Gartenglück reloaded

Hallo ihr Lieben!
Ich melde mich aus der Sommerpause zurück 🙂

Wenn ihr meinen Blog schon etwas länger lest, wisst ihr, dass wir stolze Besitzer einer Ackerparzelle waren. „Gartenglück“ hieß das Projekt, bei dem Bio-Bauern Laien eine bepflanzte Acker-Parzelle zur Verfügung stellen, von dem man köstliches Gemüse ernten kann.

Der Grund, warum wir mit diesem wundervollen Projekt nicht weitergemacht haben, war, dass Herr Mini-Löffelgenuss „dazwischen“ kam und dass Dellbrück einfach zu weit weg war. Mit dickem Bauch bzw. mit Baby im Tragetuch waren die Ackerpflege und das Ernten einfach nicht möglich. Hier habe ich damals recht ausführlich über unser „Gartenglück“ berichtet.

Um so mehr freue ich mich, dass wir nun unser „Gartenglück“ fortführen können. Allerdings auf ganz andere Art und Weise:

Feld mit Gemüse, Schrebergarten in Köln NippesSalatpflanzen Kartoffelpflanze Zwiebeln

Seit diesem Sommer sind wir stolze Besitzer eines kleinen Schrebergartens. Wir standen schon länger auf der Warteliste des Vereins. Dazu muss man wissen, dass die stadtnahen Gärten sehr begehrt sind (wir wohnen in Nippes, das ist mitten in Köln, 5 Fahrradminuten vom Garten entfernt). Dann ergab sich eine tolle Möglichkeit: Unsere Nachbarn, mit denen wir gut befreundet sind, und die einen sehr schönen Garten dort haben, sind umgezogen. In ein Haus mit Garten. In Nippes. Der Traum einer jeden kleinen Familie! Dass sie weggezogen sind, auch wenn es nur ein paar Straßen weiter ist (vorher wohnten wir Tür an Tür), ist sehr schade. Schön ist aber, dass sie ihren Garten nun teilen wollten – ganz aufgeben wollten sie ihn nicht und ihn am liebsten in bekannte Hände geben. Seitdem sind wir nun also Teil eines Gemeinschaftsgartens.

Und was soll ich sagen. Es ist herrlich! Am allerschönsten ist es aber, wie damals bei unserem Gartenglück-Projekt, eignes Gemüse zu ernten.

Auch wenn wir schon ein bisschen Erfahrung im Anbau von Gemüse gesammelte hatten, habe ich mit vorgenommen, das erste Jahr einfach mal auf mich zukommen zu lassen. Mit Kind ist so ein Acker bzw. Garten ja auch noch mal eine andere Nummer. Es ist nicht so, dass ich stundenlang in der Erde graben kann. Entweder will Herr Mini-Löffelgenuss helfen (was natürlich herrlich ist!) oder aber er will im Sandkasten spielen, im Planschbecken, etwas essen oder oder oder. Kurzum: die Zeit, die für den Garten bleibt, ist nicht üppig.

Daher habe ich Anfang des Jahres mal ohne Kopf und Verstand ein paar Pflanzen gesetzt. Leider vorgezogene aus dem Gartencenter. Eigentlich hatte ich mir in den Kopf gesetzt, bei „unseren“ Gartenglück-Bauern kleine Bio-Pflanzen zu kaufen oder – noch besser – selber zu ziehen. Ävver achh… nächstes Jahr. Dieses Jahr stand ganz im Sinne des Experimentierens.

Was habe ich gepflanzt? Alles wir ich gerne essen: Salat, Blumenkohl, Möhren, Zucchini (gelbe und grüne), Tomaten, Zwiebeln, Kürbisse, Schlangengurken, Gewürzgurken, Erbsen und Kartoffeln.

grüneZucchini gelbe Zucchini Zucchinibluete

Nicht alles ist gut gegangen: Wir haben viel zu viel Salat gepflanzt, so viel konnten wir gar nicht ernten, vieles ist vertrocknet. Nächstes Jahr also weniger Salat.

Den Blumenkohl haben Schnecken (?) gegessen. Schade. Nächstes Jahr also mit Netz über den Jungpflanzen.

Möhren, so hörte ich von unserem Mit-Gärtner, kommen nicht. Wollte ich trotzendem probieren und in der Tat da kam was! Gestern frisch geerntet und sehr köstlich!

Hinter den Möhren habe ich zwei Zucchini-Pflanzen gesetzt. Viel zu viel! Wir haben gefühlt den ganzen Sommer Zucchini gegessen.

Das gleiche gilt für Gurken und Gewürzgurken: Auch da haben wir ohne Ende geerntet, ich habe aufgehört, zu zählen. Gurken aus eigenem Anbau sind so viel leckerer als die aus dem Supermarkt! Für die Gewürzgurken habe ich euch ein Rezept mitgebracht, das folgt im nächsten Beitrag.

Erbse grüneTomaten Möhre

In einem kleinen Gewächshaus haben wir Tomaten gepflanzt. Die sind gut gewachsen, waren aber leider nicht soooo lecker. Die Haut war etwas zu fest und so richtig süß waren die Tomaten auch nicht. Dennoch: Warme Tomaten beim Gärtnern vom Strauch zu pflücken und sich in den Mund zu stecken, finde ich herrlich!

Der Kürbis hat auch über das ganze Feld gewuchert. Was ich damit mache, weiß ich noch nicht. Aber ich liiiiiebeee Kürbis! Drei habe ich bereits geerntet, drei wachsen noch an der Pflanze.

Für Kartoffel haben wir ein eigenes Feld. Da habe ich, aus Zeitmangel, vorgezogenen Kartoffeln aus dem Supermarkt gepflanzt. Ich stand an der Kasse und da gab es vorgezogene Kartoffeln, lila und rot. Mhm…. bin skeptisch und gespannt, wie die schmecken. Gerne hätte ich selbst die Sorte gewählt. Nun ja. Nächstes Jahr.

Zu guter Letzt habe ich noch Erbsen gepflanzt. Ich liebe einfach frische Erbsen!!! Und Herr Mini-Löffelgenuss übrigens auch 🙂 Leider haben sie zu wenig Wasser bekommen und sie sind – abgesehen von einer Handvoll Erbsen – komplett vertrocknet. Nun ja, auch hier müssen wir noch üben. „Zwei mal haken, ist wie einmal gießen“, hat hier nicht geklappt. Überhaupt, dieser extrem heiße Sommer war für uns als Neulinge eine große Herausforderung.

Die nächste Herausforderung ist, den Garten wetterfest für den Herbst und Winter zu machen und die Gartensaison für 2019 ein bisschen besser zu planen 😉 Wenn ihr Tipps habt, immer her damit!

Viele Grüße aus dem Garten!
Eure Julia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.