

    Vielen Dank für Deine Teilnahme, es hat viel Spaß gemacht, in Deinem Reich zu stöbern!

  4. Liebe Julia,
    als erstes möchte ich Dir nachträglich zu Deine Hochzeit gratulieren. 🙂
    Es ist echt schön bei Dir 🙂 Ich koche auch immer mit Schürzen. Allerdings gibt es dazu nicht so tolle Geschichten. Meine ist rot, mit Herzchen drauf und ein Geschenk von meiner Oma. Außerdem liebe ich es, wenn ich einfach so die Hände an der Schürze abwischen kann 🙂
    Und eine weitere Gemeinsamkeit habe ich entdeckt. Ich trinke auch gern einen Schluck Wein beim Kochen.
    Ich fand es schön, bei dir zu stöbern und komme gern wieder auf ein Gläschen Sekt vorbei. 😉
    Liebste Grüße Katrin

    • Liebe Katrin,
      hach, ein Gläschen Kochwein oder Sekt mit dir würde ich gerne mal trinken 🙂
      Witzig, dass du auch gerne mit Schürze kochst, ich glaube, daran scheiden sich die Geister. Aber ich mag es (abgesehen von den Erinnerungen) aus dem gleichen Grund gern wie du: Hände abwischen egal wo man gerade rumläuft (ob am Herd oder am Fotoset).
      Liebe Grüße
      Julia
      Julia
      p.s. Danke für die Glückwünsche zur Hochzeit!

  5. Hey Julia,
    da hatte Steph echt eine tolle Idee, der Blick hinter die Kulissen macht echt Spaß…ich hoffe ich schaffs auch noch…
    Deine Küche ist ja wirklich beneidenswert sauber und ordentlich, echt toll…das krieg ich niemals hin 🙂
    Bei mir stehen auch einige Gewürze in Gläsern rum und ganz ehrlich, ich finds auch nicht schlimm, ich verbrauch die sowieso schneller als sie an Aroma verlieren…Welche USA-Kochbücher hast du denn da rechts im Regal?

    VG (Isa)bella

    • Hi Bella,
      ich hoffe auch, dass du’s schaffst, bin neugierig 😉
      Ist ja klar, dass du nach dem USA-Kochbuch fragst (dein culinary roadtrip ist mir noch in guter Erinnerung, hat viel Spaß gemacht!). Das Buch ist uuuuuralt, eines meiner ersten Kochbücher. Heißt „Spezialitätenküche USA“ von Randi Danforth. Von 1994. Da war ich das erste Mal in den USA und angefixed von der Küche. Ich mag das Buch sehr, vor allem wegen der vielen Infos und Geschichten. Gibt’s scheinbar nur noch gebraucht. Lohnt sich meiner Meinung nach aber.
      Beste Grüße
      Julia

  6. Oh, eine sehr schöne Küche und was man auf den Bilder so sieht, hat sie wirklich einen kleinen Bistro touch 🙂
    Was mir besonders gut gefällt, du hast auch viele Bücher von Jamie Oliver 🙂 Jamie Home finde ich am besten, ich hab se allerdings in deutsch 🙂

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