Eine neue, genussvolle Reise …

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Ihr habt sicher schon bemerkt, dass es auf meinem Foodblog seit einigen Wochen etwas ruhiger zugeht. Das hat einen guten Grund: Seit Kurzem gibt es einen Herrn „Mini-Löffelgenuss“ in unserem Feinschmecker-Kreis! 🙂 Ich befürchte, es wird hier auch noch eine Weile ruhig bleiben, da wir voll und ganz mit „Genießen“ dieses kleinen Wunders beschäftigt sind. Kulinarischer Genuss steht im Moment nur an zweiter Stelle, aber ich verspreche euch, dass es nach der Babypause hier mit leckeren Rezepten weitergeht.

Glückselige Grüße
Eure Julia

Asiatische Erbsensuppe

Asiatische Erbsensuppe

Wenn die Daten auf meinem Rechner korrekt sind, habe ich dieses Rezept Anfang 2011 zum ersten Mal gekocht. Ich kann mich partout nicht mehr daran erinnern, woher das Rezept stammt… Aber ich hatte zu der Zeit meine Ernährung auf das „Schlank im Schlaf“-Konzept umgestellt.

Etwa ein Jahr zuvor habe ich mit meiner Schwester Lucia eine ganz fantastische Rundreise durch Andalusien gemacht. Wir hatten eine Video-Kamera dabei und haben einen schönen kleinen Film gedreht. Als wir uns den Film später ansahen, hab ich ehrlich gesagt einen kleinen Schreck bekommen: Ich war ganz schön pustig (so umschreibt mein Onkel Leute, die ein bisschen was auf der Hüfte haben…). Nicht besorgniserregend, aber immerhin so, dass ich mich nicht mehr wohl fühlte.

Ein Plan musste her. Nach einer kleinen Recherche bin ich auf das „Schlank im Schlaf“-Konzept gestoßen, das mir sehr einleuchtend erschien. Kurz zusammengefasst sieht das Konzept so aus: morgens kein tierisches Eiweiß, abends keine Kohlenhydrate und generell keine Zwischenmahlzeiten. Idealerweise verbunden mit morgendlichem Ausdauersport und abendlichem Muskelaufbau. Gesagt getan und siehe da: für mich das perfekte Ernährungskonzept. Innerhalb weniger Monate war ich die Pfunde, die mir das Unwohlsein bescherten, wieder los – und halten konnte ich mein Gewicht auch! Und das, obwohl ich mich später nicht mehr sklavisch an das Konzept gehalten habe. Beibehalten habe ich lediglich mein Müsli mit Sojamilch am Morgen und keine Zwischenmalzeiten zu essen (auch keine süßen Getränke!).

Der Beitrag hier soll keine Werbung für das Ernährungskonzept sein, er ist lediglich die Erklärung, woher dieses Rezept stammt. Ich weiß, dass Diäten bzw. Ernährungsumstellungen eine Glaubensfrage sind und ich habe schon zahlreiche Diskussionen darüber geführt. Einige Personen, denen ich begeistert von „Schlank im Schlaf“ vorschwärmte, kamen damit überhaupt nicht zurecht. Und ja, ich weiß auch, dass dieses Rezept eigentlich gar nicht als Abendessen für „Schlank im Schlaf“ geeignet ist (Hülsenfrüchte haben recht viele Kohlenhydrate). Aber das wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht und geschadet hat es ja offensichtlich auch nicht…. 😉

Wie sieht’s bei euch aus? Was habt ihr für Erfahrungen mit Ernährungsumstellungen gemacht? Habt ihr das „Schlank im Schlaf“-Konzept auch schon mal ausprobiert?

Eure Julia

Rezept für Asiatische Erbsensuppe
(für 4-5 Portionen)

1 Packung TK-Erbsen
4 große Kartoffeln (die hatte ich für das „Schlank im Schlaf“-Konzept natürlich weggelassen)
1 große Zwiebel
1 daumendickes Stück Ingwer
1-2 EL (gelbe) Currypaste
gekörnte Brühe
Salz, Pfeffer
Öl zum Anbraten
1 Bund Koriander
½ Packung Frischkäse
Saft einer halben Zitrone

Die Kartoffel schälen und in grobe Würfel schneiden.

Etwa 500 ml Wasser mit 1 EL gekörnter Brühe zum Kochen bringen und die Kartoffeln darin weich kochen.

In der Zwischenzeit Ingwer und Zwiebel schälen, beides fein würfeln und in etwas Öl glasig dünsten.

Die tiefgefrorenen Erbsen und das Ingwer-Zwiebelgemisch zu den Kartoffeln hinzugeben und wenige Minuten mitkochen (die Erbsen sollen mehr oder weniger roh bleiben und nur warm werden, so schmecken sie sehr lecker frisch).

Das Ganze mit einem Mixer pürieren. Wenn ihr es flüssiger mögt, ggf. noch ein bisschen Brühe hinzugeben.

Die Suppe mit Currypaste, Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Koriander waschen, trockenschütteln und grob hacken.

In die Mitte eines Suppentellers ca. 1 EL Frischkäse, eine kleine Handvoll Korianderblätter und ein paar Spritzer Zitrone geben. Die Suppe darauf verteilen und sofort servieren.

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Quesadillas – Erinnerungen an San Diego

Quesadillas

Dass ich nach dem Abi ein Jahr in der traumhaften kalifornischen Stadt San Diego leben durfte, wissen die meisten meiner Leser und Leserinnen ja schon. Es finden sich mittlerweile eine ganze Menge Rezepte aus dieser Zeit auf meinem Blog: Caesar Salad (zugegebenermaßen eher eine Erinnerung an Boston…) mit die Breadsticks mit Dip (serviere ich zu dem Caesar Salad und definitiv eine Erinnerung aus San Diego), FajitasNachos mit drei Dips, Enchiladas,  sowie der Zitronen-Garnelen-Spieß – jeweils gespickt mit Geschichten aus meinen Au-Pair-Tagen.

In San Diego gab (und gibt) sehr viele mexikanische Fast-Food-Läden – verständlich, die Grenze nach Tijuana, Mexiko, ist nicht weit. Die Quesadillas waren für mich eine gute Alternative zu Burger & Co. und ich habe sie ziemlich oft zwischendurch gegessen (kein Wunder, dass ich in dem Jahr 10 Kilo zugenommen habe…). Aber auch zu Hause mit den Kindern gab es häufig Quesadillas. Wir hatten immer tiefgefrorene Tortillas in der Gefriertruhe und auch die restlichen Zutaten hatten wir eigentlich immer im Haus.

Ich habe die Quesadillas für mich erst vor kurzem „wiederentdeckt“, vergangenen Sommer auf unserem Roadtrip durch den Südwesten der USA. Da habe ich diese Köstlichkeit häufig zum Frühstück (!) gegessen (durchaus keine Seltenheit, dass man Quesadillas auf der Frühstückskarte findet). Zurück zu Hause habe ich dann gar nicht groß rumprobiert und es kam häufiger die ursprüngliche Variante meiner Gastmutter Monica auf den Tisch. Soooo lecker und so schnell zubereitet!

Kennt ihr Quesadillas? Wenn ja, wie esst ihr sie am liebsten?

Guten Appetit!
Eure Julia

Rezept für Quesadillas
(für 2 Portionen)

2 Tortillas
60g Cheddar-Käse
1 Tomate (in hauchdünne Scheiben geschnitten)
15-20 frische Korianderblätter (ganz lassen)
1 kleine Zwiebel (in sehr feine Ringe geschnitten)
8 Jalapeños (in Scheiben aus dem Glas, geviertelt)
½ Avocado (in dünne Scheiben geschnitten)
Salz, Pfeffer

Eine große beschichtete Pfanne ohne Öl bei mittlerer Hitze erwärmen und die Tortilla hineinlegen. Eine Hälfte der Tortilla mit den Zutaten belegen: zuerst den Käse, darauf den Rest (außer der Avocado und den Korianderblättern), mit wenig Salz und Pfeffer würzen, zuklappen und warten bis der Käse etwas zerläuft.

Dann umdrehen und von der anderen Seite backen. Der Käse soll am Ende zerlaufen sein und die Tortilla außen ganz leicht knusprig. Man muss die Sache gut im Auge behalten, damit die Tortilla nicht zu dunkel wird. Also lieber mit wenig Hitze arbeiten.

Vor dem Servieren die Tortilla vorsichtig aufklappen und die Avocadoscheiben und die Korianderblätter auf die restlichen Zutaten legen.

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Zweierlei gefüllte Champignons

Gefüllte Champignons

Gefüllte Champignons habe ich schon in unzähligen Variationen gegessen. Sie eigenen sich hervorragend als warme Vorspeise oder kalt als Zutat auf einem Buffet. Meine beiden liebsten Rezepte für gefüllte Champignons stelle ich euch heute vor:

Die beste aller Varianten stammt von meiner Schwester Elena. Sie hat ihre gefüllten Champignons jetzt schon ein paar Mal für unseren traditionellen Familien-Oster- bzw. Weihnachtsbrunch gemacht. Ich gebe ihr Rezept hier so weiter wie sie es mir übermittelt hat. Auch sehr lecker, weil ungewöhnlich, ist das Rezept von Ottolenghi aus „Genussvoll vegetarisch“ (leicht verändert).

Welches gefällt euch besser?

Guten Appetit!
Eure Julia

 

Gefüllte Champignons nach Elena

Champignons
Frischkäse
Buscetta-Würzmischung (o.ä.)
Serranoschinken
½ Zitrone
Salz, Pfeffer
nach Belieben: Knoblauch, frische Kräuter

Zuerst müssen die Pilze geputzt werden (mit einem feuchtem Tuch abreiben) und danach die Stiele entfernt werden (vorsichtig herausbrechen).

Den Frischkäse in eine kleine Schüssel stürzen und die halbe Zitrone darüber pressen. Nach Belieben 3 oder auch 4 Esslöffel (Buscetta-)Gewürzmischung darüber geben und gut vermischen bis es wieder eine geschmeidige Masse ist. Dann mit Salz und Pfeffer abschmecken. Je nach Geschmack kann man dieser Mischung auch etwas gehackten Knoblauch oder frische (gehackte) Kräuter hinzu geben.

Die fertige Masse nun in die ausgehöhlten Pilze geben, so dass die Masse mit dem Rand des Pilzes abschließt.

Den Serranoschinken halbieren und als kleine Rolle oben drauf drapieren.

Die Pilze auf ein Backblech stellen und bei ca. 200 Grad 15-20 Minuten backen bis die Serrano-Streifen kross sind.

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Gefüllte Champignons nach Ottolenghi

4 große, braune Champignons
1 kleine Zwiebel, fein gehackt
1 Stange Sellerie, fein gehackt
3-5 getrocknete Tomaten, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
30-50g Parmesan, fein gerieben
1 kleine Handvoll Basilikumblätter, in dünne Streifen geschnitten
1 TL Olivenöl
Salz, Pfeffer
30g Gorgonzola

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Die Champignons putzen und mit einem kleinen Löffel vorsichtig den Stil und einen Großteil des Inneren entfernen, so dass möglichst viel Füllung rein passt, aber die Hülle nicht auseinander bricht.

Alle Zutaten mit den Basilikumblättern vermischen, mit Salz, Pfeffer und etwas Olivenöl abschmecken und in die Champignons füllen.

Auf jeden Champignon ein Stück Gorgonzola legen und bei 180 Grad so lange backen bis der Käse zerlaufen und leicht kross geworden ist (dafür vielleicht am Ende noch mal kurz den Grill anstellen).

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Asia-Gurkensalat

Asiatischer Gurkensalat

Das Rezept für diesen Asia-Gurkensalat hier ist spontan entstanden. Ich war auf der Suche nach einer frischen Gemüse-Beilage für das Schweinefleisch-Curry, das ich euch im vorherigen Beitrag vorgestellt habe.

Ich hatte in Erinnerung, dass es in Ottolenghis „Genussvoll vegetarisch“ ein Rezept für einen Gurkensalat gab, der was Asiatisches an sich hatte. Außerdem hatte ich noch Dill, Schnittlauch und Koriander übrig und so entstand aus der Idee von Ottolenghi und meinen Resten dieser leckere Asia-Gurkensalat.

Guten Appetit!
Eure Julia

Rezept für Asia-Gurkensalat
(für 2 Portionen)

1 Gurke
1 kl. Bund Dill
1 kl. Bund Schnittlauch
1 kl. Bund Koriander
1 kleine Schalotte
1 kleines Stück Ingwer
2-3 EL Reisessig (oder Zitronensaft)
2-3 EL Sesamöl (oder neutrales Öl)
2 TL Sojasoße
1 TL Currypaste (zum Beispiel selbstgemachte: Rezept gibt’s hier)
1 TL brauner Zucker
1 EL leicht geröstete Sesamkörner
(½ TL Schwarzkümmel nach Belieben)
Salz, Pfeffer

Die Gurke waschen und in dünne Scheiben schneiden/hobeln.

Die Kräuter waschen, trockenschütteln und grob hacken. Ihr müsst nicht die ganze Menge Kräuter verwenden, wenn euch das zu kräuterlastig ist, ist Geschmacksache, aber so 3 EL von jedem sollten es schon sein…

Die Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden.

Den Ingwer fein reiben.

Die Gurke mit den Kräutern, den Zwiebelringen und dem geriebenen Ingwer mischen und das Ganze, je nach Geschmack, mit Reisessig, Sesamöl, Sojasoße, etwas Currypaste, braunem Zucker, Salz, Pfeffer und ein paar Körnern Sesam und Schwarzkümmel würzen.

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