Gnocchi mit Spinat, Champignons und Broccoli

Gnocchi mit Gemüse

Dieses Rezept für Gnocchi mit Spinat, Champignons und Broccoli in würziger Tomaten-Sahnesoße ist aus einer ganz einfachen Pizzeria anne Ecke, wie man im Ruhrgebiet so schön sagt. Viele, viele Jahre habe ich als Studentin vom Schreibtisch in meinem WG-Zimmer direkt auf die Küchenfenster der Pizzaria in Essen-Rüttenscheid geblickt. Und natürlich gab es häufiger mal etwas von dort – meistens diese Gnocchi hier. Ich habe Jaaaahre gebraucht, um das Gericht so hinzubekommen. Der Koch, Mustafa, wollte mir das Rezept partout nicht verraten (außer ich wäre mit ihm ausgegangen, wie er behauptete…). 

Andererseits sprach Mustafa kaum Deutsch. Die Chance, dass ich also verstanden hätte, was er in die Soße tut, damit sie so gut schmeckt, wäre also ohnehin gering gewesen…
Aber ich finde, dieses Rezept kommt dem Original-Gericht ziemlich nahe. Das mag auch daran liegen, dass ich beim Warten immer heimlich beobachtet habe, was Mustafa in die Pfanne wirft, und so getan habe, als verfolgte ich das Fußballspiel im Fernsehen. Hüstel…

Jedes Mal, wenn ich diese Gnocchi esse, erinnere ich mich (oft etwas wehmütig) an meine alte Studienheimat… Somit passt das Rezept ganz hervorragend zum “Großen Nudelevent von be reggie“.

Guten Hunger!
Eure Julia

Rezept: Gnocchi mit Spinat, Champignons und Broccoli

Gnocci Broccoli Champignons Spinat 
passierte Tomaten Sahne und Butter Olivenöl Pfeffer, Salz, Majoran, Brühe 

Zutaten
(für 4 Portionen)

600g Gnocchi
250g Blattspinat (für die Tiefkühlvariante)
1 kl. Kopf Broccoli
10 weiße mittelgroße Champignons
500g passierte Tomaten (Dose/Flasche)
100ml Süße Sahne
1 Knoblauchzehe
1 EL Margarine oder Butter
2 EL Olivenöl
1 TL Majoran
1 TL gekörnte Brühe
½ TL Salz
½ TL Pfeffer

Zuerst den geschälten Knoblauch mit der Knoblauchpresse in ein Schälchen mit dem Olivenöl pressen, mit Pfeffer, Salz und Majoran verrühren und beiseite stellen.

Die Gnocchi kurz mit kochendem Wasser überbrühen, Wasser wegschütten und die Gnocchi beiseite stellen.

Aus dem aufgetauten Spinat das überschüssige Wasser herauspressen und den Spinat grob zerteilen.

Den Broccoli waschen und die Stiele wegschneiden, so dass nur noch kleine Rosen-Köpfe übrig bleiben. Dann werden die Broccoli-Röschen kurz gekocht. Dafür einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und die Röschen hinzugeben. Die Hitze reduzieren und etwa 2-3 Minuten köcheln lassen. Der Broccoli sollte am Ende noch bissfest sein.

Die Champignons putzen, halbieren und in dicke Scheiben schneiden.

Die Margarine/Butter in einer großen beschichteten Pfanne stark erhitzen und die Champignons darin kurz abraten. Sie dürfen nicht braun werden, sie sollen nur den Butterbraten-Geschmack annehmen (etwa 2 Minuten). Dann die Broccoli-Röschen und den Spinat hinzugeben und ca. 2 Minuten mitbraten.

Schließlich die Sahne und die Tomatensoße sowie das gewürzte Olivenöl hinzugeben. Kurz aufkochen lassen, die Gnocchi untermischen und alles so lange auf kleiner Flamme köcheln lassen bis die Gnocchi weich sind. Mit Salz, Pfeffer und Gemüsebrühe abschmecken.

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Blog-Event Be Reggie Nudelevent (Einsendeschluss 31. März 2015)

Warmer Wintersalat mit Rucola und Feta

Warmer Wintersalat mit Rucola und Feta

Warmer Wintersalat mit Rucola und Feta. Dieses Rezept von Jamie Oliver steht schon lange auf meiner Nachkoch-Liste. Jetzt hat er’s endlich auch mal auf den Tisch geschafft. Hätte ich ihn bloß schon früher mal ausprobiert! Er schmeckt ganz köstlich, und das Dressing setzt dem Salat ein Krönchen auf. Da sage noch mal einer, dass Salate nicht in den Winter passen…

Lasst es euch schmecken!
Eure Julia

p.s. Ich habe noch ein Rezept für einen zweiten warmen Wintersalat von Jamie Oliver für euch in petto. Mit warmen Balsamico-Zwiebeln. Ebenfalls ganz köstlich…

Rezept “Warmer Wintersalat mit Rucola und Feta”

Rucola Lolorosso Feta Knoblauch1  
Brot Pinienkerne Olivenöl Balsamico 

Zutaten
(für 6 Portionen)

75g Rucola
200g Feta
3 kleine Knoblauchzehnen
3 kleine Köpfe Radicchio *
1 große Handvoll Pinienkerne
Olivenöl
3 Scheiben Bauernbrot
Balsamico
Salz, Pferrer

* Da wir Radicchio nicht so mögen (ist uns etwas zu bitter), haben wir Lolo Rosso genommen. War auch sehr lecker.

Den Rucola waschen, trockenschleudern und ggf. dicke Stile entfernen.

Den Feta-Käse zerbröseln.

Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden.
Vom Radicchio die äußeren Blätter entfernen und den Salatkopf vierteln. In einer Grillpfanne (ohne Öl) von allen Seiten anbraten bis der Radicchio leicht geröstet ist.

Die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Öl goldbraun rösten.

Das Brot in etwas Olivenöl anbraten bis es kross und knusprig ist. Das Brot herausnehmen und in grobe Stücke zupfen.

In die Pfanne noch mal etwas Olivenöl nachgießen und den Knoblauch hinzugeben und bei mittlerer Hitze goldbraun rösten. Mit einem großzügigen Schluck Balsamico ablöschen und reduzieren lassen (wird dann sirup-artig). Salzen und pfeffern.

Den Radicchio mit dem Rucola und dem Brot vermischen. Das Dressing hinzugeben, vermengen und auf flachen Tellern servieren. Die Pinienkerne und die Feta-Krümel über den Salat geben und direkt servieren. Köstlich!

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Hier geht’s zum Original-Rezept von Jamie Olivers “Warm winter salad of warm radiccio with wild rocket & feta.” 

Petersilienwurzel-Nocken mit Bierzwiebeln

Petersilienwurzelnocken mit Bierzwiebeln
Kennt ihr den Foodblog „Schmeckt nach mehr“? Da bloggt Sabine Schlimm über „Essen und Gefühle“. Vergangenes Jahr hat sie ein Blogevent veranstaltet, bei dem sie Rezepte für „Vegetarisches Seelenfutter“ gesammelt hat. Da hab ich mit einem Rezept für Kichererbsen mit Süßkartoffeln teilgenommen und prompt ihr Kochbuch „Seelenfutter vegetarisch“ gewonnen, das eine Reihe genau solcher Rezepte enthält. 

Petersilienwurzel-Nocken mit Bierzwiebeln klang sehr interessant. Mit Petersilienwurzeln wollte ich schon länger mal wieder kochen und von Bierzwiebeln hab ich noch nie gehört und sie weder gesehen, geschweige denn schon mal gegessen. Mussten wir also unbedingt ausprobieren. Würzig, gehaltvoll, gemütlich schmeckt’s. Und ja, schmeckt nach mehr. ;-) 

Guten Appetit!
Eure Julia

Zutaten
(für 3 Portionen)

Für die Nocken:
500g Petersilienwurzeln
½ Bund glatte Petersilie
1 Ei
Salz
ca. 100g Weizenmehl

Für die Bierzwiebeln:
500g Zwiebeln
2 EL Olivenöl
½ – 1 EL Kümmelsamen
500ml dunkles, malziges Bier
1-2 TL gekörnte Brühe
Pfeffer

Die Petersilienwurzel-Nocken zubereiten:
Die Petersilienwurzeln schälen und in daumendicke Scheiben schneiden. In einem Topf etwa zweifingerbreit Wasser zum Kochen bringen und die Petersilienwurzeln darin köcheln bis sie weich sind. 

Sabine empfiehlt in ihrem Rezept, die Petersilienwurzeln zu dämpfen. Aber da ich keinen Dampftopf habe und das Rumprobieren mit einem Sieb nicht geklappt hat, habe ich die Petersilienwurzeln einfach wie Kartoffeln gekocht. Hat auch geklappt. Wichtig ist nur, dass ihr das Wasser im Anschluss gut wegschüttet und die Petersilienwurzeln vielleicht sogar etwas trocknen lasst. Denn sonst braucht ihr zu viel Mehl, damit die Feuchtigkeit wieder aufgesaugt wird und dann schmecken die Nocken leicht mehlig. 

Die weichen Petersilienwurzeln zu einem Brei Stampfen. 

Die Petersilie waschen, gut abtrocknen und die Blätter fein hacken. 

Das Ei verquirlen.

Ei und Petersilie zum Petersilienwurzel-Brei geben, salzen und so lange Mehl untermischen bis ein weicher Teig entsteht. 

Die Bierzwiebeln zubereiten:

Die Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden.

Das Öl in einer großen Pfanne oder Kasserolle erhitzen und die Zwiebeln darin etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze goldbraun anbraten. 

Kümmel, Bier und gekörnte Brühe hinzugeben und verrühren. Mit Pfeffer und ggf. noch mal mit etwas Brühe abschmecken. Beim Kümmel müsst ihr schauen, wie sehr euch der Geschmack gefällt. Ich mag Kümmel, aber hab beim ersten Mal 1 EL genommen, was mir zu stark nach Kümmel geschmeckt hat…

Nun formt ihr aus dem Teig mit zwei Teelöffeln kleine Nocken. Bei mir sahen erst die letzten tatsächlich aus wie Nocken. Übung macht also auch hier den Meister… ;-) 

Die Nocken legt ihr dann auf die Bierzwiebeln, schließt den Deckel und lasst die Nocken etwa 15 Minuten garen. Ich habe sie zwischendurch mal gewendet, damit sie gleichmäßig durchgaren und schön den Bierzwiebel-Geschmack annehmen.

Die Nocken auf den Bierzwiebeln servieren. Dazu passt Feldsalat gut. 

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Meine persönliche Suppen-Hitliste, Teil II

So, weiter geht’s mit meinen 24 Suppenrezepten für alle Suppenkasper.  Im vorherigen Beitrag „Meine persönliche Suppen-Hitliste, Teil I“ habe ich euch ja schon viele meiner liebsten Suppenrezepte vorgestellt. Falls für euch noch nichts dabei war, gibt’s hier ne zweite Chance:

Sardische BrotsuppeSardische Brotsuppe
Brotsuppe kannte ich bisher nur von meinem Opa. Ich war ein bisschen skeptisch, aber die Suppe braucht wirklich nichts außen diesen wenigen Zutaten. Eine hochwertige Fleischbrühe ist entschieden und wirklich kräftiges Brot. Kräuter und Pecorino tun dann ihr übriges. Zum Rezept…
Zurek Żurek // Polnische Sauermehlsuppe
Eine Suppe aus vergorenem Roggenschrot? Das mag sich vielleicht erst mal nicht so lecker anhören. Ich hab die Suppe zum ersten Mal im ostpolnischen Städtchen Lublin probiert und fand sie so lecker, dass ich mich zu Hause daran versucht habe. Mit Erfolg! Zum Rezept…
Cheddar-BlumenkohlsuppeCheddar-Blumenkohlsuppe
Eine super cremige und gehaltvolle Suppe und eine schöne Möglichkeit, dem oft zu Unrecht verachteten Blumenkohl (Star meiner Kindheit!) mal wieder einen Auftritt zu gönnen. Perfekt schmeckt dazu ein knusprig-gebackenes Käse-Sandwich. Zum Rezept…
MaissuppeMaissuppe
Das hier ist wohl eines der schnellsten Suppen-Rezepte in meiner "Suppen-Hitliste": Einfach gewürfelte Zwiebeln andünsten, Dosenmais, Milch, Brühe und Gewürze hinzugeben, 10 Minuten köcheln lassen, fertig. Trotzdem lecker. Zum Rezept…
KürbissuppeKürbissuppe
Ich bin kein großer Kürbisfan. Ich bin ein großer Kürbisfan. Beide Sätze sind richtig. Ich finde Kürbisse total hübsch und mag sie im Herbst als Deko. Beim Essen kann mich nicht richtig entscheiden, ob ich Kürbis mag. Außer bei dieser Suppe. Zum Rezept…
Zwiebelsuppe 2Zwiebelsuppe mit Parmesan-Hackbällchen
Auch wenn meine Rezension der Kochzeitschrift „Lecker“ (aus der dieses Rezept stammt) nicht so gut ausgefallen ist, hat uns diese Zwiebelsuppe gut geschmeckt - vor allem wegen des Toppings: Baguettescheiben mit Käse überbackenen Hackbällchen. Zum Rezept…
MiniZwiebelsuppe2Mini-Zwiebelsuppe
Diese Zwiebelsuppe besticht vor allem durch ihr Aussehen: Ich hab sie in einer kleinen Cocotte zubereitet, mit einem Brot-Deckel versehen und mit Käse überbacken. Hübsch. Ansonsten ist es ein ganz klassisches Rezept für eine Zwiebelsuppe ohne viel Schnickschnack. Zum Rezept…
Südtiroler SpeckknödelsuppeSüdtiroler Speckknödelsuppe
Durchgefroren und ziemlich erschöpft, haben wir diese Suppe nach einer anstrengenden Wanderung in den Alpen zum ersten Mal probiert. Sie wärmt nicht nur ordentlich, die Speckknödel sind auch ziemlich sättigend und gaben uns neue Energie für den Rückweg. Zum Rezept…

Auch wenn wir im Moment noch weit davon entfernt sind, uns vorzustellen, dass eine KALTE Suppe irgendwann mal wieder schmecken sollte: Der nächste Sommer kommt bestimmt und daher möchte ich euch meine Sommer-Suppen nicht vorenthalten: 

GazpachoGazpacho
Mit dieser spanischen Gemüsesuppe verbinde ich immer die Erinnerung an eine Andalusien-Rundreise, die ich mit meiner Schwester vor einigen Jahren mal unternommen habe. Da war die Gazpacho eine schöne Abkühlung im heißen Córdoba. Zum Rezept…
Grüne GazpachoGrüne Gazpacho
Ob das Rezept als „Grüne Gazpacho“ eher in die Kategorie Suppe gehört oder ob man es als Grünen Smoothie eher als Getränk bezeichnet, weiß ich nicht. Ist aber auch egal. Die Suppe (oder der Smoothie) ist auf jeden Fall voll die Vitaminbombe und dazu auch noch lecker. Zum Rezept…
GurkensuppeJoghurt-Gurken-Suppe
Habt ihr schon mal Tzatziki "getrunken"? Leeecker!! So in etwa schmeckt die Suppe. Daher mag ich sie auch so gerne. Einen gewissen Pfiff bekommt sie, wenn man kalten Fisch als Einlage dazu gibt – zum Beispiel Thunfischfilets oder Räucherlachs. Zum Rezept…
Gaspacho mit ErdbeerenGaspacho mit Erdbeeren
Ja, ihr habt richtig gelesen. Erdbeeren haben in dieser Gemüsesuppe ihren großen Auftritt. Ich war anfangs schon ziemlich skeptisch, aber ich muss sagen, dass die Kombination von Gemüse und Erdbeeren gut zusammenpasst. Zum Rezept…

So, liebe Leserinnen und Leser, das waren alle Suppen-Rezepte, die ich bisher veröffentlicht habe. Falls nix dabei war, keine Sorge, ich hab noch einige in Petto (zum Beispiel eine Hackfleisch-Käse-Lauch-Suppe, eine Fenchel-Zitronen-Suppe oder eine mexikanische Tomaten-Mais-Suppe…)

Und, war ein Süppchen für euch dabei? Welches Rezept hat euch am besten gefallen? Falls ihr noch ein ultimatives Suppen-Rezept habt, immer her damit! ;-)

Herzhafte Grüße
Eure Julia

p.s. Ich bin übrigens sehr stolz auf diesen Beitrag. Ich habe HTML-technisch nämlich unheimlich viel gelernt, zum Beispiel, wie man Fotos und Überschriften verlinkt. :-)

Meine persönliche Suppen-Hitliste

Mein Foodblog heißt ja nicht umsonst „Löffelgenuss“. Ich löffele sehr gerne leckere Suppen. Besonders jetzt in der kalten Jahreszeit. Sie wärmen nicht nur von Innen, sie machen auch um die Seele herum so ein wohliges Gefühl, finde ich. Und man muss nicht mit Messer und Gabel rumhantieren, sondern kann es sich mit einer großen Schüssel Suppe und einem Löffel auf dem Sofa gemütlich machen. Löffelgenuss halt ;-)

In den zwei Jahren seit ich hier meine Rezepte veröffentliche, sind schon so einige Suppenrezepte zusammengekommen. Daher habe ich mir überlegt, sie euch mal gesammelt vorzustellen. Hier meine persönliche Suppen-Hitliste:

TomatensuppeTomatensuppe
Diese Tomatensuppe kommt nicht deswegen auf den ersten Platz, weil sie mir am besten schmeckt (obwohl sie das natürlich auch tut), sondern weil sie viele, viele Jahre lang (als Kind) eines meiner Lieblingsgerichte war. Zum Rezept…
ChiliBohnenSuppeChili-Bohnen-Suppe mit Zitrone
Auf dem zweiten Platz landet diese mexikanische Suppe. Sie ist eigentlich nur eine flüssige Form meines liebsten Nacho-Dips. Irgendwann hatte ich dann die Idee, das Dip-Rezept einfach in ein Suppen-Rezept umzuwandeln. Zum Rezept…
SüßkartoffelsuppeSüßkartoffelsuppe mit Limetten-Dressing
Ich sag nur Geschmacksexplosion!! Die passiert durch die Kombination von cremigen Süßkartoffeln, süßer Kokosmilch, frischem Limettensaft und würzigem Koriander. Der Wahnsinn! Müsst ihr unbedingt probieren!
Vietnam Hühnersuppe_2Vietnamesische Hühnersuppe mit Zitronengras
Ein großer Fan der klassischen Hühnersuppe bin ich nicht. Wenn aber mal eine Erkältung nahte, kam sie bisher auf den Tisch. Bis ich dieses Rezept entdeckte. Ihre vietnamesische Schwester schmeckt viel besser, da wird man direkt gesund. Zum Rezept…
DalDal // Indische Linsensuppe
Soulfood at its best. Je nachdem wie viel Wasser man hinzugibt, kann man Dal als Eintopf oder Suppe essen. Die vielen unterschiedlichen Gewürzen harmonieren wirklich gut und sorgen - neben der Temperatur - für ein weiteres Wärme-Gefühl. Zum Rezept…
Zitronen_Kokos_Suppe_3Zitronen-Kokossuppe
„Diese Suppe macht einen gewöhnlichen Tag besonders und lässt Sie an Ferien in Hängematte an weißem Strand mit türkisem Meer denken.“ Klingt kitschig, nicht wahr? Irgendwie nach Werbung... Aber passt zu der Suppe wie Faust auf Auge. Zum Rezept…
PfifferlingsuppePfifferlingsuppe
Spargelsuppe im Winter? Pfifferlingsuppe im Frühjahr? Geht gar nicht! Ich koche gerne saisonal. Ich mag es, wenn man sich auf Zutaten freuen kann, die nicht das ganze Jahr zur Verfügung stehen. Den Herbst läute ich gerne mit dieser Suppe ein. Zum Rezept...
MaronensuppeMaronensuppe
Das gleiche gilt für meine Maronensuppe. Ich käme nie auf die Idee, sie im Frühjahr zu kochen. Maronen gehören einfach in den Herbst. Ich freue mich immer wie in kleines Kind über die erste Kastanie im Jahr, die ich aufsammele. Sie glänzen so hübsch... Zum Rezept...
Gemüsesuppe_2Minestrone
Ein Klassiker im Hause Löffelgenuss in der dunklen Jahreszeit. Gibt es ziemlich häufig. Auch weil sie voll die Vitaminbombe ist. Kann man vegetarisch essen oder – so wie wir – mit kleinen Bällchen aus Wurstbrät. Überzeugt dann auch die Männer... Zum Rezept…
LinsenSpinatSuppeLinsen-Spinat-Suppe
Verschieden Linsen, frischer Spinat, Korianderblätter, Zitronenabrieb, Weißwein, Knoblauchöl. Eine wirklich leckere Kombination von Zutaten. Ein Hauch von Orient weht mit dieser Suppe über euren Kochlöffel. Zum Rezept…
Rote BohnensuppeRote-Bohnen-Suppe
Also wenn ihr mal so richtig durchgefroren sein, empfehle ich euch unbedingt diese Suppe! Sie hat eine schöne Schärfe und wärmt einen gut durch. Zudem zaubert sie ein bisschen von der Sonne Mexikos in eure Küche. Dieser Gedanke wärmt zusätzlich... Zum Rezept...

So, das waren die ersten zwölf Rezepte meiner Suppen-Hitliste. Unglaublich, aber wahr: Im nächsten Beitrag (klick!) warten noch mal zwölf Suppenrezepte auf euch (… wollte euch nicht in einem Beitrag mit sage und schreibe 24 Suppenrezepten erschlagen).

Habt ihr auch eine Lieblingssuppe? Ist sie hier dabei? Oder habt ihr noch ein leckeres Suppenrezept, das ich unbedingt mal ausprobieren sollte?

Eure Julia

Ein französischer Küchenklassiker: Coq au vin

Coq au vin

//Ein ganz besonderer Gastbeitrag von Herrn Löffelgenuss//

Coq au vin – ein Klassiker der französischen Küche ist ja per se erhaben über jedwede Legitimationsnot bezüglich der Aufnahme in einen Koch-Blog. Dass dieses Gericht nun aber seinen Weg in den löffelgenussschen Kanon verbloggenswerter Gerichte findet und ich den neuerlichen Ruf erhielt, hier ein Rezept gastbeizutragen hat aber einen – und damit ruiniere ich mein mit Fußballnudeln und Burgern auf den Weg gebrachtes Image – romantischen Grund. Aber sind wir ehrlich, seit Dr. Oetker mit penetranter Werbegewalt seinen Finger-Food-für-Fäuste-Pizza-Burger in den Markt zu drücken versucht und dafür männliches Essverhalten als nur knapp dem von Primaten überlegen darstellt, ist es Zeit für einen Imagewechsel…

Die Zeitreise führt in eine Zeit als mein Facebook-Status „Single“ lautete und die Inhaberin dieses Blogs bei mir zum Essen eingeladen war. Und da ich in Ermangelung an Virtuosität nicht damit rechnen konnte, mit Chopin-Etüden am Flügel zu beeindrucken (ok, auch in Ermangelung eines entsprechenden Instruments) oder mit romantischer Rilke-Rezitation (wirkt bei mir irgendwie unglaubwürdig, außerdem muss ich dabei an den Loriot-Sketch im Flugzeug denken, in dem Heinz Meier stilsicher einen Rilke-Vers mit dem Reim: „Ich muss die Nase meiner Ollen an jeder Grenze neu verzollen“ kontert. Zum Nachschauen, ca. bei Minute 5 bei Youtube), musste ich alle Hoffnung in meine Koch-Kunst setzen. Die Tatsache, dass ich diese Zeilen hier als Herr Löffelgenuss verfasse, zeigt, dass dieses Gericht offenbar überzeugen konnte. Und haben wir es nicht schon immer gewusst? – Liebe geht eben doch durch den Magen!

Bon Appétit!
Felix

Rezept Coq au vin:

Zutaten

(für 4-6 Portionen)

Butter und Olivenöl zum Anbraten

6-8 Hähnchenkeulen, halbieren (man kann auch Hähnchenbrust ergänzen, falls jemand am Tisch Probleme mit Knochen hat)

100g Bacon (als Streifen oder Würfel)

4-5 Schalotten, geviertelt

300-400g (je nach Pilzaffinität) braune Champignons, je nach Größe halbiert oder geviertelt

2 Knoblauchzehen, hauchfein aufgeschnitten oder durch eine – in der haute cuisine verpönte – Knoblauchpresse drücken

Cognac oder Weinbrand zum flambieren

400ml trockener Rotwein

Brühe zum Aufgießen (ca. 200-300ml)

Frische Kräuter, the usual suspects wie Thymian, Oregano, Majoran, Lorbeer (darf auch getrocknet sein), Rosmarin (kann recht dominant auftreten, wenn dann eher konservativ dosieren) wer’s mag auch Estragon und/oder Basilikum (ich find’s zu diesem Gericht eher unpassend)

Salz, Pfeffer

etw. Mehl, kalte Butter für die Bindung

Zubereitung:

Ein offenes Wort zum Thema Hähnchenkeulen bevor es losgeht: Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass dem Einzelhandel kein wirtschaftlich selbstzerstörerischer Altruismus innewohnt. Daher ist es mir ein Rätsel, wie es möglich ist, Hähnchenkeulen für 2,99 Euro anzubieten und dabei noch etwas zu verdienen. Also tut mir den Gefallen, und nehmt Hähnchenteile, die für einen nachvollziehbaren Preis angeboten werden, was bei Hähnchenkeulen ab ca. 8 Euro der Fall ist. Das Gericht funktioniert sonst einfach nicht und ihr solltet es doch mit Chopin oder Rilke versuchen. Der Zusatzhinweis bei Keulen „ca. 25% Rückenanteil“ ist definitiv kein Qualitätsmerkmal, versucht „reine“ Keulen zu bekommen.
Jetzt aber…

Einen schweren Schmortopf nehmen und Öl mit Butter erhitzen.

Hähnchenteile mit Salz und Pfeffer würzen, rundherum goldbraun anbraten (ca. 5-8 Min, ab und zu wenden) und wieder aus dem Topf nehmen.
Hitze auf Mittel reduzieren und Bacon, Zwiebeln und Pilze unter Rühren anbraten. Knoblauch hinzugeben und weitere 2-3 Minuten dünsten. Die Hähnchenteile zurück in den Topf legen und wieder etwas Hitze annehmen lassen.

Nun den Weinbrand hinzugeben (ca. nen Doppelten) und flambieren. Im Idealfall mit einem entsprechend langem Feuerzeug, sonst mit einem Streichholz. Vorsicht, das gibt eine kapitale Stichflamme, also schnell sein. Für den Effekt kann man natürlich vorher das Licht ausmachen, aber im Ernst, das Flambieren hat nicht nur einen Show- sondern tatsächlich auch einen geschmacklichen Effekt. Wer sich das Flambieren nicht zutraut, lässt den Weinbrand lieber komplett weg. (Haftung übernehmen wir nicht!!!)

Hähnchenteile nun ganz leicht mit Mehl bestäuben (durch ein Sieb), vorsichtig mit Wein aufgießen (evtl. Brühe ergänzen falls zu wenig Flüssigkeit im Topf ist) und aufkochen. Hitze reduzieren, Kräuter zugeben, Deckel drauf, eine Stunde schmoren lassen.

Nach einer Stunde die Kräuter entfernen, evtl. noch etwas den Sud reduzieren und am Ende etwas eiskalte Butter einrühren, um eine stärkere Bindung zu erreichen; aber auch für den Geschmack. Das Gericht im Schmortopf servieren und am Tisch vorlegen oder zur Selbstbedienung aufrufen.

Dazu einfaches französisches Bauernbrot und Feldsalat reichen.

Im Sommer eignet sich auch Weißwein als Grundlage. Dieser sollte dann aber eher kräftiger Natur sein wie z.B. ein Chardonnay oder wenn man es geografisch festmachen will, ist man mit einem Weißwein aus warmen Regionen relativ auf der sicheren Seite.

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Gemüse-Sticks mit zweierlei Dips

Gemüsesticks
Das Rezept für diese Gemüse-Sticks trage ich schon seit Jahren mit mir herum. Ich hab mal dieses „Schlank-im-Schlaf“ gemacht, wo man Abends keine Kohlenhydrate essen soll, da gab’s diese Gemüse-Sticks mit den Dips recht häufig (und ja: es hat funktioniert!! ;-)  ).

Ich wollte sie immer mal wieder machen und fotografieren. Aber irgendwie ergab sich nie die Gelegenheit. Als wir vor kurzem mal etwas mehr Besuch hatten und es sich lohnte, ein Buffet herzurichten, fielen mir die Gemüse-Sticks bzw. die Dips wieder ein.

Dazu gab’s übrigens noch weiteres leckeres Fingerfood: kleine Blätterteigpäckchen wahlweise mit Ziegenkäse, Birne, Honig und Rosmarin oder mit frischem Wurstbrät, Zitronenabrieb, Parmesan und Sesam gefüllt. Dann noch Hackfleischbällchen in Tomatensoße (nach spanischer Art) und meinen Buffet-Renner: Smoked Salmon Rolls. Die Rezepte werde ich euch natürlich nicht vorenthalten und sie auch hier veröffentlichen, sobald ich dazu komme.

Jetzt aber erst mal das Rezept für die Gemüse-Sticks:

Guten Appetit!
Eure Julia

Rezept für Gemüsesticks mit zweierlei Dips:

Zutaten
(für eine Buffetportion)

1 Bund (möglichst kleine) Möhren, inkl. Grün
1 Bund Staudensellerie
4 Paprika (rot, gelb, grün, orange)

2 Packungen sahniger Frischkäse (á 150g)
100g Serrano-Schinken
50g Parmesan
je 2-3 EL frische Kräuter, fein gehackt (z.B. Petersilie, Basilikum, Liebstöckel, Dill, Schnittlauch, etc.)
2 EL gutes Olivenöl
1 EL frischen Zitronensaft
2 EL Milch
Salz, Pfeffer

Das Gemüse waschen.

Von den Möhren das Grün nur soweit runterschneiden, dass oben noch ein paar Zweige zu sehen ist (sieht hübscher aus). Die Möhren schälen und der Länge nach halbieren (oder viertel, wenn sie sehr dick sind).

Die Paprika längs halbieren, entkernen („Hut“ wegschneiden) und in etwa fingerbreite Streifen schneiden.

Den Sellerie, je nach Länge, quer halbieren oder viertel. Etwas Grün könnt ihr oben dran lassen, sieht nämlich auch hübsch aus.

Ich habe die Gemüse-Sticks in Einmachgläser stellt, man kann aber auch normale Trinkgläser nutzen.

Die Dips zubereiten:

Den Schinken in einer beschichteten Pfanne knusprig braten und auf einem Küchentuch abtropfen lassen (ich nutze kein Öl zum Anbraten, aber da muss man höllisch aufpassen, dass es nicht anbrennt und es „raucht“ ziemlich). Den Schinken abkühlen lassen und zerbröseln (geht mit den Händen oder – noch feiner und besser – mit einem Messer).

Den Parmesan fein reiben.

Die Kräuter fein hacken.

Die eine Portion Frischkäse mit dem Schinken und dem Parmesan und der Milch gut verrühren bis eine cremige Masse entsteht. Ihr könnt den Dip natürlich nach Belieben noch mit Salz und Pfeffer würzen, mir schmeckt er so pur allerdings am besten. Käse und Schinken bringen reichlich Würze mit.

Die andere Portion Frischkäse vermengt ihr gut mit den frischen Kräutern. Zum Abschmecken habe ich Olivenöl, Zitronensaft und minimal Salz und Pfeffer benutzt.

Die Dips in zwei schöne Schälchen füllen und zu den Gemüse-Sticks stellen.

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Interview mit Luk Thys „New York Street Food“-Fotograf

In meiner Rezension zu „New York Street Food“ hat man ja schon gemerkt, dass ich von den Fotos ziemlich begeistert bin. Sie stammen vom belgischen Food-Fotografen Luk Thys. Also hab ich ein bisschen recherchiert und schnell herausgefunden, dass er ziemlich renommiert und erfolgreich ist und war dann noch ein wenig mehr angetan von seiner Arbeit ;-). Spontan hab ich ihm eine E-Mail geschrieben und gefragt, ob er nicht Lust auf ein kleines Interview hat, exklusiv für meine Leserinnen und Leser. Hatte er: :-)

New York Street Food

Löffelgenuss: „Tom schreibt in seiner Einleitung „Um alle Street-Food-Küchen dieser Welt zu besuchen, fliegen Sie einfach direkt nach New York. (…) Das Street-Food-Angebot in New York spiegelt die vielfältigen Essenskulturen der hier lebenden Nationalitäten wider.“ Wie fühlt es sich an, „die ganz Welt“ an einem einzigen Ort zu „schmecken“?“

Luk Thys: „Ich denke, Tom hat recht mit New York. Aber die Wurzeln des Street Food liegen in Asien, wo dieses Essen Teil der Alltagskultur ist. Tom hat ein paar Jahre in Südostasien gelebt, erst in Bangkok, später in Hanoi. Tom kratzt an der Oberfläche, um die Einflüsse der verschiedenen Regionen auf Street Food zu entdecken. Meist sind es kulturelle Einflüsse, aber sich mal Religion oder Migration anzuschauen ist sehr interessant…
New York „ist“ Immigration. Daher gibt es dort Essen aus der ganzen Welt. Man muss nur wissen, wohin man gehen muss, um die richtigen Läden zu finden. Während unseres Aufenthalts haben wir uns viel mit Leuten unterhalten, Fragen gestellt, so sind wir schnell mit den richtigen Menschen ins Gespräch gekommen. Essen ist ein tolles Thema, um Kontakte zu knüpfen.“ 

Löffelgenuss: „Und wie haben die Verkäufer reagiert, als ihr sie und ihre Gerichte fotografiert habt?“

Luk Thys: „Sie waren immer sehr nett zu uns. Tom und ich versuchen, ihnen mit sehr viel Respekt zu begegnen, das hilft. Wir nehmen immer ein paar der Bücher mit, die wir schon veröffentlicht haben, und zeigen ihnen, was genau wir machen. Tom ist zwar groß, aber sehr nett und warmherzig ;-).“

Im Buch beschreibt Jaqueline Goossens diese Szene so: „Tom begrüßte den Verkäufer mit einem verschmitzten Lächeln, mit dem er in nächster Zeit auf unseren Touren noch viele Street-Food-Verkäufer – Frauen und Männer – zum Schmelzen bringen sollte. Er bestellte einen Snack, probierte ihn andächtig und fragte die Köchin nach der Zubereitungsart. Dann bestellte er ein Getränk mit Milch und Orange. Er schien alle Zeit der Welt zu haben. Er fischte sein Buch Vietnam Street Food aus dem Rucksack und zeigte es der Verkäuferin. Er erklärte ihr, dass er ein ähnliches Buch über Street Food in New York schreiben wolle. Fotografieren war kein Problem. Luk fragte, ob er den einzigen Stuhl am Imbisstand kurz ausleihen dürfe, und arrangierte darauf einige Gerichte. Immer wieder änderte er das ein oder andere an diesem improvisierten Mini-Fotoset. Einige Passanten blieben neugierig stehen, doch davon ließ Luk sich nicht ablenken.“

Löffelgenuss: „Welches der Gerichte in dem Buch magst du am liebsten?“ 

Luk Thys: „Mein Favorit im New York-Buch ist wohl der Ochsenschwanz-Eintopf von Veronica. Sie ist Jamaikanerin und macht so leckeres Comfort Food voller Geschmack (für nur ein paar Dollar)! Sie ist jeden Tag in Downtown Manhattan unterwegs.“ 

Bei meiner Recherche habe ich entdeckt, dass es das Rezept auch online gibt: http://ilikestreetfood.com/2014/01/oxtail-stew/. Also wer direkt mal loslegen will…

Löffelgenuss: „Gibt’s ein Rezept, das es nicht ins Buch geschafft hat?“ 

Luk Thys: „Ich glaube, wir haben eines der Rezepte von Waffles & Dingers rausgelassen. Belgische Waffeln mit Pulled Pork. Brrr….“ (Anmerkung von Löffelgenuss: „… sagt er als Belgier.“ ;-) )

Löffelgenuss: „Achtung, schwierige Frage ;-) : Was ist dein Geheimnis, dass die Gerichte allesamt so appetitlich aussehen (selbst wenn sie in Plastikschälchen daherkommen!), obwohl du auf der Straße kein Material fürs Foodstyling oder besonderes Fotoequipment zur Verfügung hattest? Welche Tipps kannst du mir als Hobby-Food-Fotografin geben?”

Luk Thys: „Das ist nicht so schwer… ;-). Versuch, das Licht zu „lesen“, ich meine, schau dir genau an, was für Licht du zur Verfügung hast. Versuch das Licht im Rücken zu haben, das bringt mehr Textur in das Gericht, das du fotografierst. Selbst wenn’s regnet, kann ich mit wenig Licht arbeiten. Außerdem fotografiere ich nie mit Stativ. Ich bewege mich gerne um das Motiv herum. Und: ich habe ein kleinen Reflektor (25cm), den ich immer benutze, der hilft bei wenig Licht…“

Löffelgenuss: „Wenn ich mir deine Website www.foodphoto.be so anschaue, habe ich den Eindruck, dass du ein sehr leidenschaftlicher Food-Fotograf bist. Woher kommt diese Leidenschaft?“

Luk Thys: „Ich bin jetzt schon seit über 20 Jahren im Geschäft. Ich liebe meinen Beruf vor allem deswegen, weil ich gerne gutes Essen mit guten Freunden teile. Und ich habe das Glück, dass ich durch meinen Job nette, passionierte Menschen auf der ganzen Welt kennenlerne. Viele von ihnen sind mittlerweile gute Freunde geworden, wie Tom und Jaqueline zum Beispiel ;-).“

Löffelgenuss: „Kochst du selbst auch? Wenn ja: Verrätst du uns dein Lieblingsgericht?“

Luk Thys: “Jaaaa!! Ich liebe es zu kochen. Ich koche jeden Tag zu Hause. Im Studio koche ich nicht, da gibt es Foodstylisten, die sich darum kümmern.“

Löffelgenuss: „Was ist dein nächstes Projekt?“

Luk Thys: „Tom und ich fliegen im Januar nach Bangkok. Dort wollen wir zu den Orten, die wir 2007 für unser erstes Buch über Street Food besucht haben, und eine Art Dokumentation drehen. Wir haben damit in New York angefangen, mit einem kleinen Video über unsere Promotion-Tour und haben uns überlegt, dass wir kleine Dokus machen wollen, die im ähnlichen Stil gehalten sind wie die Bücher.“

Löffelgenuss: „Sehr cool! Und was ist mit Deutschland?“

Luk Thys: „Wir würden sehr gerne ein Buch über Street Food in Berlin machen. Wir lieben diese Stadt und denken, dass wir dort gut arbeiten könnten und ein schönes Produkt hinkriegen würden. Tokyo, Seoul und viele andere Städte und Länder folgen dann hoffentlich in den nächsten Jahren. Auf http://ilikestreetfood.com könnt ihr euch auf dem Laufenden halten.” 

Also ich werde auf jeden Fall am Ball bleiben und gucken, was da so passiert. Spannend… Ich hoffe, mein kleines, exklusives Interview hat euch gefallen. Mal sehen, ob ich die Tipps von Luk umsetzen kann, ich fotografiere ja zum Beispiel immer mit Stativ… Aber ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. ;-)

Eure Julia

Jahresrückblick 2014

Jahresrückblick 2014

Prosit! Auf das Jahr 2014! Auf dass es in die Ewigkeit eingeht und nie wiederkehrt!* ;-)

Kennt ihr von früher diese Bücher, in die man reinschreiben konnte, welches seine Lieblingsfarbe ist, welches das liebste Tier, das Lieblingsfach in der Schule, der Berufswunsch und so? Viel schöner, als selber darüber nachzudenken, was man eigentlich mag, war es für mich zu lesen, was meine Mitschülerinnen so geschrieben haben. Sabine von „Schmeckt nach mehr“ hatte die Idee, so etwas in der Art für Foodblogger zu machen. Fand ich gut, daher mache ich mit und beantworte hier ihre Fragen und wage so gleichzeitig einen kleinen Jahresrückblick auf mein „Foodblogger-Leben 2014“.

1. Was war 2014 dein erfolgreichster Blogartikel?

Der Artikel, der 2014 am häufigsten in meinem Blog aufgerufen wurde, ist das Rezept für Schug, eine scharfe, köstliche Gewürzpaste aus dem Jemen (mit viel Knoblauch, Chili, Paprika, Koriander und Gewürzen). So richtig verstehe ich nicht, warum das so ist. Vielleicht weil es im Internet dazu nicht so viele Rezepte gibt? Aber vielleicht auch, weil es in einer Facebook-Gruppe verlinkt wurde? Keine Ahnung… Ein bisschen schade, es ist nicht unbedingt das Rezept, das ich als meinen erfolgreichsten Blogartikel gewählt hätte…

Schug

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Der Beitrag, der mir 2014 am meisten bedeutete, ist gleich eine ganze Reihe – und zwar meine New York Street Food-Reihe, die jetzt fast zu Ende ist . Anhand des gleichnamigen Kochbuchs haben wir uns während unserer Flitterwochen durch New York und Neuengland geschlemmt. Es war schön, diese Reise beim Nachkochen der Gerichte und Vorbereiten der Artikel noch einmal zu erleben.

NYC6

Ein weiterer Artikel, der mir sehr viel Spaß gemacht hat, war „Behind the Scenes“. Ein Blogevent, das Steph vom Kleinen Kuriositätenladen ins Leben gerufen hat. Ich liebe meine Küche ja eh und sie dann mal meinen Leserinnen und Lesern vorzustellen, war toll! Und erst recht natürlich, einen Blick in die Küchen vieler anderer Foodblogger zu werfen ;-).

Bella Cucina

Auch dieses Jahr hat mir die Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ wieder sehr viel Freude gemacht. Dieses Mal habe ich das Kochbuch „Das Gelbe vom Ei“ verlost. Das Beste daran war, dass ich es von Peter Gaymann, der es illustriert hat, hab signieren lassen. Er lebt hier in Köln und ich durfte ihn in seinem Atelier in Sülz besuchen. Das war aufregend!

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3. Und welche drei Artikel aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

Am meisten inspiriert (im Sinne von zum Nachdenken gebracht) hat mich der Artikel „Warum ein Blog wie eine Beziehung ist. Und dass man sich manchmal auch trennen muss“ von Mel auf ihrem Blog „Gourmet Guerilla“. Das hängt wahrscheinlich mit Frage 5 zusammen, die unten noch kommt.

Das größte „Aha-Erlebnis“ hatte ich gleich bei mehreren Artikeln von Sabine Schlimm, die auch diese Aktion hier ins Leben gerufen hat. Sie arbeitet in einem Kochbuchverlag und hat auf ihrem Blog einen tollen Artikel veröffentlicht, in dem sie die wichtigsten Regeln fürs Schreiben von Rezepten zusammenfasst und eine Reihe, in der sie einen Einblick in die Produktion eines Kochbuchs gibt.

Kulinarisch inspiriert wurde ich von „Saskia rund um die Uhr“. Ihr Rezept für „Couscous-Scampi-Päckchen“ war einfach nur köstlich! 

CouscousScampiPäckchen

4. Welches der Rezepte, die du 2014 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

Mhm. Ich stelle gerade fest, dass ich dieses Jahr (überhaupt seit ich blogge) so viele neue Rezepte wie noch nie ausprobiert habe. Ich lese so viele Foodblogs, Kochzeitschriften und Kochbücher, habe immer neue Ideen und will so viel ausprobieren. Herr Löffelgenuss ist auch eine gute Inspirationsquelle. Er schwört auf Jamie Oliver und probiert gerne seine Rezepte aus. Das heißt, bei uns gibt es eigentlich selten zwei Mal das gleiche Gericht.

Aber es gibt zwei Gerichte im meinem Leben, die ich doch häufiger koche als andere: Penne Arrabiata und der Endivien-Eintopf meiner Oma sind zwei meiner Lieblingsrezepte. Nicht zu vergessen auch die Fußballnudeln, die allerdings bisher ausschließlich von Herrn Löffelgenuss gekocht wurden. 

Sugo_2 Endivien_Kollage2 Fußballnudeln

5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2014 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

Mhm. Sehr interessante Frage. Es gibt da in der Tat ein Problem oder einen Gedanken, der mich schon länger beschäftigt. Leider habe ich bisher noch keine Lösung dafür gefunden.

Vor knapp zwei Jahren habe ich mit dem Bloggen angefangen. Löffelgenuss sollte und soll mein persönliches Kochtagebuch sein. Ein Ort, an dem ich Rezepte abspeichere, die mich begeistern. Rezepte gesammelt hab ich schon viele Jahre zuvor und dann irgendwann angefangen, diese ganzen Rezepte nicht nur noch einmal zu kochen, sondern auch zu fotografieren und aufzuschreiben, welche Erinnerungen ich mit dem Gericht verbinde – damit habe ich schon einige Monate angefangen, bevor Löffelgenuss online ging.
Sobald mein Foodblog dann online war, tauchte ich (irgendwie automatisch und eigentlich ohne Absicht) in die Welt der Foodblogger ein und stellte fest, dass ich eine von Hunderten bin, die Rezepte online stellt. Ich guckte hier und staunte da und war schnell frustriert, wie viel schöner die anderen Foodblogs waren. Wie toll die Fotos, wie kreativ ihre Gerichte, professionell ihr Design und auch wie schön geschrieben ihre Texte. Je mehr ich in der Foodbloggerwelt unterwegs bin und je mehr ich mich mit dem ganzen Drumherum befasse, desto mehr entferne ich mich von meiner Ursprungsidee.
Ich habe eine Software, die zählt, wie viele Leute meine Seite besuchen, ich habe mich mit der ganzen Technik beschäftigt, die hinter dem Bloggen steht, mit Suchmaschinenoptimierung, mit Plugins, die irgendwas besser machen sollen und und und. Ich habe viel gelernt übers Bloggen und über Social Media, das hat auch Spaß gemacht. Aber ein bisschen ist es wie mit diesem immer höher, schneller, weiter. Ich weiß, was ich alles machen könnte, um mehr Leser und mehr Kommentare zu bekommen. Aber ich habe keine Lust und Zeit, Energie dahinein zu investieren. Gleichzeitig bin ich aber frustriert, dass mein Blog in der Foodbloggerwelt so vor sich hin dümpelt und die „rauschenden Feste“ nur bei den anderen stattfinden.
Dieser Widerspruch, das war mein Blogger-Problem 2014. Ich sehe gerade für das neue Jahr noch keine Lösung. Aber es hat ja auch gerade erst angefangen….

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

Ohhh, da gibt es gleich zwei Neuentdeckungen, die mich dieses Jahr überrascht haben: Pastrami und Pupusa. Beide habe ich während unserer Flitterwochen in New York zum ersten Mal gegessen. Ich denke oft, dass man mich kulinarisch nicht mehr überraschen kann, weil ich gerne und oft Neues ausprobiere. Aber diese beiden Gerichte haben es geschafft:

Über Pastrami habe ich viel gelesen und hätte nicht gedacht, dass ich so begeistert davon sein würde. Nachgekocht habe ich es leider noch nicht, aber ich habe auf meinen Beitrag hin ein tolles Rezept von Susan, einer Leserin aus den USA, erhalten und werde damit auf jeden Fall die Grillsaison 2015 eröffnen.

Katz Delicatessen Pastrami Sandwich

Pupusa, gefüllte Pfannkuchen aus Maismehl, sind eine Spezialität aus El Salvador. Ich habe sie zum ersten Mal in Red Hook, Brooklyn, gegessen und war ganz hin und weg. Ich hab mich für Bohnenmus und Käse als Füllung entschieden. Mein Versuch, sie nachzubacken, ging leider schief. Ich weiß aber warum und werde es auf jeden Fall noch mal probieren.

Pupusa

7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?

Mhm, keine Ahnung. Ich weiß, dass man das in dem Statistiktool, das ich benutze, irgendwo nachgucken kann, aber ich weiß nicht wo und ist mir eigentlich auch gar nicht so wichtig…

8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2015?

Ich wünsche mir, dass ich das oben beschriebene „Problem“ 2015 lösen kann.

Und, welche Beiträge haben euch am besten gefallen? Welche Rezepte habt ihr nachgekocht? Ich bin neugierig. ;-)

Und wenn ihr neugierig seid, wie andere Foodblogger die Fragen beantworten, dann schaut mal bei Sabine vorbei, sie hat alle Foodblogger aufgelistet, die sich an der Aktion beteiligt haben. 

 

*Ein Zitat von meinem Opa. Hat er jedes Jahr Heilig Abend mit vor Rührung zitternder Stimme feierlich zum Besten gegeben.

“New York Street Food”
Lobster Roll

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Die letzte Station unserer Flitterwochen-Reise war Boothbay Harbor, Maine. Lobster Country! Entsprechend wollte ich dort (und nicht in New York) einen Lobster und ein Lobster Roll probieren.

Einen fangfrischen Lobster aßen wir direkt am ersten Abend in Boothbay Harbor, in einem kleinen urigen Laden direkt am Wasser. Das Essen an sich war echt ein Abenteuer: Wir bekamen Plastik-Lätzchen umgehängt und eine Zange in die Hand gedrückt, mit der wir die harte Schale erst mal knacken mussten, um an das Fleisch zu kommen. Das hatte schon Event-Charakter :-) vor allem, weil wir die Aufmerksamkeit eines älteren Pärchens auf uns zogen, die sehr routiniert das Fleisch aus dem Hummer pulten und uns erklärten, wie das funktioniert. So kamen wir nicht nur an das Hummerfleisch sondern hörten auch allerhand interessanter Geschichten aus ihrem Leben in Maine.

Lobster

Dazu muss ich mal festhalten, dass uns aufgefallen ist, dass die Amerikaner sehr interessiert an Gästen sind, die ihr Land bereisen. Wir sind noch nie so häufig in nette Gespräche verwickelt worden wie dort. Mich hat nach unserer Rückkehr die Reaktion einiger Leute geärgert, die meinen, dass das ja alles nur oberflächlich sei. So what!? Ich will mit der netten Hummer-Dame ja auch nicht die nächsten zehn Jahre meines Lebens verbringen. Es war einfach sehr interessant, sich gegenseitig einen Einblick in sein Leben zu geben. Passiert mir in Restaurants in Deutschland eher selten. Sorry, musste mal gesagt werden…

Meine zweite Hummer-Begegnung hatte ich in Camden, Maine. Dort wollte ich dann endlich ein Lobster Roll probieren.

Lobster Roll

Also ich weiß nicht… Hat irgendwie anders geschmeckt als das Lobster-Fleisch am Abend zuvor. Vor allem war es klein gehackt und mit Mayo gewürzt. Vom Lobster hat man da nicht viel geschmeckt. Vielleicht hätte es in Red Hook (wie in „New York Street Food“ empfohlen) besser geschmeckt? Nun ja, werde ich nicht mehr erfahren, aber mein Verlangen, noch mal ein Lobster Roll zu probieren, hält sich in Grenzen.

So, liebe Leute, dat woret jewesen – mein kulinarischer Einblick in unsere Flitterwochen-Reise. Mir hat es total viel Spaß gemacht, konnte ich so doch noch mal in Erinnerungen schwelgen. :-) Die Fernweh-Schmerzen kann man ganz gut mit den Rezepten lindern. Für uns steht aber schon jetzt fest, dass wir so schnell wie möglich noch mal New York wollen… Ich hoffe, euch hat meine kulinarische Reise gefallen! Ich würde mich sehr über ein Feedback von euch freuen!!

Als letzten Beitrag der Reihe gibt es, wie versprochen, das Interview mit dem Fotografen Luk Thys.

Jetzt feiert aber erst mal schön Silvester (wir ganz klassisch wie jedes Jahr mit Freunden, “Dinner for One” und Raclette). Ich wünsche euch allen ganz tolles neues Jahr!!

Liebe Grüße
Eure Julia