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Suppen

Südtiroler Speckknödel-Suppe

Südtiroler Speckknödel-Suppe

Unser Urlaub in Südtirol ist mittlerweile ein paar Jahren her. Auch wenn das Wetter nicht mitgespielt hat, denke ich immer noch gerne an den Urlaub. Vor allem an das Essen. Zum Beispiel an diese leckere Speckknödel-Suppe:

Nachdem unsere Wanderung am Vortag ins Wasser gefallen war, wagten wir uns am Tag danach früher auf und wollten es noch einmal probieren. Wir passierten also die „Schlutzkrapfen-Alm“ und machen uns an den Aufstieg.

Ich muss zugeben, es war schon mächtig anstrengend, aber auch irre toll: das Panorama, die Natur, die Luft, die körperliche Anstrengung… Auf dieser Wanderung passierten wir blühende Wiesen, rauschende Bäche, eine Kuhherde und vereiste Berge bis wir endlich in einer Hütte ankamen, um uns aufzuwärmen und zu verschnaufen.

Dort habe ich dann diese Speckknödelsuppe gegessen, die einfach köstlich war. Um uns herum liefen Hasen, Hühner und Ziegen und wir blickten erschöpft, aber zufrieden in das Tal hinab, aus dem wir gekommen waren. Herrlich!

Der Abstieg war leider nicht ganz so prickelnd: Auch an diesem Tag hatten sie Regen vorhergesagt, allerdings erst ab 15 Uhr – vorauf wir uns irgendwie verlassen hatten. Aber als wir gerade mal die Hälfte des Weges hinter uns hatten, fing es an, in Strömen zu regnen.

Als wir am Auto ankamen, waren wir nass bis auf die Knochen. Im Nachhinein, wo ich das hier so schreibe, finde ich es amüsant, aber ich war zu dem Zeitpunkt ziemlich genervt, es war nämlich auch ziemlich kalt. Vor allem machte ich mir Sorgen, wie wir unsere Klamotten bis zum nächsten Tag wieder trocken kriegen würden.

Aber Herr Löffelgenuss war pragmatisch: Er föhnte unsere Hosen und Jacken trocken und unsere Schuhe trocknete er bei 50 Grad Umluft im Backofen :-) Macht ihr auch solche bekloppten Sachen?

Aber viel wichtiger die Frage: Habt ihr schon mal eine Speckknödel-Suppe gegessen, wie hat sie euch geschmeckt? Welche anderen Gerichte aus der Südtiroler Küche könnt ihr mir empfehlen?

Guten Hunger!
Eure Julia

p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Südtirol-Reihe“, in der ich euch einige Gerichte aus der Südtiroler Küche vorstelle, die ich dort kennengelernt habe.

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Rezept für Südtiroler Speckknödel-Suppe
(für 4 Personen)

1L Fleischbrühe (shame on me: Ich habe eine fertige Brühe gekauft…)
150g altes, schnittfestes Weißbrot
1 Zwiebel, fein gewürfelt
100g Speck (am besten Südtiroler Speck), fein gewürfelt
50g Kaminwurz (oder geräucherte Salami), fein gewürfelt
2-3 EL Petersilie, fein gehackt (etwas zum Garnieren Beiseite legen)
1 EL Schnittlauch, fein geschnitten
2 Eier
100ml Milch
mind. 40g Mehl (eher mehr, soviel es braucht, dass die Knödel fest werden)
20g Butter
Salz, Pfeffer

Das Weißbrot in kleine Würfel schneiden.

Die Zwiebel in etwas Butter glasig dünsten, über die Brotwürfel geben und den Speck und die Kaminwurz hinzugeben.

Die Eier mit der Milch verrühren und sie mit der Petersilie und dem Schnittlauch zu der Brot-Speck-Kaminwurz-Mischung geben und gut vermengen. So lange Mehl hinzugeben bis eine feste Masse entsteht, aus der man Knödel formen kann. Mit Salz und Pfeffer würzen.
15 Minuten ziehen lassen und dann daraus Knödel formen (mit nassen Händen, dann klebt’s nicht…).

Die Speckknödel etwa 15-20 Minuten (je nach Größe der Knödel) in Salzwasser kochen.

Die Fleischbrühe erhitzen und die Knödel darin servieren. Mit der restlichen Petersilie garnieren.

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3 Kommentare

  • Anja
    25. Oktober 2014 um 20:06

    Soeben gekocht. Einfach lecker!!! 40g Mehl haben bei mir nicht gereicht, um die klebrige Masse in Form zu bringen.

    Liebe Grüße
    Anja

    Antworten
    • Julia
      26. Oktober 2014 um 13:06

      Sehr schön! :-) Danke für den Tipp, ich ergänze das direkt mal im Rezept.
      Liebe Grüße zurück!
      Julia

      Antworten
  • Leopold Müller
    16. November 2020 um 11:18

    Hey, das Rezept für die Speckknödel-Suppe klingt wirklich super lecker! Besonders der Südtiroler Speck verleiht dem Gericht eine würzige Note. Wirklich super, wie leicht sich so ein Gericht selbst herstellen lässt, da muss man gar nicht mehr ins Restaurant. ;)

    Antworten

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