Südtiroler Spinat-Knödel

Südtiroler Spinatknödel
Dieses Rezept hier habe ich tatsächlich nicht aus Südtirol mitgebracht. Wir haben es schon vor der Reise (quasi zur Einstimmung) gekocht. In der ZEIT gab es irgendwann eine Südtirol-Beilage, in der dieses Rezept stand. Es hatte meine Aufmerksamkeit erregt, weil es zu dem Rezept eine schöne Geschichte gab (ähnlich wie hier auf Löffelgenuss jedes Rezept seine Geschichte hat) und schöne Fotos aus Südtirol. Die Autorin erzählte von ihrer Großmutter, dem Leben in Südtirol und dass sie bei diesen Spinatknödeln immer an ihre Großmutter denken müsse. Tue ich ab jetzt auch ;-)

Dieses Rezept ist das letzte Rezept meiner Südtirol-Reihe. Ich hoffe, der kleine Einblick in die Südtiroler Küche hat euch gefallen. Oder kennt ihr diese Küche bereits? Gefällt sie euch? Habt ihr vielleicht noch weitere leckere Rezepte? Darüber würde ich mich freuen!

Guten Hunger!
Eure Julia

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Zutaten
(für etwa 6-8 große Knödel)

500g Weißbrot, in kleine Würfel geschnitten
500g frischer Spinat
3 Zwiebeln, klein gewürfelt
3 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
7 Eier
50g Parmesan, grob gerieben
150ml Milch
80g Butter
7 EL Weizenmehl
Muskat
Salz, Pfeffer

Die Brotwürfel mit dem Mehl und dem geriebenen Parmesan vermischen (ca. 2 EL Parmesan Beiseite stellen).

Den Spinat 3 Minuten in kochendes Salzwasser geben, abschrecken und gut auspressen und grob kleinschneiden.

Die Zwiebeln und den Knoblauch in etwa der Hälfte der Butter sanft andünsten, den klein geschnittenen Spinat hinzufügen, kurz mitdünsten, und die Masse dann zum Brot geben.

Die Milch (leicht erwärmt), Eier und die Gewürze nach Belieben untermischen, gut vermengen, und den Teig zugedeckt etwa 30 Minuten ruhen lassen.

Aus der Teigmasse die Knödel formen und für etwa 15 Minuten in kochendes Salzwasser geben.

Kurz vor dem Servieren die restliche Butter in einem kleinen Topf braun werden lassen.

Die Spinatknödel mit der Schaumkelle herausnehmen, gut abtropfen lassen, und vor dem Servieren etwas braune Butter und Parmesan über jeden Knödel geben.

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p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Südtirol-Reihe“, in der ich euch einige Gerichte aus der Südtiroler Küche vorstelle, die ich dort kennengelernt habe.

Südtiroler Speckknödel-Suppe

Südtiroler SpeckknödelsuppeNachdem unsere Wanderung am Vortag ja ins Wasser gefallen war, wagten wir uns am Tag danach früher auf und wollten es noch einmal probieren. Wir passierten also die „Schlutzkrapfen-Alm“ und machen uns an den Aufstieg. Ich muss zugeben, es war schon mächtig anstrengend, aber auch irre toll: das Panorama, die Natur, die Luft, die körperliche Anstrengung… Auf dieser Wanderung passierten wir blühende Wiesen, rauschende Bäche, eine Kuhherde und vereiste Berge bis wir endlich in einer Hütte ankamen, um uns aufzuwärmen und zu verschnaufen. Dort habe ich dann diese Speckknödelsuppe gegessen, die einfach köstlich war. Um uns herum liefen Hasen, Hühner und Ziegen und wir blickten erschöpft, aber zufrieden in das Tal hinab, aus dem wir gekommen waren. Herrlich! 

Der Abstieg war leider nicht ganz so prickelnd: Auch an diesem Tag hatten sie Regen vorhergesagt, allerdings erst ab 15 Uhr – vorauf wir uns natürlich verlassen hatten. Aber als wir gerade mal die Hälfte des Weges hinter uns hatten, fing es an, in Strömen zu regnen. Als wir am Auto ankamen, waren wir nass bis auf die Knochen. Im Nachhinein, wo ich das hier so schreibe, finde ich es amüsant, aber ich war zu dem Zeitpunkt ziemlich genervt, es war nämlich auch ziemlich kalt. Vor allem machte ich mir Sorgen, wie wir unsere Klamotten bis zum nächsten Tag wieder trocken kriegen würden. Aber Herr Löffelgenuss war pragmatisch: Er föhnte unsere Hosen und Jacken trocken und unsere Schuhe trocknete er bei 50 Grad Umluft im Backofen :-)

Guten Hunger!
Eure Julia

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Zutaten
(für 4 Personen)

1L Fleischbrühe (shame on me: Ich habe eine fertige Brühe gekauft…)
150g altes, schnittfestes Weißbrot
1 Zwiebel, fein gewürfelt
100g Speck (am besten Südtiroler Speck), fein gewürfelt
50g Kaminwurz (oder geräucherte Salami), fein gewürfelt
2-3 EL Petersilie, fein gehackt (etwas zum Garnieren Beiseite legen)
1 EL Schnittlauch, fein geschnitten
2 Eier
100ml Milch
40g Mehl
20g Butter
Salz, Pfeffer

Das Weißbrot in kleine Würfel schneiden.

Die Zwiebel in etwas Butter glasig dünsten, über die Brotwürfel geben und den Speck und die Kaminwurz hinzugeben.

Die Eier mit der Milch verrühren und sie mit der Petersilie und dem Schnittlauch zu der Brot-Speck-Kaminwurz-Mischung geben und gut vermengen. So lange Mehl hinzugeben bis eine feste Masse entsteht, aus der man Knödel formen kann. Mit Salz und Pfeffer würzen.
15 Minuten ziehen lassen und dann daraus Knödel formen (mit nassen Händen, dann klebt’s nicht…).

Die Speckknödel etwa 15-20 Minuten (je nach Größe der Knödel) in Salzwasser kochen.

Die Fleischbrühe erhitzen und die Knödel darin servieren. Mit der restlichen Petersilie garnieren.

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p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Südtirol-Reihe“, in der ich euch einige Gerichte aus der Südtiroler Küche vorstelle, die ich dort kennengelernt habe.

Südtiroler Schlutzkrapfen

Südtiroler SchlutzkrapfenUnsere allererste Wanderung in Südtirol ist leider im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen: Wir sind am ersten Tag los, obwohl der Wetterdienst Regen angesagt hatte. Ich in meinen neuen Shorts und voller Motivation den Berg zu erklimmen! ;-) 

Als wir nach etwa 30 Minuten an der ersten Hütte ankamen, zogen schon ein paar dunkle Wolken über den Himmel. Auf der Hütte trafen wir unsere Ferienhaus-Nachbarn, die uns dann überzeugten, erst mal einzukehren und später tatsächlich umzukehren.
Als ich dann also notgedrungen die Speisekarte studierte, stieß ich auf das Wort „Schlutzkrapfen“. Was soll das denn sein, dachte ich? Nie gehört… Unsere Nachbarin erklärte mir dann, dass das eine Art Ravioli seien, die mit Spinat gefüllt sind und mit brauner Butter und Parmesan serviert werden. Und dass sie seeehr lecker seien. Bestellte ich also. Und sie hatte recht: Eine sehr leckere Südtiroler Spezialität! Nach dem köstlichen Essen war es dann auch nicht mehr ganz so schlimm, dass wir wieder zurückgelaufen sind, statt den Berg, der vor uns lag, zu erklimmen. 

Viele Grüße!
Eure Julia

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Zutaten
(für 4 Portionen)

150g Roggenmehl
100g Weizenmehl
1 Ei
60-70ml lauwarmes Wasser
1 EL Öl

300g frischer Blattspinat, fein gehackt
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
ca. 1 EL Butter
100g Ricotta
1 EL Parmesan, fein gerieben
1 EL Schnittlauch, fein geschnitten
Muskatnuss
Salz, Pfeffer

2 EL Parmesan, fein gerieben
1 EL Schnittlauch, fein geschnitten
50g Butter, braun geschmolzen

Für den Teig beide Mehlsorten mischen und etwas salzen.
Das Ei mit dem Öl und dem Wasser verquirlen.
In die Mitte der Mehlmischung eine Mulde graben und dahinein das Ei geben und von innen nach außen zu einem glatten Teig verrühren bzw. kneten.
Den Teig zugedeckt etwa 30 Minuten ruhen lassen.

Für die Füllung die Zwiebeln und den Knoblauch in Butter andünsten. Den Spinat hinzugeben, die Hitze reduzieren und einige Minuten garen lassen bis der Spinat in sich zusammengefallen ist. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Den Ricotta mit dem Parmesan und dem Schnittlauch vermischen, mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss (eine gute Messerspitze) nach Geschmack würzen. Die Masse unter den abgekühlten Spinat geben und gut vermischen.

Den Teig mit einem Nudelholz dünn ausrollen und mit einem runden, glatten Ausstecher (der etwa 7cm Durchmesser haben sollte) Kreise ausstechen.
Die Spinat-Ricotta-Masse mit einem kleinen Löffel in die Mitte geben. Den Rand mit Wasser anfeuchten und den Teigkreis zusammenfalten. Sofort mit den Fingern und/oder mit einer Gabel (sieht schöner aus) die Ränder andrücken.

Die Schlutzkrapfen (bei dem Wort muss ich immer noch schmunzeln…) ins kochende Salzwasser geben und etwa 4 Minuten kochen lassen. Mit einer Schaumkelle rausnehmen und auf einem flachen Teller anrichten.

Etwas geschmolzene, braune Butter über die Schlutzkrapfen geben und mit Parmesan und Schnittlauch garnieren.

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p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Südtirol-Reihe“, in der ich euch einige Gerichte aus der Südtiroler Küche vorstelle, die ich dort kennengelernt habe.

Südtiroler Kasnocken

Südtiroler KasnockenEin bisschen skeptisch war ich der Südtiroler Küche gegenüber ja schon. Deftig, dachte ich, wenig fein, wenig kreativ. ABER, stimmt nicht! Das, was ich an Südtiroler Spezialitäten probiert habe, hat mir nicht nur gut geschmeckt, es war auch durchaus kreativ und hochwertig. 

Und: Nach einer Wanderung, bei der man rund 800 Höhenmeter meistert (jea!), hab selbst ich keine Lust mehr auf einen leichten Salat oder ein feines Pasta-Gericht. Dann muss ich meine Energiespeicher wieder auftanken. Und das geht mit diesen Kasnocken ganz prima. Sie schmecken aber auch nach einem anstrengenden Tag im Büro sehr gut… ;-)

Guten Appetit!
Eure Julia

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Zutaten
(für 4 Portionen)

150g altes Weißbrot, klein gewürfelt
100g Käse (z.B. Bergkäse, Graukäse oder Tilsiter), klein gewürfelt
20g Parmesan, fein gehobelt
1 Zwiebel, fein gewürfelt
ca. 4 EL Schnittlauch, fein geschnitten
2 Eier
ca. 100ml Milch
ca. 50g Butter
1 EL Mehl
Salz, Pfeffer

Die Zwiebel in etwa 20g Butter andünsten.

Die gedünsteten Zwiebeln mit dem gewürfelten Käse zu den Brotwürfeln geben.

Die Eier mit der Milch verrühren. Zusammen mit ca. 2 EL Schnittlauch über das Brot gießen.

Mit Salz und Pfeffer würzen, Mehl hinzu geben und die Masse gut durchkneten. Wenn sie nicht zusammenhält, noch etwas Mehl hinzu geben.

Den Teig 10 Minuten ruhen lassen.

Mit nassen Händen den Teig zu Nocken formen.

In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen, die Nocken in das siedende Wasser geben und etwa 15 Minuten kochen lassen.

In der Zwischenzeit die restliche Butter (ca. 30g) in einem kleinen Topf braun werden lassen.

Die Kasnocken aus dem Topf nehmen, abtropfen lassen und die heiße, braune Butter über die Kasnocken gießen. Mit Parmesan und dem restlichen Schnittlauch bestreuen und heiß servieren.

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p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Südtirol-Reihe“, in der ich euch einige Gerichte aus der Südtiroler Küche vorstelle, die ich dort kennengelernt habe.

Südtiroler Krautsalat

Südtiroler KrautsalatBei unserer ersten größeren Wanderung in Südtirol (auf dem Gitsch, ein 2.500 Meter hoher Berg im Pustertal) hab ich auf der Alm Krautsalat bestellt und war positiv davon überrascht, dass er ganz schlicht angemacht war, mit Öl und Essig, und dass Kümmel drin war. Kümmel im Krautsalat ist für mich neu (meine Mittagskolleginnen haben alle nur müde gelächelt, für sie ist Kümmel im Krautsalat ein Klassiker…).

Das Rezept, das ich Zuhause nachgekocht habe (oder besser gesagt Herr Löffelgenuss), schmeckt auch tatsächlich gut, aber es fehlt definitiv die Bergluft, die schöne Aussieht und die wohltuende Erschöpfung nach dem Anstieg. Aber da es trotzdem lecker war, starte ich mit diesem sehr einfachen Rezept mal meine Südtirol-Reihe. 

Mahlzeit!
Eure Julia

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Zutaten
(für 4-6 Portionen)

1 kleiner Kopf Weißkraut
Weißweinessig
neutrales Pflanzenöl
Kümmel
Salz, Pfeffer

Die äußeren Blätter des Kohls entfernen, den Kohl vierteln und den harten Strunk herausschneiden. Von dem Kohl dann sehr dünne Streifen schneiden. 

Etwas Salz über die Kohl-Streifen geben und gut einmassieren (so wird das Kraut etwas weicher). Nach Geschmack mit Essig, Öl, Kümmel und Pfeffer würzen. Etwas ziehen lassen und vor dem Servieren noch mal nachwürzen.

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p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Südtirol-Reihe“, in der ich euch einige Gerichte aus der Südtiroler Küche vorstelle, die ich dort kennengelernt habe. 

Südtiroler Rezepte-Reihe

SüdtirolHab ich’s euch eigentlich schon erzählt? Wir waren diesen Sommer eine Woche zum Wandern in Südtirol. Ich war noch nie in den Alpen und daher ziemlich gespannt auf das Bergpanorama – und auf die traditionelle Südtiroler Küche.

Schon auf der Fahrt Richtung Süden war ich ganz aus dem Häuschen als ich zum ersten Mal die Berge in der Ferne erblickte. Ganz schön beeindruckend für ein Stadt-Kind, das bisher meist am Meer Urlaub gemacht hat… Leider hatten wir nicht ganz so viel Glück mit dem Wetter: Es war häufig bedeckt und hat ab Nachmittag meistens geregnet. Mit rund 15 Grad war es auch nicht das ideale Sommerwetter, auch wenn’s zum Wandern natürlich ganz angenehm war.

Von der Südtiroler Küche war ich positiv überrascht: Ich dachte sie sei eher deftig, gut-bürgerlich und wenig kreativ. Auf den zahlreichen Hütten, die wir besuchten, lernte ich aber dass die Küche einiges zu bieten hat. Folgende Rezepte (s.u.) habe ich euch mitgebracht, die wir nach dem Urlaub zu Hause nachgekocht haben. Bei einigen Gerichten fehlt vielleicht die Bergluft und das traumhafte Panorama für den perfekten Geschmack, aber dafür habe ich euch auch einige Impressionen von unseren Wanderungen mitgebracht. Also am besten vorher ein paar Runden laufen gehen (je erschöpfter man ist, desto besser schmeckt’s, habe ich festgestellt), das Fenster weit aufreißen (Frischluft!) und beim Essen die Berglandschaft auf den Fotos anschauen ;-)

Südtiroler Krautsalat
Kasnocken
Schlutzkrapfen
Speckknödelsuppe
Spinatknödel

Servus!
Eure Julia

Sesamlachs auf lauwarmen Spaghetti-Zucchini

SesamlachsDieses Rezept hier schlummerte schon ein Weilchen auf meiner „Nachkochliste“. Aber da die so unübersichtlich und unattraktiv war, hatte ich es schlichtweg vergessen. Dabei habe ich von der Autorin bereits ein leckeres Rezept nachgekocht, von dem ich ganz begeistert war (dieses Couscous-Scampi-Päckchen mit Gemüse hier)…

Rezepte, die mir in Kochbüchern, Zeitschriften oder im Internet begegnen, und mir gut gefallen, versehe ich mit einem Lesezeichen und speichere Titel und Quellenangabe in einer Exceltabelle – praktisch, aber nicht schön (vor allem, da ich mich am ehesten durch leckere Fotos inspirieren lasse).

Daher hab ich kürzlich mal in die Facebook-Runde gefragt, wie andere Foodblogger so ihre Nachkochlisten gestalten. Da fiel immer mal wieder das Stichwort „Evernote“.
Die (kostenlose) App hab ich mir dann am Wochenende mal runterladen und bin dann in einen kleinen Rausch verfallen ;-) : Ich habe mir alle (!) meine Kochbücher und Kochzeitschriften geschnappt, die Gerichte, die ich nachkochen möchte, abfotografiert, sie in Evernote gespeichert, verschlagwortet und die Quelle notiert. Es sind knapp 300 Rezepte zusammenkommen. Ich saß geschlagene drei Tage daran. Ehm ja… Ein bisschen verrückt vielleicht… Aber wenn ich mal nicht weiß, was ich kochen will…
Das Tollste daran ist, dass ich jetzt verschieden Kategorien habe, nach denen ich Rezepte suchen kann: zum Beispiel nach der Art des Rezeptes (Suppen, Fleischgerichte, Pastagerichte etc.), nach Länderküchen (zum Beispiel asiatisch oder mediterran) oder nach Jahreszeit.
Was sagt ihr? Ist doch toll oder? Ich bin jedenfalls begeistert ;-)

Eure
(jetzt sehr aufgeräumte) Julia

Zutaten
(für 4 Personen)

400g Spaghetti
4 Lachsfilets
2 Zucchini
Saft von 1-2 Bio-Zitronen (nach Belieben auch etwas Zitronenabrieb)
200g frischer Parmesan, fein gerieben
1 Bund frische Petersilie, grob gehackt
2-5 kleine Knoblauchzehen
ca. 6 EL Sesamsaat (hatte ich nicht, hab ich durch Schwarzkümmel ersetzt)
Butter
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Die Lachsfilets waschen, trocknen und von beiden Seiten mit etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen und von beiden Seiten mit Sesamkörnern bestreuen und diese festdrücken. Beiseite stellen.

Die Zucchini gut waschen, halbieren und in feine Streifen schneiden (z. Bsp. mit einem Sparschäler).

Die Spaghetti nach Anleitung kochen. Kurz vor Ende der Kochzeit die Zucchini-Streifen hinzugeben und einige Minuten mitkochen. Das Wasser abgießen (etwa 1 Tasse vom Nudelwasser auffangen).

Die Zucchini-Nudeln mit dem Parmesan, dem Zitronensaft (ggf. auch etwas Zitronenabrieb), dem frisch gepressten Knoblauch, der Petersilie, dem Olivenöl, dem restlichen Nudelwasser und etwas Salz und Pfeffer würzen. Warm halten.

Die Lachsfilets in einer Butter-Öl-Mischung anbraten, so dass der Fisch außen etwas knusprig-braun, innen aber noch glasig bleibt. Ich habe immer zu viel Angst, dass der Fisch innen noch nicht durch ist und nehme ihn immer zu spät aus der Pfanne, er gart ja noch nach, und so ist er immer ein wenige zu trocken. Ich hoffe, es gelingt euch besser! ;-)

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Vielen Dank an die Foodbloggerin „Saskia rund um die Uhr“ und an die Kochzeitschrift „Sweet Paul“ für die Inspiration!

Pesto Rosso mit gegrillten Paprika und Walnüssen

Pesto RossoHier in Köln-Nippes gibt es ein ganz wunderbares Weinlokal, das Morio. Da ist es im Sommer wie im Winter gleichermaßen schön. Denn sie haben einen sehr netten Wintergarten, in dem man an kalten Winterabend herrlich einen Rotwein genießen kann, und im Sommer stehen auf dem Schillplatz zahlreiche Tische im Freien – dann schmeckt mir dort im Mai die Maibowle am besten.

Sie haben nicht nur eine sehr gute (erschwingliche) Auswahl an leckeren Weinen, sondern auch eine kleine, aber feine Speisekarte mit selbstgemachten Kleinigkeiten. Meine beiden Favoriten sind das Dal und das geröstete Brot mit rotem Pesto. Es ist jedes Mal ein Krampf zu überlegen, für was ich mich entscheiden soll, weil beides so lecker ist. Meist gewinnt das Pesto-Brot. Irgendwann hab ich mal nachgefragt, was da drin ist: Paprika, Tomaten, Walnüsse, Kürbiskernöl berichtete mir der Keller (guten Service haben die übrigens auch!). Ich wollte das Pesto schon soooo lang mal selber machen… bis ich vor kurzem auf dem Foodblog mit dem lustigen Namen „Feed me up… before you go go“ ein Rezept entdeckte, das meinem Morio-Favorit erstaunlich ähnelte. Und siehe da: es schmeckt genauso! Vielen Dank für die Inspiration Sabrina und Steffen! Ein Besuch auf ihrem Blog kann ich guten Gewissens empfehlen. Sie haben nicht nur tolle Rezeptideen, ihre Fotos sind auch richtig spitze – ganz zu schweigen von den schönen Geschichten, die sie rund um die Gerichte erzählen.

Pesto Rosso auf geröstetem Brot mit Tomaten

Sehr lecker schmeckt das Pesto auf in Butter geröstetem Brot, belegt mit ein paar Scheiben Tomaten.

Viele Grüße
Eure Julia 


Zutaten
(für etwa 300ml)

3 rote Paprika
70 g Walnüsse
80 g getrocknete Tomaten
(ohne Öl)
1 große Knoblauchzehe
5-7 Zweige Thymian
(Blätter abgezupft)
30 g geriebener Parmesan
Olivenöl
1 Spritzer Zitronensaft
Salz, Pfeffer

Die Paprika waschen, entkernen, „Hut und Fuß“ wegschneiden und mit der Schnittseite nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im Ofen bei ca. 200 Grad grillen bis die Haut der Paprika schwarz wird und Blasen wirft.

Anschließend stelle ich das Backblech an einen luftigen Ort und lege für ein paar Minuten ein (sauberes) nasses Geschirrtuch über das Backblech. So kann man die Haut von den Paprika anschließend leichter lösen.

In der Zwischenzeit werden die Wallnüsse in einer Pfanne (ohne Öl) leicht angeröstet.

Dann gebt ihr die Paprika, die Walnüsse, die Tomaten, Knoblauch und die Thymianblätter in einen Mixer und püriert die Masse so lange bis ihr einige geschmeidige Creme habt (oder nutzt, wie ich, einen Pürierstab). Unter die Masse rührt ihr dann den geriebenen Parmesan und würzt mit Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer.

Falls ihr nicht gleich in den ersten zwei Tagen das ganze Pesto verputzt, könnt ihr es in sterilen Gläsern (mit einer Schicht Olivenöl bedeckt) im Kühlschrank aufbewahren. Wie lange weiß ich leider nicht, bei uns war es ein paar Tage später aufgebraucht ;-)

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Mini-Mangold-Shiitake-Gratin

MiniMangoldShitakeeGratin_klDas hier ist das (vorerst) letzte Gericht, das ich aus dem Kochbuch „Mini-Cocotte“ ausprobiert habe. Eine schöne Alternative zu den Gratins, die ich so kenne.

Guten Appetit!
Eure Julia


Zutaten
(für 2 Portionen)

1 Bund Mangold (ich habe stattdessen 300g Baby-Blattspinat genommen, auch lecker)
150g Shiitake-Pilze (im Rezept steht 6 Shiitake, finde ich viel zu wenig), in Streifen geschnitten
100g Parmesan (ich habe gemischt mit Gruyère und Tilsiter), fein gerieben
1 kleine Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
Saft einer Zitrone
300-500ml Milch
20g Butter
1-2 EL Mehl
1 Eigelb
1 Lorbeerblatt
3 Zweige Thymian
Muskatnuss
Salz, Pfeffer
Olivenöl

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Den Spinat entstielen und kurz mit kochendem Wasser übergießen, dann sofort mit kaltem Wasser abschrecken, trocknen und Beiseite stellen.

Wenn ihr Mangold nehmt: Den weißen vom grünen Teil trennen, den weißen Teil in Streifen schneiden und den grünen Teil zerpflücken. Den weißen Teil in kochendem Wasser ca. 4 Minuten blanchieren, den grünen Teil kurz vorm Ende hinzufügen, dann mit kaltem Wasser abschrecken. Trocknen und Beiseite stellen. 

Die Milch mit dem Lorbeerblatt, den Thymianzweigen und etwas geriebener Muskatnuss leicht köcheln lassen bis die Milch den Geschmack der Gewürze annimmt.

In einer kleinen Pfanne die Butter zerlassen und darin 1-2 Esslöffel Mehl einrühren. Nach und nach bei mittlerer Hitze die gewürzte Milch (Kräuter vorher entfernen) langsam unter ständigem Rühren hinzugeben bis eine sämige Soße entsteht. Das Eigelb hinzugeben und gut verquirlen. Mit etwa 2 EL geriebenem Käse, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Beiseite stellen.

Die Zwiebel, den Knoblauch und die Pilze in etwas Olivenöl andünsten. Die Mehlschwitze hinzugeben und gut vermengen.

Die Cocottes einfetten.

Beginnend mit einer Schicht Mangold und dann einer Schicht der Pilz-Soße beides abwechselnd auf die Cocottes verteilen. Mit dem Käse bestreuen und bei 200 Grad etwa 20 Minuten backen bis die Oberfläche knusprig-braun wird.

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Rührei mit Lachs und Kräutern

Rührei mit Lachs und KräuternDas Ei und ich. Eine leidvolle Geschichte. Ich mochte bis vor kurzem keine Eier. Schon beim Geruch wurde mir komisch. Außerdem sehen Eier irgendwie merkwürdig aus…. Als Kind habe ich Eier nur weich gekocht, in einer Tasse zerkleinert mit Maggi zugeschüttet gegessen (schlimm nä?). Herr Löffelgenuss aber LIEBT Eier. Ein Ei am Morgen muss es MINDESTENS sein.

Ich wurde nach über 30 Jahren also langsam wieder an das Ei herangeführt. Das geht am besten in einer Form, in der man weder erkennt, dass es sich um Eier handelt, noch in der die Eier nach Eiern schmecken. Zum Beispiel als Rührei. Zum Beispiel mit diesem Rezept hier.

Das Rezept stammt ebenfalls aus dem Kochbuch „Mini-Cocottes“ und hat uns (mir als Eier-Skeptikerin!) wirklich gut geschmeckt. Einziger Kritikpunkt (eher an dem Kochbuch als an dem Rezept): Es ist mal wieder ein Gericht, das ich nicht in der Cocotte selbst zubereite, sondern bei dem die Cocotte einfach nur dafür sorgt, dass das Gericht schön serviert werden kann. Ich bin mir aber sicher, dass es sich in jeder anderen schönen Schüssel auch gut macht.

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag!
Eure Julia

Zutaten
(für 4 Portionen)

4 Scheiben Baguette, getoastet
8 Eier
1 Zwiebel, fein gehackt
4 EL gemischte Kräuter, fein gehackt (ich habe mich für Schnittlauch, Dill und Liebstöckel entschieden)
100g Räucherlachs, in Streifen geschnitten
ca. 3 EL Frischkäse
3 EL Milch
ca. 30g Butter
Salz, Pfeffer

Die Cocottes im Ofen anwärmen und warm halten. 

Die Eier mit der Milch und den Kräutern verquirlen.

Die Butter in einer Pfanne bei niedriger Hitze zerlassen, die Zwiebelwürfel hinzugeben und andünsten bis sie glasig und weich sind (nicht knusprig und braun).

Die Eier sowie den Frischkäse (am besten löffelweise) hinzugeben und die Masse stocken lassen. Hin und wieder umrühren und am Ende mit wenig Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Lachsstreifen hinzu geben und alles zusammen in den Cocottes servieren.

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