Bauernbrot mit Aubergine, Ricotta und Rucola

Bauernbrot mit Aubergine, RIcotta und RucolaEinmal im Jahr machen wir mit guten Freunden einen Städte-Trip. Ende letzten Jahres ging es nach Brüssel. Ich war etwas skeptisch; weniger wegen der Stadt, vielmehr, weil wir das Wochenende vor Weihnachten in die belgische Hauptstadt wollten, und mir kurz vor Weihnachten der Sinn eigentlich viel mehr nach Sofa und Klönen stand. Bekanntlich wird’s dann ja besonders schön. ;-) Und so war’s auch. Wir haben ein paar schöne Vor-weihnachtliche Tage verbracht und es war mit Sicherheit nicht unser letzter Besuch in Brüssel.

Das Rezept für das “Bauernbrot mit Aubergine, Ricotta und Rucola” war sicher nicht das kulinarische Highlight unsers Kurztrips, aber neben Waffeln, Pommes Spezial, Bier-Gulasch und einem tollen Laden mit Kebabs doch so gut, dass ich es zu Hause „nachgebaut“ habe. Es fehlte ein bisschen die nette Gesprächspartnerin ;-) , aber die perfekte Kombi aus geröstetem Bauernbrot, das mit Knoblauch eingerieben wird, cremigem Ricotta, scharfem Rucola und die leichte Süße von Aubergine, getrockneten Tomaten und Pinienkernen machen ein köstliches Abendbrot. Ideal zu genießen mit einem importierten gekühlten belgischen Souvenir (Bier, naturellement – leider nicht mehr mit im Bild…ehm…)! Mit diesem haben wir dann auch auf Dorothee angestoßen, die den 4. Geburtstag ihres Blogs „bushcooks kitchen“ feiert und zum Blogevent „Souvenirs in der Küche“ aufgerufen hat.

Prost Mahlzeit!
Eure Julia

p.s.: Auf Löffelgenuss gibt es noch zwei weitere leckere Rezeptideen für AbendBROT: Mein „Mediterranes Madeira-Sandwich“ und das „Grilled Cheese Sandwich“.

Rezept: Bauernbrot mit Aubergine, Ricotta und Rucola

Brot Aubergine_gebraten Ricotta Rucola 
Pinienkerne Olivenöl Knoblauch1 getrocknete Tomaten 

Zutaten
(für 1 Portion)

Aubergine
Olivenöl
kräftiges Bauernbrot
1 Knoblauchzehe
Pinienkerne
Rucola
getrocknete Tomaten
guten Balsamico
gutes Olivenöl
Ricotta
Salz, Pfeffer

Die Aubergine waschen, abtrocknen und längs in etwa fingerdicke Scheiben schneiden (je nach Dicke ergibt das 4-6 Scheiben). Die Auberginen-Scheiben in einer Pfanne mit etwas Olivenöl goldbraun antraten. Beiseite legen und auskühlen lassen.

In der gleichen Pfanne das Bauernbrot rösten und anschließend mit einer Knoblauchzehe einreiben.

Die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Öl ebenfalls goldbraun werden lassen (Achtung: nicht zu viel Hitze, die Pinienkerne brennen schnell an). Beiseite stellen.

Den Rucola waschen und trocknen.

Die getrockneten Tomaten in Streifen schneiden.

Zu etwa 5 EL Balsamico langsam so viel Olivenöl hinzugeben und dabei kontinuierlich mit einer Gabel so lange aufschlagen bis eine cremige Emulsion entsteht.

Das Bauernbrot mit Ricotta bestreichen. Die Auberginen-Scheibe darauf legen, mit Rucola, den Tomaten-Streifen und einigen Pinienkernen bestreuen. Salzen und pfeffern und ein bisschen von der Oliven-Balsamico-Creme darüber träufeln.

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4. Geburtstags-Blog-Event - Souvenirs in der Küche

Hackfleisch-Käse-Lauch-Suppe

Hackfleisch-Käse-Lauch-Suppe

Ehm, ja, mit dem Foto meiner Hackfleisch-Käse-Lauch-Suppe gewinne ich vermutlichen keinen Preis. Aber an dem Bild sieht man mal ganz gut, wie ich mich fotografisch weiterentwickelt habe, oder? ;-) Das Bild habe ich im Dezember 2012 gemacht. Es war eines der ersten Gerichte, die ich fotografiert habe. Da gab es meinen Blog noch gar nicht und ich habe einfach wild drauflos fotografiert – ohne mir über Foodstyling Gedanken zu machen oder zu wissen, wie ich meine Kamera richtig bediene.

Ich habe mich bisher nicht getraut, das Foto zu veröffentlichen und mir immer vorgenommen, es noch mal neu zu fotografieren. Aber immer, wenn wir diese Suppe essen, habe ich einfach keine Lust, sie vorher zu fotografieren. Das liegt vermutlich daran, dass diese Suppe eine Art Soulfood für mich ist. Sie gibt es immer eher an „grauen Tagen“, wenn ihr wisst, was ich meine. An Tagen, die einfach doof sind.
Wenn der Topf leer ist, geht’s mir auch auf jeden Fall besser, egal wie doof der Tag war. Aber dann ist halt nix mehr da zum Fotografieren. ;-) Daher müsst ihr nun mit diesem wenig schönen Bild leben und euch von mir einfach versichern lassen, dass diese Suppe köstlich schmeckt und es vermag, aus einem doofen Tag einen guten Tag zu machen. :-)

Guten Appetit!
Eure Julia

Rezept für Hackfleisch-Käse-Lauch-Suppe:
(für 4-6 Portionen)

600g Hackfleisch (gemischt)
4 Stangen Lauch
400g Schmelzkäse
500ml Wasser
1 Knoblauchzehe
2-3 EL gekörnte Brühe
1 EL Öl
Salz, Pfeffer

Lauch waschen, die äußeren Blätter entfernen, in Ringe schneiden und in einem großen Topf mit etwas Öl anbraten.

Parallel das Fleisch in einer beschichteten Pfanne anbraten. Eine geschälte Knoblauchzehe mit einer Knoblauchpresse ins Fleisch pressen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und weiter braten bis das Fleisch kross und braun wird.

Das Fleisch sowie den Käse, das Wasser und die Brühe zum Lauch geben und mindestens 30 Minuten köcheln lassen, besser eine knappe Stunde.

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Grünes Ayran

Grünes Ayran

Ich gehe sonntags für gewöhnlich am Rhein joggen. Also wenn es nicht regnet. Und wenn es nicht zu kalt ist. Zu warm sollte es aber auch nicht sein. Und die Chance ist größer, wenn die Sonne scheint. Und wenn ich weiß, dass es später etwas Leckeres zu essen gibt. Und wenn nicht halb Köln am Rhein spazieren gehen will… Wenn das alles erfüllt ist und ich meinen inneren Schweinehund dann auch noch überzeugen kann, gehe ich also joggen. 

Und soll ich euch sagen, was auch noch hilft? Dieser gehaltvolle Power-Drink! Ich habe ihn vorm Joggen zubereitet und mir anschließend ein großes Glas davon gegönnt. Danach hätte ich glatt noch mal laufen gehen können. ;-) Durch den reichhalteigen Joghurt wirkt der Drink fast wie so ein Protein-Shake, das man aus Fitnessstudios so kennt. Nur halt natürlich. Und viel gesünder. Und erst die ganzen grünen Kräuter! Vitamin-Bombe!

Die Kölner Haie haben angeblich sechs Mal hintereinander gewonnen, nachdem ihnen Mario Kotaska dieses herzhafte Ayran serviert hat. Das Rezept stammt aus dem Kochbuch „Street Food“ des Kölner Sternekochs. Falls euch das Rezept gefällt und ihr Lust auf mehr habt, dann schaut zum Welttag des Buches (24. April) noch mal auf meinem Blog vorbei. Dann gibt’s das Buch hier nämlich zu gewinnen.

Ich musste etwas länger suchen, bis ich ein herzhaftes Rezept gefunden habe, das ein Sauermilchprodukt enthält (mit Süß kommt man bei mir ja nicht weit, wie ihr wisst…). Ich wollte nämlich unbedingt mal wieder an einem Blogevent teilnehmen. Und zwar an dem Event “Sauer macht lustig“, bei dem es nicht etwa um Zitronen geht, sondern eben um Sauermilchprodukte. Zorra, vom Foodblog “Kochtopf” hat das Event gemeinsam mit der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft organisiert, um daran zu erinnern, dass Sauermilchprodukte voller Nährstoffe stecken und gut sind für Haut, Darm und Knochen. Oder eben als Powerdrink nach dem Joggen. ;-)

Blog-Event CVI - Sauer macht lustig (Einsendeschluss 15. März 2015)

Jetzt aber erst mal viel Spaß beim …. Joggen? ;-)
Eure Julia

Zutaten
(für 4 große Portionen)

1 Salatgurke (möglichst unbehandelt)
Salz
Pfeffer aus der Mühle
Zucker
1 EL Senf
1 unbehandelte Limette, abgerieben und Saft
2 Knoblauchzehen (habe ich weggelassen)
500g Sahnejoghurt
1 kleiner Bund glatte Petersilie
1 kleiner Bund Dill
10 Blätter Minze
2 Msp. Raz el-Hanout*
Limettenscheiben zum Garnieren

Die Gurke mit heißem Wasser gut abwaschen, die Enden knapp wegschneiden. Die Gurke längs vierteln und in grobe Stücke schneiden.

Die Gurkenstücke salzen, etwas Pfeffer, Zucker, Senf, Limetten-Abrieb und -saft hinzugeben und etwa 30 Minuten ziehen lassen.

Die Kräuter waschen, abtrocknen und von den Stilen zupfen.

Die Gurke zusammen mit dem Joghurt, den geschälten Knoblauchzehen und den Kräutern in einem Mixer bei höchster Stufe pürieren.

Die Gläser mit einer Limettenscheibe garnieren und den Drink kalt servieren. 

* Ich hatte leider kein Raz el-Hanout zur Hand und hab kurzerhand aus meinem Gewürz-Fundus eine eigene Mischung hergestellt: je eine Messerspitze Cumin, Ingwerpulver, gemahlener Koriander, Zitronenpfeffer, Zitronengrassalz.

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Boeuf Bourguignon nach Julia Child

Boeuf Bourguignon

Kennt ihr den Film „Julie & Julia“? Er beruht auf einer wahren Geschichte: Die New Yorkerin Julie hat sich in den Kopf gesetzt, das Kochbuch von Julia Child nachzukochen – Rezept für Rezept – und beginnt, darüber einen Blog zu schreiben. Einen Foodblog. Ich liebe diesen Film! Er war mit ein Grund, warum ich vor rund zwei Jahren meinen eigenen Foodblog gestartet habe.

Einen großen Auftritt hat das Boef Bourguignon in dem Film. Daher musste ich es unbedingt mal nachkochen – oder besser gesagt Herr Löffelgenuss. Er ist bei uns für Schmorgerichte zuständig. Er musste es gleich zwei Mal kochen, beim ersten Mal hat er sich nämlich nicht an das Rezept von Julia Child gehalten. Das geht natürlich nicht. Wenn, dann möchte ich es natürlich im Original essen! ;-)

So hat sich Herr Löffelgenuss kürzlich für mehrere Stunden in die Küche begeben, um sich mit dem Rezept in „Mastering the Art of French Cooking“ auseinanderzusetzen. Das Rezept ist nämlich recht aufwendig. Aber: Es hat sich gelohnt, meinen wir. Das Gericht ist wirklich köstlich!

Voilà et bon appétit!
Julia und Herr Löffelgenuss

Rezept: Boeuf Bourguignon nach Julia Child

Zutaten
(für 6 Portionen)

Für das Fleisch:
1½ kg Rindfleisch, in Stücke geschnitten
170g durchwachsener Speck am Stück mit Schwarte, selbst in Stücke schneiden
1 Karotte, gewürfelt
1 Zwiebel, gewürfelt
700ml trockener Rotwein (z.B. Côtes du Rhône oder Chianti)
400ml Rinderfond (zur Not, aber echt nur zur Not, gekörnte Brühe)
2 Knoblauchzehen
1 EL Tomatenmark
2-3 Zweige frischer Thymian (oder etwas getrockneten, dann Vorsicht, schmeckt intensiv und kann’s verderben)
1-2 Lorbeerblätter
Mehl

Für die geschmorten Zwiebeln:
ca. 20 kleine Zwiebeln (etwa 3 cm Durchmesser)
20g Butter
1 EL Öl
125ml Brühe, Rinderbouillon, Weiß- oder Rotwein
1 kl. Lorbeerblatt
2 EL gehackte, glatte Petersilie
1 TL Thymianblätter
Salz, Pfeffer

Für die Champignons:
300g Champignons je nach Größe ganz, halbiert oder geviertelt
30g Butter
ca. 1 TL Öl
1 Bund kleingehackte Frühlingszwiebeln
nach Belieben eine kleine zerdrückte Knoblauchzehe und etwas feine Semmelbrösel
Das Fleisch zubereiten:
Den Ofen auf 230°C vorheizen.

Die Schwarte vom Speck entfernen, den Speck würfeln und beides ca. 10 Minuten in siedendem Wasser köcheln lassen. Abgießen und trocknen lassen.

Neutrales Öl in einem schweren Schmortopf oder einer Kasserolle erhitzen (nicht zu heiß!) und den Speck (ohne Schwarte, die wird später benötigt…) 2-3 Minuten anbraten, danach mit einer Schaumkelle entfernen und zur Seite legen.

Die Hitze erhöhen (das Fett richtig heiß werden lassen) und das Fleisch portionsweise rundherum ca. 3 Minuten anbraten (alle Stücke sollten dabei immer Bodenkontakt haben). Das angebratene Fleisch zur Seite legen.

Die Hitze etwas reduzieren und die gewürfelte Möhre und Zwiebel in den Topf geben und anbräunen.
Überschüssiges Fett abgießen und das Fleisch und den Speck zurück in den Topf geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Mehl bestäuben und umrühren, damit sich das Mehl um alles legen kann.

Den Topf für 5 Minuten in den Ofen stellen, damit das Mehl angebräunt wird und sich eine leichte Kruste um das Fleisch bildet.

Den Topf aus dem Ofen nehmen, die Temperatur auf 160°C reduzieren.

Derweil Wein und Fond einrühren, so dass das Fleisch leicht, aber komplett bedeckt ist. Tomatenmark, Thymian, Lorbeerblatt zerstoßenen Knoblauch und die Speckwarte in den Topf geben und alles aufkochen, zudecken und für MINDESTENS 3 Stunden, besser 4 Stunden in den Ofen stellen. Nach ca. 20 Minuten mal checken, dass der Sud zwar köchelt, aber nicht wie wild kocht (evtl. Ofentemperatur anpassen).

In Brühe geschmorte Zwiebeln zubereiten:
Butter und Öl in der Pfanne erhitzen.

Die geschälten, ganzen Zwiebeln hineingeben und ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze so gleichmäßig wie möglich bräunen; hierfür die Pfanne regelmäßig vorsichtig schwenken. Brühe, Bouillon oder Wein hinzugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und die Kräuter dazugeben.

Zugedeckt ca. 40-50 Minuten köcheln lassen bis die Zwiebeln zart sind (aber ihre Form beibehalten haben).

In Butter geschmorte Champignons vorbereiten:
Die Champignons säubern und ggf. halbieren bzw. vierteln.

Butter und Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Champignons müssen ganz trocken und das Fett sehr heiß sein, damit die Champignons ihre Flüssigkeit nicht verlieren. Hierfür müssen die Pilze auch immer alle gleichzeitig Kontakt zur Pfanne haben; ggf. müssen die Champignons in mehreren Schüben angebraten werden. Die Pilze ca. 4-5 Minuten unter Rühren schmoren. Fertig.

Evtl. Knoblauch und Semmelbrösel hinzugeben und weitere 2 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren.

Wenn das Fleisch zart ist (also nach MINDESTENS 3, besser 4 Stunden) den Sud durch ein Sieb in einen Extratopf abseihen, die Kasserolle mit einem Stück Haushaltsrolle einmal durchwischen und den Siebinhalt zurück in den Topf geben.

Die Zwiebeln und Champignons hinzugeben.

Die Soße von überschüssigem Fett befreien und nach Gusto mit Pfeffer und Salz abschmecken; ggf. reduzieren, wenn sie zu dünn ist, bzw. mit Fond verlängern, wenn sie zu dick ist. Die Soße wieder über das Fleisch gießen und noch einmal unter gelegentlichem Umrühren 4-5 Minuten aufkochen.

In der Kasserolle servieren.

Dazu passen Kartoffeln oder Bauernbaguette. Eventuell Erbsen oder grüne Bohnen oder ein grüner Salat. Als Wein einen kräftigen, trockenen Rotwein, der auch zum Kochen verwendet wurde.

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Gnocchi mit Spinat, Champignons und Broccoli

Gnocchi mit Gemüse

Dieses Rezept für Gnocchi mit Spinat, Champignons und Broccoli in würziger Tomaten-Sahnesoße ist aus einer ganz einfachen Pizzeria anne Ecke, wie man im Ruhrgebiet so schön sagt. Viele, viele Jahre habe ich als Studentin vom Schreibtisch in meinem WG-Zimmer direkt auf die Küchenfenster der Pizzaria in Essen-Rüttenscheid geblickt. Und natürlich gab es häufiger mal etwas von dort – meistens diese Gnocchi hier. Ich habe Jaaaahre gebraucht, um das Gericht so hinzubekommen. Der Koch, Mustafa, wollte mir das Rezept partout nicht verraten (außer ich wäre mit ihm ausgegangen, wie er behauptete…). 

Andererseits sprach Mustafa kaum Deutsch. Die Chance, dass ich also verstanden hätte, was er in die Soße tut, damit sie so gut schmeckt, wäre also ohnehin gering gewesen…
Aber ich finde, dieses Rezept kommt dem Original-Gericht ziemlich nahe. Das mag auch daran liegen, dass ich beim Warten immer heimlich beobachtet habe, was Mustafa in die Pfanne wirft, und so getan habe, als verfolgte ich das Fußballspiel im Fernsehen. Hüstel…

Jedes Mal, wenn ich diese Gnocchi esse, erinnere ich mich (oft etwas wehmütig) an meine alte Studienheimat… Somit passt das Rezept ganz hervorragend zum “Großen Nudelevent von be reggie“.

Guten Hunger!
Eure Julia

Rezept: Gnocchi mit Spinat, Champignons und Broccoli

Gnocci Broccoli Champignons Spinat 
passierte Tomaten Sahne und Butter Olivenöl Pfeffer, Salz, Majoran, Brühe 

Zutaten
(für 4 Portionen)

600g Gnocchi
250g Blattspinat (für die Tiefkühlvariante)
1 kl. Kopf Broccoli
10 weiße mittelgroße Champignons
500g passierte Tomaten (Dose/Flasche)
100ml Süße Sahne
1 Knoblauchzehe
1 EL Margarine oder Butter
2 EL Olivenöl
1 TL Majoran
1 TL gekörnte Brühe
½ TL Salz
½ TL Pfeffer

Zuerst den geschälten Knoblauch mit der Knoblauchpresse in ein Schälchen mit dem Olivenöl pressen, mit Pfeffer, Salz und Majoran verrühren und beiseite stellen.

Die Gnocchi kurz mit kochendem Wasser überbrühen, Wasser wegschütten und die Gnocchi beiseite stellen.

Aus dem aufgetauten Spinat das überschüssige Wasser herauspressen und den Spinat grob zerteilen.

Den Broccoli waschen und die Stiele wegschneiden, so dass nur noch kleine Rosen-Köpfe übrig bleiben. Dann werden die Broccoli-Röschen kurz gekocht. Dafür einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und die Röschen hinzugeben. Die Hitze reduzieren und etwa 2-3 Minuten köcheln lassen. Der Broccoli sollte am Ende noch bissfest sein.

Die Champignons putzen, halbieren und in dicke Scheiben schneiden.

Die Margarine/Butter in einer großen beschichteten Pfanne stark erhitzen und die Champignons darin kurz abraten. Sie dürfen nicht braun werden, sie sollen nur den Butterbraten-Geschmack annehmen (etwa 2 Minuten). Dann die Broccoli-Röschen und den Spinat hinzugeben und ca. 2 Minuten mitbraten.

Schließlich die Sahne und die Tomatensoße sowie das gewürzte Olivenöl hinzugeben. Kurz aufkochen lassen, die Gnocchi untermischen und alles so lange auf kleiner Flamme köcheln lassen bis die Gnocchi weich sind. Mit Salz, Pfeffer und Gemüsebrühe abschmecken.

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Blog-Event Be Reggie Nudelevent (Einsendeschluss 31. März 2015)

Warmer Wintersalat mit Rucola und Feta

Warmer Wintersalat mit Rucola und Feta

Warmer Wintersalat mit Rucola und Feta. Dieses Rezept von Jamie Oliver steht schon lange auf meiner Nachkoch-Liste. Jetzt hat er’s endlich auch mal auf den Tisch geschafft. Hätte ich ihn bloß schon früher mal ausprobiert! Er schmeckt ganz köstlich, und das Dressing setzt dem Salat ein Krönchen auf. Da sage noch mal einer, dass Salate nicht in den Winter passen…

Lasst es euch schmecken!
Eure Julia

p.s. Ich habe noch ein Rezept für einen zweiten warmen Wintersalat von Jamie Oliver für euch in petto. Mit warmen Balsamico-Zwiebeln. Ebenfalls ganz köstlich…

Rezept “Warmer Wintersalat mit Rucola und Feta”

Rucola Lolorosso Feta Knoblauch1  
Brot Pinienkerne Olivenöl Balsamico 

Zutaten
(für 6 Portionen)

75g Rucola
200g Feta
3 kleine Knoblauchzehnen
3 kleine Köpfe Radicchio *
1 große Handvoll Pinienkerne
Olivenöl
3 Scheiben Bauernbrot
Balsamico
Salz, Pferrer

* Da wir Radicchio nicht so mögen (ist uns etwas zu bitter), haben wir Lolo Rosso genommen. War auch sehr lecker.

Den Rucola waschen, trockenschleudern und ggf. dicke Stile entfernen.

Den Feta-Käse zerbröseln.

Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden.
Vom Radicchio die äußeren Blätter entfernen und den Salatkopf vierteln. In einer Grillpfanne (ohne Öl) von allen Seiten anbraten bis der Radicchio leicht geröstet ist.

Die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Öl goldbraun rösten.

Das Brot in etwas Olivenöl anbraten bis es kross und knusprig ist. Das Brot herausnehmen und in grobe Stücke zupfen.

In die Pfanne noch mal etwas Olivenöl nachgießen und den Knoblauch hinzugeben und bei mittlerer Hitze goldbraun rösten. Mit einem großzügigen Schluck Balsamico ablöschen und reduzieren lassen (wird dann sirup-artig). Salzen und pfeffern.

Den Radicchio mit dem Rucola und dem Brot vermischen. Das Dressing hinzugeben, vermengen und auf flachen Tellern servieren. Die Pinienkerne und die Feta-Krümel über den Salat geben und direkt servieren. Köstlich!

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Hier geht’s zum Original-Rezept von Jamie Olivers “Warm winter salad of warm radiccio with wild rocket & feta.” 

Petersilienwurzel-Nocken mit Bierzwiebeln

Petersilienwurzelnocken mit Bierzwiebeln
Kennt ihr den Foodblog „Schmeckt nach mehr“? Da bloggt Sabine Schlimm über „Essen und Gefühle“. Vergangenes Jahr hat sie ein Blogevent veranstaltet, bei dem sie Rezepte für „Vegetarisches Seelenfutter“ gesammelt hat. Da hab ich mit einem Rezept für Kichererbsen mit Süßkartoffeln teilgenommen und prompt ihr Kochbuch „Seelenfutter vegetarisch“ gewonnen, das eine Reihe genau solcher Rezepte enthält. 

Petersilienwurzel-Nocken mit Bierzwiebeln klang sehr interessant. Mit Petersilienwurzeln wollte ich schon länger mal wieder kochen und von Bierzwiebeln hab ich noch nie gehört und sie weder gesehen, geschweige denn schon mal gegessen. Mussten wir also unbedingt ausprobieren. Würzig, gehaltvoll, gemütlich schmeckt’s. Und ja, schmeckt nach mehr. ;-) 

Guten Appetit!
Eure Julia

Zutaten
(für 3 Portionen)

Für die Nocken:
500g Petersilienwurzeln
½ Bund glatte Petersilie
1 Ei
Salz
ca. 100g Weizenmehl

Für die Bierzwiebeln:
500g Zwiebeln
2 EL Olivenöl
½ – 1 EL Kümmelsamen
500ml dunkles, malziges Bier
1-2 TL gekörnte Brühe
Pfeffer

Die Petersilienwurzel-Nocken zubereiten:
Die Petersilienwurzeln schälen und in daumendicke Scheiben schneiden. In einem Topf etwa zweifingerbreit Wasser zum Kochen bringen und die Petersilienwurzeln darin köcheln bis sie weich sind. 

Sabine empfiehlt in ihrem Rezept, die Petersilienwurzeln zu dämpfen. Aber da ich keinen Dampftopf habe und das Rumprobieren mit einem Sieb nicht geklappt hat, habe ich die Petersilienwurzeln einfach wie Kartoffeln gekocht. Hat auch geklappt. Wichtig ist nur, dass ihr das Wasser im Anschluss gut wegschüttet und die Petersilienwurzeln vielleicht sogar etwas trocknen lasst. Denn sonst braucht ihr zu viel Mehl, damit die Feuchtigkeit wieder aufgesaugt wird und dann schmecken die Nocken leicht mehlig. 

Die weichen Petersilienwurzeln zu einem Brei Stampfen. 

Die Petersilie waschen, gut abtrocknen und die Blätter fein hacken. 

Das Ei verquirlen.

Ei und Petersilie zum Petersilienwurzel-Brei geben, salzen und so lange Mehl untermischen bis ein weicher Teig entsteht. 

Die Bierzwiebeln zubereiten:

Die Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden.

Das Öl in einer großen Pfanne oder Kasserolle erhitzen und die Zwiebeln darin etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze goldbraun anbraten. 

Kümmel, Bier und gekörnte Brühe hinzugeben und verrühren. Mit Pfeffer und ggf. noch mal mit etwas Brühe abschmecken. Beim Kümmel müsst ihr schauen, wie sehr euch der Geschmack gefällt. Ich mag Kümmel, aber hab beim ersten Mal 1 EL genommen, was mir zu stark nach Kümmel geschmeckt hat…

Nun formt ihr aus dem Teig mit zwei Teelöffeln kleine Nocken. Bei mir sahen erst die letzten tatsächlich aus wie Nocken. Übung macht also auch hier den Meister… ;-) 

Die Nocken legt ihr dann auf die Bierzwiebeln, schließt den Deckel und lasst die Nocken etwa 15 Minuten garen. Ich habe sie zwischendurch mal gewendet, damit sie gleichmäßig durchgaren und schön den Bierzwiebel-Geschmack annehmen.

Die Nocken auf den Bierzwiebeln servieren. Dazu passt Feldsalat gut. 

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Meine persönliche Suppen-Hitliste, Teil II

So, weiter geht’s mit meinen 24 Suppenrezepten für alle Suppenkasper.  Im vorherigen Beitrag „Meine persönliche Suppen-Hitliste, Teil I“ habe ich euch ja schon viele meiner liebsten Suppenrezepte vorgestellt. Falls für euch noch nichts dabei war, gibt’s hier ne zweite Chance:

Sardische BrotsuppeSardische Brotsuppe
Brotsuppe kannte ich bisher nur von meinem Opa. Ich war ein bisschen skeptisch, aber die Suppe braucht wirklich nichts außen diesen wenigen Zutaten. Eine hochwertige Fleischbrühe ist entschieden und wirklich kräftiges Brot. Kräuter und Pecorino tun dann ihr übriges. Zum Rezept…
Zurek Żurek // Polnische Sauermehlsuppe
Eine Suppe aus vergorenem Roggenschrot? Das mag sich vielleicht erst mal nicht so lecker anhören. Ich hab die Suppe zum ersten Mal im ostpolnischen Städtchen Lublin probiert und fand sie so lecker, dass ich mich zu Hause daran versucht habe. Mit Erfolg! Zum Rezept…
Cheddar-BlumenkohlsuppeCheddar-Blumenkohlsuppe
Eine super cremige und gehaltvolle Suppe und eine schöne Möglichkeit, dem oft zu Unrecht verachteten Blumenkohl (Star meiner Kindheit!) mal wieder einen Auftritt zu gönnen. Perfekt schmeckt dazu ein knusprig-gebackenes Käse-Sandwich. Zum Rezept…
MaissuppeMaissuppe
Das hier ist wohl eines der schnellsten Suppen-Rezepte in meiner "Suppen-Hitliste": Einfach gewürfelte Zwiebeln andünsten, Dosenmais, Milch, Brühe und Gewürze hinzugeben, 10 Minuten köcheln lassen, fertig. Trotzdem lecker. Zum Rezept…
KürbissuppeKürbissuppe
Ich bin kein großer Kürbisfan. Ich bin ein großer Kürbisfan. Beide Sätze sind richtig. Ich finde Kürbisse total hübsch und mag sie im Herbst als Deko. Beim Essen kann mich nicht richtig entscheiden, ob ich Kürbis mag. Außer bei dieser Suppe. Zum Rezept…
Zwiebelsuppe 2Zwiebelsuppe mit Parmesan-Hackbällchen
Auch wenn meine Rezension der Kochzeitschrift „Lecker“ (aus der dieses Rezept stammt) nicht so gut ausgefallen ist, hat uns diese Zwiebelsuppe gut geschmeckt - vor allem wegen des Toppings: Baguettescheiben mit Käse überbackenen Hackbällchen. Zum Rezept…
MiniZwiebelsuppe2Mini-Zwiebelsuppe
Diese Zwiebelsuppe besticht vor allem durch ihr Aussehen: Ich hab sie in einer kleinen Cocotte zubereitet, mit einem Brot-Deckel versehen und mit Käse überbacken. Hübsch. Ansonsten ist es ein ganz klassisches Rezept für eine Zwiebelsuppe ohne viel Schnickschnack. Zum Rezept…
Südtiroler SpeckknödelsuppeSüdtiroler Speckknödelsuppe
Durchgefroren und ziemlich erschöpft, haben wir diese Suppe nach einer anstrengenden Wanderung in den Alpen zum ersten Mal probiert. Sie wärmt nicht nur ordentlich, die Speckknödel sind auch ziemlich sättigend und gaben uns neue Energie für den Rückweg. Zum Rezept…

Auch wenn wir im Moment noch weit davon entfernt sind, uns vorzustellen, dass eine KALTE Suppe irgendwann mal wieder schmecken sollte: Der nächste Sommer kommt bestimmt und daher möchte ich euch meine Sommer-Suppen nicht vorenthalten: 

GazpachoGazpacho
Mit dieser spanischen Gemüsesuppe verbinde ich immer die Erinnerung an eine Andalusien-Rundreise, die ich mit meiner Schwester vor einigen Jahren mal unternommen habe. Da war die Gazpacho eine schöne Abkühlung im heißen Córdoba. Zum Rezept…
Grüne GazpachoGrüne Gazpacho
Ob das Rezept als „Grüne Gazpacho“ eher in die Kategorie Suppe gehört oder ob man es als Grünen Smoothie eher als Getränk bezeichnet, weiß ich nicht. Ist aber auch egal. Die Suppe (oder der Smoothie) ist auf jeden Fall voll die Vitaminbombe und dazu auch noch lecker. Zum Rezept…
GurkensuppeJoghurt-Gurken-Suppe
Habt ihr schon mal Tzatziki "getrunken"? Leeecker!! So in etwa schmeckt die Suppe. Daher mag ich sie auch so gerne. Einen gewissen Pfiff bekommt sie, wenn man kalten Fisch als Einlage dazu gibt – zum Beispiel Thunfischfilets oder Räucherlachs. Zum Rezept…
Gaspacho mit ErdbeerenGaspacho mit Erdbeeren
Ja, ihr habt richtig gelesen. Erdbeeren haben in dieser Gemüsesuppe ihren großen Auftritt. Ich war anfangs schon ziemlich skeptisch, aber ich muss sagen, dass die Kombination von Gemüse und Erdbeeren gut zusammenpasst. Zum Rezept…

So, liebe Leserinnen und Leser, das waren alle Suppen-Rezepte, die ich bisher veröffentlicht habe. Falls nix dabei war, keine Sorge, ich hab noch einige in Petto (zum Beispiel eine Hackfleisch-Käse-Lauch-Suppe, eine Fenchel-Zitronen-Suppe oder eine mexikanische Tomaten-Mais-Suppe…)

Und, war ein Süppchen für euch dabei? Welches Rezept hat euch am besten gefallen? Falls ihr noch ein ultimatives Suppen-Rezept habt, immer her damit! ;-)

Herzhafte Grüße
Eure Julia

p.s. Ich bin übrigens sehr stolz auf diesen Beitrag. Ich habe HTML-technisch nämlich unheimlich viel gelernt, zum Beispiel, wie man Fotos und Überschriften verlinkt. :-)

Meine persönliche Suppen-Hitliste

Mein Foodblog heißt ja nicht umsonst „Löffelgenuss“. Ich löffele sehr gerne leckere Suppen. Besonders jetzt in der kalten Jahreszeit. Sie wärmen nicht nur von Innen, sie machen auch um die Seele herum so ein wohliges Gefühl, finde ich. Und man muss nicht mit Messer und Gabel rumhantieren, sondern kann es sich mit einer großen Schüssel Suppe und einem Löffel auf dem Sofa gemütlich machen. Löffelgenuss halt ;-)

In den zwei Jahren seit ich hier meine Rezepte veröffentliche, sind schon so einige Suppenrezepte zusammengekommen. Daher habe ich mir überlegt, sie euch mal gesammelt vorzustellen. Hier meine persönliche Suppen-Hitliste:

TomatensuppeTomatensuppe
Diese Tomatensuppe kommt nicht deswegen auf den ersten Platz, weil sie mir am besten schmeckt (obwohl sie das natürlich auch tut), sondern weil sie viele, viele Jahre lang (als Kind) eines meiner Lieblingsgerichte war. Zum Rezept…
ChiliBohnenSuppeChili-Bohnen-Suppe mit Zitrone
Auf dem zweiten Platz landet diese mexikanische Suppe. Sie ist eigentlich nur eine flüssige Form meines liebsten Nacho-Dips. Irgendwann hatte ich dann die Idee, das Dip-Rezept einfach in ein Suppen-Rezept umzuwandeln. Zum Rezept…
SüßkartoffelsuppeSüßkartoffelsuppe mit Limetten-Dressing
Ich sag nur Geschmacksexplosion!! Die passiert durch die Kombination von cremigen Süßkartoffeln, süßer Kokosmilch, frischem Limettensaft und würzigem Koriander. Der Wahnsinn! Müsst ihr unbedingt probieren!
Vietnam Hühnersuppe_2Vietnamesische Hühnersuppe mit Zitronengras
Ein großer Fan der klassischen Hühnersuppe bin ich nicht. Wenn aber mal eine Erkältung nahte, kam sie bisher auf den Tisch. Bis ich dieses Rezept entdeckte. Ihre vietnamesische Schwester schmeckt viel besser, da wird man direkt gesund. Zum Rezept…
DalDal // Indische Linsensuppe
Soulfood at its best. Je nachdem wie viel Wasser man hinzugibt, kann man Dal als Eintopf oder Suppe essen. Die vielen unterschiedlichen Gewürzen harmonieren wirklich gut und sorgen - neben der Temperatur - für ein weiteres Wärme-Gefühl. Zum Rezept…
Zitronen_Kokos_Suppe_3Zitronen-Kokossuppe
„Diese Suppe macht einen gewöhnlichen Tag besonders und lässt Sie an Ferien in Hängematte an weißem Strand mit türkisem Meer denken.“ Klingt kitschig, nicht wahr? Irgendwie nach Werbung... Aber passt zu der Suppe wie Faust auf Auge. Zum Rezept…
PfifferlingsuppePfifferlingsuppe
Spargelsuppe im Winter? Pfifferlingsuppe im Frühjahr? Geht gar nicht! Ich koche gerne saisonal. Ich mag es, wenn man sich auf Zutaten freuen kann, die nicht das ganze Jahr zur Verfügung stehen. Den Herbst läute ich gerne mit dieser Suppe ein. Zum Rezept...
MaronensuppeMaronensuppe
Das gleiche gilt für meine Maronensuppe. Ich käme nie auf die Idee, sie im Frühjahr zu kochen. Maronen gehören einfach in den Herbst. Ich freue mich immer wie in kleines Kind über die erste Kastanie im Jahr, die ich aufsammele. Sie glänzen so hübsch... Zum Rezept...
Gemüsesuppe_2Minestrone
Ein Klassiker im Hause Löffelgenuss in der dunklen Jahreszeit. Gibt es ziemlich häufig. Auch weil sie voll die Vitaminbombe ist. Kann man vegetarisch essen oder – so wie wir – mit kleinen Bällchen aus Wurstbrät. Überzeugt dann auch die Männer... Zum Rezept…
LinsenSpinatSuppeLinsen-Spinat-Suppe
Verschieden Linsen, frischer Spinat, Korianderblätter, Zitronenabrieb, Weißwein, Knoblauchöl. Eine wirklich leckere Kombination von Zutaten. Ein Hauch von Orient weht mit dieser Suppe über euren Kochlöffel. Zum Rezept…
Rote BohnensuppeRote-Bohnen-Suppe
Also wenn ihr mal so richtig durchgefroren sein, empfehle ich euch unbedingt diese Suppe! Sie hat eine schöne Schärfe und wärmt einen gut durch. Zudem zaubert sie ein bisschen von der Sonne Mexikos in eure Küche. Dieser Gedanke wärmt zusätzlich... Zum Rezept...

So, das waren die ersten zwölf Rezepte meiner Suppen-Hitliste. Unglaublich, aber wahr: Im nächsten Beitrag (klick!) warten noch mal zwölf Suppenrezepte auf euch (… wollte euch nicht in einem Beitrag mit sage und schreibe 24 Suppenrezepten erschlagen).

Habt ihr auch eine Lieblingssuppe? Ist sie hier dabei? Oder habt ihr noch ein leckeres Suppenrezept, das ich unbedingt mal ausprobieren sollte?

Eure Julia

Ein französischer Küchenklassiker: Coq au vin

Coq au vin

//Ein ganz besonderer Gastbeitrag von Herrn Löffelgenuss//

Coq au vin – ein Klassiker der französischen Küche ist ja per se erhaben über jedwede Legitimationsnot bezüglich der Aufnahme in einen Koch-Blog. Dass dieses Gericht nun aber seinen Weg in den löffelgenussschen Kanon verbloggenswerter Gerichte findet und ich den neuerlichen Ruf erhielt, hier ein Rezept gastbeizutragen hat aber einen – und damit ruiniere ich mein mit Fußballnudeln und Burgern auf den Weg gebrachtes Image – romantischen Grund. Aber sind wir ehrlich, seit Dr. Oetker mit penetranter Werbegewalt seinen Finger-Food-für-Fäuste-Pizza-Burger in den Markt zu drücken versucht und dafür männliches Essverhalten als nur knapp dem von Primaten überlegen darstellt, ist es Zeit für einen Imagewechsel…

Die Zeitreise führt in eine Zeit als mein Facebook-Status „Single“ lautete und die Inhaberin dieses Blogs bei mir zum Essen eingeladen war. Und da ich in Ermangelung an Virtuosität nicht damit rechnen konnte, mit Chopin-Etüden am Flügel zu beeindrucken (ok, auch in Ermangelung eines entsprechenden Instruments) oder mit romantischer Rilke-Rezitation (wirkt bei mir irgendwie unglaubwürdig, außerdem muss ich dabei an den Loriot-Sketch im Flugzeug denken, in dem Heinz Meier stilsicher einen Rilke-Vers mit dem Reim: „Ich muss die Nase meiner Ollen an jeder Grenze neu verzollen“ kontert. Zum Nachschauen, ca. bei Minute 5 bei Youtube), musste ich alle Hoffnung in meine Koch-Kunst setzen. Die Tatsache, dass ich diese Zeilen hier als Herr Löffelgenuss verfasse, zeigt, dass dieses Gericht offenbar überzeugen konnte. Und haben wir es nicht schon immer gewusst? – Liebe geht eben doch durch den Magen!

Bon Appétit!
Felix

Rezept Coq au vin:

Zutaten

(für 4-6 Portionen)

Butter und Olivenöl zum Anbraten

6-8 Hähnchenkeulen, halbieren (man kann auch Hähnchenbrust ergänzen, falls jemand am Tisch Probleme mit Knochen hat)

100g Bacon (als Streifen oder Würfel)

4-5 Schalotten, geviertelt

300-400g (je nach Pilzaffinität) braune Champignons, je nach Größe halbiert oder geviertelt

2 Knoblauchzehen, hauchfein aufgeschnitten oder durch eine – in der haute cuisine verpönte – Knoblauchpresse drücken

Cognac oder Weinbrand zum flambieren

400ml trockener Rotwein

Brühe zum Aufgießen (ca. 200-300ml)

Frische Kräuter, the usual suspects wie Thymian, Oregano, Majoran, Lorbeer (darf auch getrocknet sein), Rosmarin (kann recht dominant auftreten, wenn dann eher konservativ dosieren) wer’s mag auch Estragon und/oder Basilikum (ich find’s zu diesem Gericht eher unpassend)

Salz, Pfeffer

etw. Mehl, kalte Butter für die Bindung

Zubereitung:

Ein offenes Wort zum Thema Hähnchenkeulen bevor es losgeht: Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass dem Einzelhandel kein wirtschaftlich selbstzerstörerischer Altruismus innewohnt. Daher ist es mir ein Rätsel, wie es möglich ist, Hähnchenkeulen für 2,99 Euro anzubieten und dabei noch etwas zu verdienen. Also tut mir den Gefallen, und nehmt Hähnchenteile, die für einen nachvollziehbaren Preis angeboten werden, was bei Hähnchenkeulen ab ca. 8 Euro der Fall ist. Das Gericht funktioniert sonst einfach nicht und ihr solltet es doch mit Chopin oder Rilke versuchen. Der Zusatzhinweis bei Keulen „ca. 25% Rückenanteil“ ist definitiv kein Qualitätsmerkmal, versucht „reine“ Keulen zu bekommen.
Jetzt aber…

Einen schweren Schmortopf nehmen und Öl mit Butter erhitzen.

Hähnchenteile mit Salz und Pfeffer würzen, rundherum goldbraun anbraten (ca. 5-8 Min, ab und zu wenden) und wieder aus dem Topf nehmen.
Hitze auf Mittel reduzieren und Bacon, Zwiebeln und Pilze unter Rühren anbraten. Knoblauch hinzugeben und weitere 2-3 Minuten dünsten. Die Hähnchenteile zurück in den Topf legen und wieder etwas Hitze annehmen lassen.

Nun den Weinbrand hinzugeben (ca. nen Doppelten) und flambieren. Im Idealfall mit einem entsprechend langem Feuerzeug, sonst mit einem Streichholz. Vorsicht, das gibt eine kapitale Stichflamme, also schnell sein. Für den Effekt kann man natürlich vorher das Licht ausmachen, aber im Ernst, das Flambieren hat nicht nur einen Show- sondern tatsächlich auch einen geschmacklichen Effekt. Wer sich das Flambieren nicht zutraut, lässt den Weinbrand lieber komplett weg. (Haftung übernehmen wir nicht!!!)

Hähnchenteile nun ganz leicht mit Mehl bestäuben (durch ein Sieb), vorsichtig mit Wein aufgießen (evtl. Brühe ergänzen falls zu wenig Flüssigkeit im Topf ist) und aufkochen. Hitze reduzieren, Kräuter zugeben, Deckel drauf, eine Stunde schmoren lassen.

Nach einer Stunde die Kräuter entfernen, evtl. noch etwas den Sud reduzieren und am Ende etwas eiskalte Butter einrühren, um eine stärkere Bindung zu erreichen; aber auch für den Geschmack. Das Gericht im Schmortopf servieren und am Tisch vorlegen oder zur Selbstbedienung aufrufen.

Dazu einfaches französisches Bauernbrot und Feldsalat reichen.

Im Sommer eignet sich auch Weißwein als Grundlage. Dieser sollte dann aber eher kräftiger Natur sein wie z.B. ein Chardonnay oder wenn man es geografisch festmachen will, ist man mit einem Weißwein aus warmen Regionen relativ auf der sicheren Seite.

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