Sprossensalat mit Limette und Chili im Reisblatt

Sprossensalat mit Limette und Chili im Reisblatt

Hier kommt wie versprochen ein weiteres Rezept, das ich aus dem Kochbuch „Street Food“ von Mario Kotaska nachgekocht habe und das es im Rahmen von „Blogger schenken Lesefreude“ auf meinem Blog zu gewinnen gibt (also das Kochbuch, nicht das Rezpt, nä? ;-) ). 

Diesen Sprossensalat gab es als eine von verschiedenen Zutaten zum Hauptgericht: Vietnamesische Summer Rolls. Als Vorspeise habe ich, ebenfalls aus dem Kochbuch, eine Scharfe Entensuppe gekocht (wie uns die geschmeckt hat, könnt ihr hier nachlesen). Wir hatten spontan ein paar Gäste eingeladen, vietnamesische Summer Rolls kann man nämlich am besten mit mehreren Personen essen. Es ist total nett, wenn alle Zutaten in der Mitte des Tisches stehen und man sich das Essen gemeinsam am Tisch zubereitet. Der Sprossensalat war eine von mehreren Ideen, wie man die Reisblätter füllen kann. Bei uns gab es unter anderem noch mariniertes Schweinefilet, Garnelen, verschiedene Kräuter und Rice-Vermicelli. Der Sprossensalat passte hervorragend dazu und gab den Summer Rolls durch die gelungene Mischung an Zutaten eine ganz besondere Note.

Viel Spaß beim Ausprobieren!
Eure Julia

Rezept: Sprossensalat mit Limette und Chili im Reisblatt (nach Mario Kotaska)
Zutaten für 6 Personen

1 kleine rote Zwiebel
1 Karotte
1 Baby Pak Choy
1 Frühlingszwiebel
½ rote Paprika (ich habe eine ganze Paprika genommen)
1 kleine rote scharfe Chili
½ Knoblauchzehe
1 haselnussgroßes Stück Ingwer
2 TL geröstetes Sesamöl
100g Sprossen
1 EL Thai-Fischsoße
1 Limette, Saft
etwas braunen Zucker (ich habe 1 TL genommen)
12-16 Reisblätter

Die Zwiebel schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden.

Die Karotte schälen und in kleine Stifte schneiden.

Den Pak Choy waschen und in feine Streifen schneiden.

Von der Frühlingszwiebel die Wurzel und das dunkle Grün wegschneiden, den Rest säubern und in feine Ringe schneiden.

Die Paprika und die Chili waschen, Stil und Kerne wegschneiden und die Chili in feine Ringe, die Paprika in kleine Stifte schneiden.

Den Knoblauch fein hacken.

Den Ingwer schälen und fein reiben.

Die Sprossen waschen und etwas abtrocknen oder im Sieb trockenschütteln.

Das Sesamöl in einer beschichteten Pfanne (oder im Wok) erhitzen. Zwiebel, Karotte, Pak Choy, Frühlingszwiebel, Paprika, Chili, Knoblauch und Ingwer darin kurz andünsten. So etwa 3 Minuten. Das Gemüse soll noch Biss haben und nicht butterweich werden – so mochten wir es zumindest.

Das Gemüse mit dem Limettensaft, der Fischsoße und etwas braunem Zucker (ca. 1 TL) abschmecken. Die Sprossen hinzu geben und gut vermengen.

Die Reisblätter kurz in kaltem Wasser einweichen, etwa 2 EL Sprossensalat (je nach Größe der Reisblätter) darauf verteilen und vorsichtig einrollen. Das ist ein bisschen fummelig, klappt aber spätestens nach dem dritten Päckchen ganz gut. ;-)

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Scharfe Entensuppe

Scharfe Entensuppe

Eigentlich mache ich es bei Rezensionen ja umgekehrt: Erst gibt’s die Rezension, dann ein paar nachgekochte Rezepte. Dieses Mal mache ich es anders. Bevor ich euch das Kochbuch „Street Food“ von Mario Kotaska vorstelle, das ich am 24. April 2015 anlässlich des Welttags des Buches hier verlose, zeige ich euch ein paar Rezepte von ihm. Das Rezept für „Herzhaftes Ayran“ hab ich euch schon vorgestellt und es hat mir sehr gut gefallen.

Am Wochenende hab ich die „Scharfe Entensuppe“ nachgekocht. Wir haben spontan ein paar Gäste eingeladen (ich brauchte ja ein paar Kritiker…) und ich habe den ganzen Samstag in der Küche gewirbelt. Es sollte nämlich nicht nur diese Suppe geben, sondern auch den „Sprossensalat mit Limette und Chili im Reisblatt“, ebenfalls aus dem Buch (das Rezept stelle ich euch nächsten Freitag vor). Solche Tage liebe ich ja, wenn ich so vor mich hin schnibbeln und köcheln kann und anschließend ausreichend Zeit habe, die Gerichte schön in Szene zu setzten und zu fotografieren.

Die Suppe war, so wie ich sie zubereitet habe (etwas abgewandelt), wirklich köstlich – das meinten auch die Gäste. Das größte Kompliment von zwei Asien-Urlaubern: „Schmeckt echt authentisch!“. Das hat mich natürlich total gefreut. Ich fand’s auch sehr authentisch – und das, obwohl ich noch nie in Asien war… ;-) Aber zumindest kann man sich mit dieser Suppe ein bisschen Asien in die Wohnung holen.

Guten Appetit!
Eure Julia


Rezept: Scharfe Entensuppe (nach Mario Kotaska)
Zutaten für 6 Personen

1 große Ente, am besten Freiland*
etwas Sesamöl (zum Anbraten der Fleischteile)
300g Shimeji-Pilze (hab ich leider nicht gefunden und daher durch Shiitake-Pilze ersetzt)
5 Shiitake-Pilze (s.o., ich habe entsprechend 300g Shiitake genommen)
3 Karotten
2 Frühlingszwiebeln
2 rote Zwiebeln
5 Knoblauchzehen (ich habe „nur“ 3 Knoblauchzehen genommen)
3-7 rote Chili (ich habe 3 frische, rote Chili genommen – chön charf!)
1 kleiner Bund Koriander
1 daumendickes Stück Ingwer
3 Stängel Zitronengras (meine eigene Idee)
100ml Thai-Fischsoße (ich habe nur die Hälfte genommen)
50ml Sojasoße (auch hier habe ich nur die Hälfte genommen)
1-2 Limetten, Abrieb und Saft (ich habe nur den Saft genommen)
Salz

* Wir haben leider keine frische Ente bekommen (hätte man bestellen müssen, hab das Gericht aber spontan kochen wollen… und es sei auch grad nicht Enten-Saison, hab ich mir sagen lassen…).
Die Pilze putzen oder waschen und alle (bis auf etwa 4 Pilze) in Scheiben schneiden. Die 4 Pilze vierteln.

Die Karotten schälen, längs halbieren und in dünne Scheiben schneiden.

Die Frühlingszwiebeln waschen, die Wurzel wegschneiden, den Rest in dünne Ringe schneiden.

Die Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden.

Den Knoblauch schälen und in grobe Scheiben schneiden.

Die Chili waschen, den Stil wegschneiden und die Chili (samt Kernen) in Ringe schneiden.

Den Koriander waschen, trockenschütteln, die Wurzeln wegschneiden. Von der Hälfte der Stängel die Blätter abzupfen und Beiseite legen.

Den Ingwer schälen und grob in Scheiben schneiden.

Das Zitronengras waschen und in grobe Stücke schneiden. Mit einem Messergriff (o.ä.) fest andrücken, so löst sich der Saft/das Aroma besser aus (hab ich mal gelesen…).

Das Fleisch waschen und zerteilen und in einem großen Topf in etwas Sesamöl anbraten. Mit gut 2 Liter Wasser auffüllen und zum Kochen bringen.

Die 4 geviertelten Shiitake, die Hälfte der Karotten, die Hälfte der Frühlingszwiebeln und Zwiebeln, den Knoblauch, die Chili, den Koriander (alles außer die Beiseite gelegten Blätter), den Ingwer und das Zitronengras in den Topf geben. Fischsoße und Sojasoße hinzugeben und alles rund 2 Stunden sanft köcheln lassen.

Die Brühe durch ein feines Sieb gießen und zurück in den Topf füllen. Die Chili-Ringe sowie das Fleisch aus dem Sieb herausfischen, den Rest entsorgen. Die Kerne sollten sich mittlerweile aus den Chili-Ringen gelöst haben. Wenn nicht, übrig gebliebene Kerne aus den Chili-Ringen lösen. Das Fleisch von den Knochen lösen und in mundgerechte Stücke teilen.

Die restlichen Karotten, Frühlingszwiebeln und Zwiebeln, die Chili-Ringe sowie das Fleisch wieder in die Brühe geben und das Ganze noch mal so lange köcheln lassen, bis das Gemüse durchgegart ist, aber noch etwas Biss hat.

Die in Scheiben geschnittenen Pilze in etwas Sesamöl anbraten.

Vor dem Servieren die Korianderblätter, die Pilze und den Limettensaft hinzugeben. Eventuell mit Salz abschmecken.

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Bauernbrot mit Aubergine, Ricotta und Rucola

Bauernbrot mit Aubergine, RIcotta und RucolaEinmal im Jahr machen wir mit guten Freunden einen Städte-Trip. Ende letzten Jahres ging es nach Brüssel. Ich war etwas skeptisch; weniger wegen der Stadt, vielmehr, weil wir das Wochenende vor Weihnachten in die belgische Hauptstadt wollten, und mir kurz vor Weihnachten der Sinn eigentlich viel mehr nach Sofa und Klönen stand. Bekanntlich wird’s dann ja besonders schön. ;-) Und so war’s auch. Wir haben ein paar schöne Vor-weihnachtliche Tage verbracht und es war mit Sicherheit nicht unser letzter Besuch in Brüssel.

Das Rezept für das “Bauernbrot mit Aubergine, Ricotta und Rucola” war sicher nicht das kulinarische Highlight unsers Kurztrips, aber neben Waffeln, Pommes Spezial, Bier-Gulasch und einem tollen Laden mit Kebabs doch so gut, dass ich es zu Hause „nachgebaut“ habe. Es fehlte ein bisschen die nette Gesprächspartnerin ;-) , aber die perfekte Kombi aus geröstetem Bauernbrot, das mit Knoblauch eingerieben wird, cremigem Ricotta, scharfem Rucola und die leichte Süße von Aubergine, getrockneten Tomaten und Pinienkernen machen ein köstliches Abendbrot. Ideal zu genießen mit einem importierten gekühlten belgischen Souvenir (Bier, naturellement – leider nicht mehr mit im Bild…ehm…)! Mit diesem haben wir dann auch auf Dorothee angestoßen, die den 4. Geburtstag ihres Blogs „bushcooks kitchen“ feiert und zum Blogevent „Souvenirs in der Küche“ aufgerufen hat.

Prost Mahlzeit!
Eure Julia

p.s.: Auf Löffelgenuss gibt es noch zwei weitere leckere Rezeptideen für AbendBROT: Mein „Mediterranes Madeira-Sandwich“ und das „Grilled Cheese Sandwich“.

Rezept: Bauernbrot mit Aubergine, Ricotta und Rucola

Brot Aubergine_gebraten Ricotta Rucola 
Pinienkerne Olivenöl Knoblauch1 getrocknete Tomaten 

Zutaten
(für 1 Portion)

Aubergine
Olivenöl
kräftiges Bauernbrot
1 Knoblauchzehe
Pinienkerne
Rucola
getrocknete Tomaten
guten Balsamico
gutes Olivenöl
Ricotta
Salz, Pfeffer

Die Aubergine waschen, abtrocknen und längs in etwa fingerdicke Scheiben schneiden (je nach Dicke ergibt das 4-6 Scheiben). Die Auberginen-Scheiben in einer Pfanne mit etwas Olivenöl goldbraun antraten. Beiseite legen und auskühlen lassen.

In der gleichen Pfanne das Bauernbrot rösten und anschließend mit einer Knoblauchzehe einreiben.

Die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Öl ebenfalls goldbraun werden lassen (Achtung: nicht zu viel Hitze, die Pinienkerne brennen schnell an). Beiseite stellen.

Den Rucola waschen und trocknen.

Die getrockneten Tomaten in Streifen schneiden.

Zu etwa 5 EL Balsamico langsam so viel Olivenöl hinzugeben und dabei kontinuierlich mit einer Gabel so lange aufschlagen bis eine cremige Emulsion entsteht.

Das Bauernbrot mit Ricotta bestreichen. Die Auberginen-Scheibe darauf legen, mit Rucola, den Tomaten-Streifen und einigen Pinienkernen bestreuen. Salzen und pfeffern und ein bisschen von der Oliven-Balsamico-Creme darüber träufeln.

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4. Geburtstags-Blog-Event - Souvenirs in der Küche

Blogger schenken Lesefreude 2015

Wisst ihr, was noch viel schön ist, als ausschlafen zu können? Abends Zeit fürs Lesen zu haben! ;-) Ich liebe es, wenn ich am Ende eines langen Tages mit einem Buch in der Hand in eine andere Welt eintauchen kann.

Gestern war ich zum Beispiel in der Bretagne, an der Seite von Commisaire Dupin. Wir saßen im Restaurant „Quatre Vents“ und haben uns wahnsinnig über den Sturm da draußen geärgert, der drohte, unsere Ermittlungen zunichte zu machen. Erst als die Wirtin verkündete, dass es einen heißen Fischeintopf auf Kosten des Hauses gäbe, entschied sich Dupin, die Ermittlungen Ermittlungen sein zu lassen und sich zu der köstlich duftenden Suppe ein Gläschen Wein zu gönnen. Das war für mich der Moment, in dem es heikel wird: Es war nach Mitternacht, ich lag im Bett und hatte Appetit auf Fischsuppe. Und ein Glas Wein. Oder beides…

So geht es mir auch immer mit Kochbüchern. Deswegen lese ich die natürlich auch nicht vorm Schlafengehen. Und immer nur dann, wenn ich schon gegessen habe. Alles andere ist Quälerei.

Bald ist es wieder soweit: Am 24. April ist Welttag des Buches. Da ich mir, wie ihr oben sicherlich schon bemerkt habt, ein Leben ohne Bücher nicht vorstellen kann (ich hab ja nicht umsonst Literaturwissenschaft studiert), bin ich auch dieses Jahr wieder bei der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ dabei.

Kennt ihr noch nicht? Ausgedacht haben sich diese Aktion Christina und Dagmar. Es geht darum, dass alle Bloggerinnen und Blogger, die mitmachen, am Welttag des Buches ein Buch verlosen. Ich auch. Und was könnte es bei mir anderes geben als ein Kochbuch?

Natürlich nicht irgendein Kochbuch. Ein Bezug zu Köln sollte es haben. Warum? Weiß ich auch nicht. Der Zufall wollte es bei den letzten beiden Aktionen so. Vor zwei Jahren habe ich „Kölsche Tapas“ verlost, das der Sänger der Höhner (ihr wisst schon, „Viva Colonia“ und so) geschrieben und sogar signiert hat. Im vergangenen Jahr konnte ich den Kölner Illustrator Peter Gaymann für die Aktion gewinnen. Er hat „Das Gelbe vom Ei“, ein Kochbuch von Léa Linster, bebildert und ich habe mich sehr gefreut, ihn in seinem Atelier in Köln-Sülz zu besuchen, wo er für die Gewinnerinnen die Bücher signiert hat.

So. Jetzt fragt ihr euch sicher schon, was ich denn dieses Jahr verlose. Ich hab was richtig Tolles für euch organsiert! Vor allem, wenn euch meine Street Food-Reihe gefallen hat, ist dieses Buch genau richtig für euch. Denn um Street Food geht es auch in dem Kochbuch von Mario Kotaska. Was der und sein Kochbuch mit Köln zu tun haben?

StreetFoodMarioKotaska

Erzähl ich euch: Ich stelle euch das Buch am 24. April 2015 hier ausführlich vor, ihr habt dann bis zum 1. Mai Zeit, das Buch zu gewinnen. Ich wünsche euch viel Vorfreude auf die Aktion!

Eure Julia

Hackfleisch-Käse-Lauch-Suppe

Hackfleisch-Käse-Lauch-Suppe

Ehm, ja, mit dem Foto meiner Hackfleisch-Käse-Lauch-Suppe gewinne ich vermutlichen keinen Preis. Aber an dem Bild sieht man mal ganz gut, wie ich mich fotografisch weiterentwickelt habe, oder? ;-) Das Bild habe ich im Dezember 2012 gemacht. Es war eines der ersten Gerichte, die ich fotografiert habe. Da gab es meinen Blog noch gar nicht und ich habe einfach wild drauflos fotografiert – ohne mir über Foodstyling Gedanken zu machen oder zu wissen, wie ich meine Kamera richtig bediene.

Ich habe mich bisher nicht getraut, das Foto zu veröffentlichen und mir immer vorgenommen, es noch mal neu zu fotografieren. Aber immer, wenn wir diese Suppe essen, habe ich einfach keine Lust, sie vorher zu fotografieren. Das liegt vermutlich daran, dass diese Suppe eine Art Soulfood für mich ist. Sie gibt es immer eher an „grauen Tagen“, wenn ihr wisst, was ich meine. An Tagen, die einfach doof sind.
Wenn der Topf leer ist, geht’s mir auch auf jeden Fall besser, egal wie doof der Tag war. Aber dann ist halt nix mehr da zum Fotografieren. ;-) Daher müsst ihr nun mit diesem wenig schönen Bild leben und euch von mir einfach versichern lassen, dass diese Suppe köstlich schmeckt und es vermag, aus einem doofen Tag einen guten Tag zu machen. :-)

Guten Appetit!
Eure Julia

Rezept für Hackfleisch-Käse-Lauch-Suppe:
(für 4-6 Portionen)

600g Hackfleisch (gemischt)
4 Stangen Lauch
400g Schmelzkäse
500ml Wasser
1 Knoblauchzehe
2-3 EL gekörnte Brühe
1 EL Öl
Salz, Pfeffer

Lauch waschen, die äußeren Blätter entfernen, in Ringe schneiden und in einem großen Topf mit etwas Öl anbraten.

Parallel das Fleisch in einer beschichteten Pfanne anbraten. Eine geschälte Knoblauchzehe mit einer Knoblauchpresse ins Fleisch pressen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und weiter braten bis das Fleisch kross und braun wird.

Das Fleisch sowie den Käse, das Wasser und die Brühe zum Lauch geben und mindestens 30 Minuten köcheln lassen, besser eine knappe Stunde.

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Grünes Ayran

Grünes Ayran

Ich gehe sonntags für gewöhnlich am Rhein joggen. Also wenn es nicht regnet. Und wenn es nicht zu kalt ist. Zu warm sollte es aber auch nicht sein. Und die Chance ist größer, wenn die Sonne scheint. Und wenn ich weiß, dass es später etwas Leckeres zu essen gibt. Und wenn nicht halb Köln am Rhein spazieren gehen will… Wenn das alles erfüllt ist und ich meinen inneren Schweinehund dann auch noch überzeugen kann, gehe ich also joggen. 

Und soll ich euch sagen, was auch noch hilft? Dieser gehaltvolle Power-Drink! Ich habe ihn vorm Joggen zubereitet und mir anschließend ein großes Glas davon gegönnt. Danach hätte ich glatt noch mal laufen gehen können. ;-) Durch den reichhalteigen Joghurt wirkt der Drink fast wie so ein Protein-Shake, das man aus Fitnessstudios so kennt. Nur halt natürlich. Und viel gesünder. Und erst die ganzen grünen Kräuter! Vitamin-Bombe!

Die Kölner Haie haben angeblich sechs Mal hintereinander gewonnen, nachdem ihnen Mario Kotaska dieses herzhafte Ayran serviert hat. Das Rezept stammt aus dem Kochbuch „Street Food“ des Kölner Sternekochs. Falls euch das Rezept gefällt und ihr Lust auf mehr habt, dann schaut zum Welttag des Buches (24. April) noch mal auf meinem Blog vorbei. Dann gibt’s das Buch hier nämlich zu gewinnen.

Ich musste etwas länger suchen, bis ich ein herzhaftes Rezept gefunden habe, das ein Sauermilchprodukt enthält (mit Süß kommt man bei mir ja nicht weit, wie ihr wisst…). Ich wollte nämlich unbedingt mal wieder an einem Blogevent teilnehmen. Und zwar an dem Event “Sauer macht lustig“, bei dem es nicht etwa um Zitronen geht, sondern eben um Sauermilchprodukte. Zorra, vom Foodblog “Kochtopf” hat das Event gemeinsam mit der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft organisiert, um daran zu erinnern, dass Sauermilchprodukte voller Nährstoffe stecken und gut sind für Haut, Darm und Knochen. Oder eben als Powerdrink nach dem Joggen. ;-)

Blog-Event CVI - Sauer macht lustig (Einsendeschluss 15. März 2015)

Jetzt aber erst mal viel Spaß beim …. Joggen? ;-)
Eure Julia

Zutaten
(für 4 große Portionen)

1 Salatgurke (möglichst unbehandelt)
Salz
Pfeffer aus der Mühle
Zucker
1 EL Senf
1 unbehandelte Limette, abgerieben und Saft
2 Knoblauchzehen (habe ich weggelassen)
500g Sahnejoghurt
1 kleiner Bund glatte Petersilie
1 kleiner Bund Dill
10 Blätter Minze
2 Msp. Raz el-Hanout*
Limettenscheiben zum Garnieren

Die Gurke mit heißem Wasser gut abwaschen, die Enden knapp wegschneiden. Die Gurke längs vierteln und in grobe Stücke schneiden.

Die Gurkenstücke salzen, etwas Pfeffer, Zucker, Senf, Limetten-Abrieb und -saft hinzugeben und etwa 30 Minuten ziehen lassen.

Die Kräuter waschen, abtrocknen und von den Stilen zupfen.

Die Gurke zusammen mit dem Joghurt, den geschälten Knoblauchzehen und den Kräutern in einem Mixer bei höchster Stufe pürieren.

Die Gläser mit einer Limettenscheibe garnieren und den Drink kalt servieren. 

* Ich hatte leider kein Raz el-Hanout zur Hand und hab kurzerhand aus meinem Gewürz-Fundus eine eigene Mischung hergestellt: je eine Messerspitze Cumin, Ingwerpulver, gemahlener Koriander, Zitronenpfeffer, Zitronengrassalz.

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Boeuf Bourguignon nach Julia Child

Boeuf Bourguignon

Kennt ihr den Film „Julie & Julia“? Er beruht auf einer wahren Geschichte: Die New Yorkerin Julie hat sich in den Kopf gesetzt, das Kochbuch von Julia Child nachzukochen – Rezept für Rezept – und beginnt, darüber einen Blog zu schreiben. Einen Foodblog. Ich liebe diesen Film! Er war mit ein Grund, warum ich vor rund zwei Jahren meinen eigenen Foodblog gestartet habe.

Einen großen Auftritt hat das Boef Bourguignon in dem Film. Daher musste ich es unbedingt mal nachkochen – oder besser gesagt Herr Löffelgenuss. Er ist bei uns für Schmorgerichte zuständig. Er musste es gleich zwei Mal kochen, beim ersten Mal hat er sich nämlich nicht an das Rezept von Julia Child gehalten. Das geht natürlich nicht. Wenn, dann möchte ich es natürlich im Original essen! ;-)

So hat sich Herr Löffelgenuss kürzlich für mehrere Stunden in die Küche begeben, um sich mit dem Rezept in „Mastering the Art of French Cooking“ auseinanderzusetzen. Das Rezept ist nämlich recht aufwendig. Aber: Es hat sich gelohnt, meinen wir. Das Gericht ist wirklich köstlich!

Voilà et bon appétit!
Julia und Herr Löffelgenuss

Rezept: Boeuf Bourguignon nach Julia Child

Zutaten
(für 6 Portionen)

Für das Fleisch:
1½ kg Rindfleisch, in Stücke geschnitten
170g durchwachsener Speck am Stück mit Schwarte, selbst in Stücke schneiden
1 Karotte, gewürfelt
1 Zwiebel, gewürfelt
700ml trockener Rotwein (z.B. Côtes du Rhône oder Chianti)
400ml Rinderfond (zur Not, aber echt nur zur Not, gekörnte Brühe)
2 Knoblauchzehen
1 EL Tomatenmark
2-3 Zweige frischer Thymian (oder etwas getrockneten, dann Vorsicht, schmeckt intensiv und kann’s verderben)
1-2 Lorbeerblätter
Mehl

Für die geschmorten Zwiebeln:
ca. 20 kleine Zwiebeln (etwa 3 cm Durchmesser)
20g Butter
1 EL Öl
125ml Brühe, Rinderbouillon, Weiß- oder Rotwein
1 kl. Lorbeerblatt
2 EL gehackte, glatte Petersilie
1 TL Thymianblätter
Salz, Pfeffer

Für die Champignons:
300g Champignons je nach Größe ganz, halbiert oder geviertelt
30g Butter
ca. 1 TL Öl
1 Bund kleingehackte Frühlingszwiebeln
nach Belieben eine kleine zerdrückte Knoblauchzehe und etwas feine Semmelbrösel
Das Fleisch zubereiten:
Den Ofen auf 230°C vorheizen.

Die Schwarte vom Speck entfernen, den Speck würfeln und beides ca. 10 Minuten in siedendem Wasser köcheln lassen. Abgießen und trocknen lassen.

Neutrales Öl in einem schweren Schmortopf oder einer Kasserolle erhitzen (nicht zu heiß!) und den Speck (ohne Schwarte, die wird später benötigt…) 2-3 Minuten anbraten, danach mit einer Schaumkelle entfernen und zur Seite legen.

Die Hitze erhöhen (das Fett richtig heiß werden lassen) und das Fleisch portionsweise rundherum ca. 3 Minuten anbraten (alle Stücke sollten dabei immer Bodenkontakt haben). Das angebratene Fleisch zur Seite legen.

Die Hitze etwas reduzieren und die gewürfelte Möhre und Zwiebel in den Topf geben und anbräunen.
Überschüssiges Fett abgießen und das Fleisch und den Speck zurück in den Topf geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Mehl bestäuben und umrühren, damit sich das Mehl um alles legen kann.

Den Topf für 5 Minuten in den Ofen stellen, damit das Mehl angebräunt wird und sich eine leichte Kruste um das Fleisch bildet.

Den Topf aus dem Ofen nehmen, die Temperatur auf 160°C reduzieren.

Derweil Wein und Fond einrühren, so dass das Fleisch leicht, aber komplett bedeckt ist. Tomatenmark, Thymian, Lorbeerblatt zerstoßenen Knoblauch und die Speckwarte in den Topf geben und alles aufkochen, zudecken und für MINDESTENS 3 Stunden, besser 4 Stunden in den Ofen stellen. Nach ca. 20 Minuten mal checken, dass der Sud zwar köchelt, aber nicht wie wild kocht (evtl. Ofentemperatur anpassen).

In Brühe geschmorte Zwiebeln zubereiten:
Butter und Öl in der Pfanne erhitzen.

Die geschälten, ganzen Zwiebeln hineingeben und ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze so gleichmäßig wie möglich bräunen; hierfür die Pfanne regelmäßig vorsichtig schwenken. Brühe, Bouillon oder Wein hinzugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und die Kräuter dazugeben.

Zugedeckt ca. 40-50 Minuten köcheln lassen bis die Zwiebeln zart sind (aber ihre Form beibehalten haben).

In Butter geschmorte Champignons vorbereiten:
Die Champignons säubern und ggf. halbieren bzw. vierteln.

Butter und Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Champignons müssen ganz trocken und das Fett sehr heiß sein, damit die Champignons ihre Flüssigkeit nicht verlieren. Hierfür müssen die Pilze auch immer alle gleichzeitig Kontakt zur Pfanne haben; ggf. müssen die Champignons in mehreren Schüben angebraten werden. Die Pilze ca. 4-5 Minuten unter Rühren schmoren. Fertig.

Evtl. Knoblauch und Semmelbrösel hinzugeben und weitere 2 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren.

Wenn das Fleisch zart ist (also nach MINDESTENS 3, besser 4 Stunden) den Sud durch ein Sieb in einen Extratopf abseihen, die Kasserolle mit einem Stück Haushaltsrolle einmal durchwischen und den Siebinhalt zurück in den Topf geben.

Die Zwiebeln und Champignons hinzugeben.

Die Soße von überschüssigem Fett befreien und nach Gusto mit Pfeffer und Salz abschmecken; ggf. reduzieren, wenn sie zu dünn ist, bzw. mit Fond verlängern, wenn sie zu dick ist. Die Soße wieder über das Fleisch gießen und noch einmal unter gelegentlichem Umrühren 4-5 Minuten aufkochen.

In der Kasserolle servieren.

Dazu passen Kartoffeln oder Bauernbaguette. Eventuell Erbsen oder grüne Bohnen oder ein grüner Salat. Als Wein einen kräftigen, trockenen Rotwein, der auch zum Kochen verwendet wurde.

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Gnocchi mit Spinat, Champignons und Broccoli

Gnocchi mit Gemüse

Dieses Rezept für Gnocchi mit Spinat, Champignons und Broccoli in würziger Tomaten-Sahnesoße ist aus einer ganz einfachen Pizzeria anne Ecke, wie man im Ruhrgebiet so schön sagt. Viele, viele Jahre habe ich als Studentin vom Schreibtisch in meinem WG-Zimmer direkt auf die Küchenfenster der Pizzaria in Essen-Rüttenscheid geblickt. Und natürlich gab es häufiger mal etwas von dort – meistens diese Gnocchi hier. Ich habe Jaaaahre gebraucht, um das Gericht so hinzubekommen. Der Koch, Mustafa, wollte mir das Rezept partout nicht verraten (außer ich wäre mit ihm ausgegangen, wie er behauptete…). 

Andererseits sprach Mustafa kaum Deutsch. Die Chance, dass ich also verstanden hätte, was er in die Soße tut, damit sie so gut schmeckt, wäre also ohnehin gering gewesen…
Aber ich finde, dieses Rezept kommt dem Original-Gericht ziemlich nahe. Das mag auch daran liegen, dass ich beim Warten immer heimlich beobachtet habe, was Mustafa in die Pfanne wirft, und so getan habe, als verfolgte ich das Fußballspiel im Fernsehen. Hüstel…

Jedes Mal, wenn ich diese Gnocchi esse, erinnere ich mich (oft etwas wehmütig) an meine alte Studienheimat… Somit passt das Rezept ganz hervorragend zum “Großen Nudelevent von be reggie“.

Guten Hunger!
Eure Julia

Rezept: Gnocchi mit Spinat, Champignons und Broccoli

Gnocci Broccoli Champignons Spinat 
passierte Tomaten Sahne und Butter Olivenöl Pfeffer, Salz, Majoran, Brühe 

Zutaten
(für 4 Portionen)

600g Gnocchi
250g Blattspinat (für die Tiefkühlvariante)
1 kl. Kopf Broccoli
10 weiße mittelgroße Champignons
500g passierte Tomaten (Dose/Flasche)
100ml Süße Sahne
1 Knoblauchzehe
1 EL Margarine oder Butter
2 EL Olivenöl
1 TL Majoran
1 TL gekörnte Brühe
½ TL Salz
½ TL Pfeffer

Zuerst den geschälten Knoblauch mit der Knoblauchpresse in ein Schälchen mit dem Olivenöl pressen, mit Pfeffer, Salz und Majoran verrühren und beiseite stellen.

Die Gnocchi kurz mit kochendem Wasser überbrühen, Wasser wegschütten und die Gnocchi beiseite stellen.

Aus dem aufgetauten Spinat das überschüssige Wasser herauspressen und den Spinat grob zerteilen.

Den Broccoli waschen und die Stiele wegschneiden, so dass nur noch kleine Rosen-Köpfe übrig bleiben. Dann werden die Broccoli-Röschen kurz gekocht. Dafür einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und die Röschen hinzugeben. Die Hitze reduzieren und etwa 2-3 Minuten köcheln lassen. Der Broccoli sollte am Ende noch bissfest sein.

Die Champignons putzen, halbieren und in dicke Scheiben schneiden.

Die Margarine/Butter in einer großen beschichteten Pfanne stark erhitzen und die Champignons darin kurz abraten. Sie dürfen nicht braun werden, sie sollen nur den Butterbraten-Geschmack annehmen (etwa 2 Minuten). Dann die Broccoli-Röschen und den Spinat hinzugeben und ca. 2 Minuten mitbraten.

Schließlich die Sahne und die Tomatensoße sowie das gewürzte Olivenöl hinzugeben. Kurz aufkochen lassen, die Gnocchi untermischen und alles so lange auf kleiner Flamme köcheln lassen bis die Gnocchi weich sind. Mit Salz, Pfeffer und Gemüsebrühe abschmecken.

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Blog-Event Be Reggie Nudelevent (Einsendeschluss 31. März 2015)

Warmer Wintersalat mit Rucola und Feta

Warmer Wintersalat mit Rucola und Feta

Warmer Wintersalat mit Rucola und Feta. Dieses Rezept von Jamie Oliver steht schon lange auf meiner Nachkoch-Liste. Jetzt hat er’s endlich auch mal auf den Tisch geschafft. Hätte ich ihn bloß schon früher mal ausprobiert! Er schmeckt ganz köstlich, und das Dressing setzt dem Salat ein Krönchen auf. Da sage noch mal einer, dass Salate nicht in den Winter passen…

Lasst es euch schmecken!
Eure Julia

p.s. Ich habe noch ein Rezept für einen zweiten warmen Wintersalat von Jamie Oliver für euch in petto. Mit warmen Balsamico-Zwiebeln. Ebenfalls ganz köstlich…

Rezept “Warmer Wintersalat mit Rucola und Feta”

Rucola Lolorosso Feta Knoblauch1  
Brot Pinienkerne Olivenöl Balsamico 

Zutaten
(für 6 Portionen)

75g Rucola
200g Feta
3 kleine Knoblauchzehnen
3 kleine Köpfe Radicchio *
1 große Handvoll Pinienkerne
Olivenöl
3 Scheiben Bauernbrot
Balsamico
Salz, Pferrer

* Da wir Radicchio nicht so mögen (ist uns etwas zu bitter), haben wir Lolo Rosso genommen. War auch sehr lecker.

Den Rucola waschen, trockenschleudern und ggf. dicke Stile entfernen.

Den Feta-Käse zerbröseln.

Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden.
Vom Radicchio die äußeren Blätter entfernen und den Salatkopf vierteln. In einer Grillpfanne (ohne Öl) von allen Seiten anbraten bis der Radicchio leicht geröstet ist.

Die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Öl goldbraun rösten.

Das Brot in etwas Olivenöl anbraten bis es kross und knusprig ist. Das Brot herausnehmen und in grobe Stücke zupfen.

In die Pfanne noch mal etwas Olivenöl nachgießen und den Knoblauch hinzugeben und bei mittlerer Hitze goldbraun rösten. Mit einem großzügigen Schluck Balsamico ablöschen und reduzieren lassen (wird dann sirup-artig). Salzen und pfeffern.

Den Radicchio mit dem Rucola und dem Brot vermischen. Das Dressing hinzugeben, vermengen und auf flachen Tellern servieren. Die Pinienkerne und die Feta-Krümel über den Salat geben und direkt servieren. Köstlich!

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Hier geht’s zum Original-Rezept von Jamie Olivers “Warm winter salad of warm radiccio with wild rocket & feta.”