Rührei mit Lachs und Kräutern

Rührei mit Lachs und KräuternDas Ei und ich. Eine leidvolle Geschichte. Ich mochte bis vor kurzem keine Eier. Schon beim Geruch wurde mir komisch. Außerdem sehen Eier irgendwie merkwürdig aus…. Als Kind habe ich Eier nur weich gekocht, in einer Tasse zerkleinert mit Maggi zugeschüttet gegessen (schlimm nä?). Herr Löffelgenuss aber LIEBT Eier. Ein Ei am Morgen muss es MINDESTENS sein.

Ich wurde nach über 30 Jahren also langsam wieder an das Ei herangeführt. Das geht am besten in einer Form, in der man weder erkennt, dass es sich um Eier handelt, noch in der die Eier nach Eiern schmecken. Zum Beispiel als Rührei. Zum Beispiel mit diesem Rezept hier.

Das Rezept stammt ebenfalls aus dem Kochbuch „Mini-Cocottes“ und hat uns (mir als Eier-Skeptikerin!) wirklich gut geschmeckt. Einziger Kritikpunkt (eher an dem Kochbuch als an dem Rezept): Es ist mal wieder ein Gericht, das ich nicht in der Cocotte selbst zubereite, sondern bei dem die Cocotte einfach nur dafür sorgt, dass das Gericht schön serviert werden kann. Ich bin mir aber sicher, dass es sich in jeder anderen schönen Schüssel auch gut macht.

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag!
Eure Julia

Zutaten
(für 4 Portionen)

4 Scheiben Baguette, getoastet
8 Eier
1 Zwiebel, fein gehackt
4 EL gemischte Kräuter, fein gehackt (ich habe mich für Schnittlauch, Dill und Liebstöckel entschieden)
100g Räucherlachs, in Streifen geschnitten
ca. 3 EL Frischkäse
3 EL Milch
ca. 30g Butter
Salz, Pfeffer

Die Cocottes im Ofen anwärmen und warm halten. 

Die Eier mit der Milch und den Kräutern verquirlen.

Die Butter in einer Pfanne bei niedriger Hitze zerlassen, die Zwiebelwürfel hinzugeben und andünsten bis sie glasig und weich sind (nicht knusprig und braun).

Die Eier sowie den Frischkäse (am besten löffelweise) hinzugeben und die Masse stocken lassen. Hin und wieder umrühren und am Ende mit wenig Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Lachsstreifen hinzu geben und alles zusammen in den Cocottes servieren.

Print Friendly

Mini-Spinat-Soufflé

MiniSpinatsoufflee2Ich bin sehr stolz, verkünden zu dürfen, dass mir mein erstes (!) Soufflé sehr gut gelungen ist! Nur leider ist es beim Fotoshooting ganz schnell zusammengefallen, so dass das Soufflé auf dem Bild hier gar nicht mehr so schön aussieht, wie als ich es aus dem Ofen geholt habe. Das ist vermutlich der Unterschied zwischen Profi-Fotografen und mir :-( Ich brauche einfach viel zu lange beim Fotografieren… Aber egal. Das Soufflé war auch lecker, obwohl es in sich zusammengesunken war. Das Rezept kann ich also durchaus empfehlen.

Ach ja, es stammt auch aus dem Kochbuch „Mini-Cocottes“, das ich mir gerade mal genauer angeschaut habe. 

Gutes Gelingen!
Eure Julia

Zutaten
(für 4 Portionen) 

90g Baby-Blattspinat
70g Parmesan (ich habe die Hälfte durch Gruyère ersetzet), fein gerieben
2 Eigelb
3 Eiweiß
ca. 30g Butter
ca. 50g Mehl
ca. 350ml Milch (ich habe viel weniger genommen, nur etwa die Hälfte)
Salz, Pfeffer

Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Die Cocottes mit Butter einfetten.

Spinat waschen, trocknen und möglichst fein hacken, noch besser: in einer Küchenmaschine oder mit einem Mixer fein pürieren.

Die Butter im Topf zerlassen, Mehl hinzugeben und verrühren. Bei hoher Hitze langsam Milch unter ständigem Rühren hinzugießen bis eine dicke Masse entsteht. Etwas abkühlen lassen und das Eigelb hinzugeben, verquirlen und die Spinatmasse und etwa Dreiviertel des geriebenen Käses hinzugeben und gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und abkühlen lassen. 

Das Eiweiß steif schlagen und die Spinatsoße vorsichtig unter das Eiweiß heben. Die Masse sollte noch fluffig bleiben, daher nicht zu viel und zu stark rühren. 

Die Cocottes jeweils zu Dreiviertel füllen und den restlichen Käse zum Überbacken auf die Masse verteilen. 

Die Cocottes auf ein Backblech stellen und etwa 20-30 Minuten backen bis die Oberfläche goldbraun und knusprig wird (das Soufflé fängt nach etwa 10 Minuten an „zu wachsen“). Nach etwa der Hälfte der Zeit die Soufflés mit Alufolie bedecken.

Sofort servieren.  Achtung: Das Soufflé fällt schnell zusammen und sieht dann nicht mehr so schön aus. Also am besten direkt in der Küche als „Stehparty-Snack“ servieren.

Print Friendly

Mini-Zwiebelsuppe

MiniZwiebelsuppe2Diese Zwiebelsuppe ist das erste Rezept, das ich aus dem Kochbuch „Mini-Cocottes“ ausprobiert habe. Ich esse sehr gerne Zwiebelsuppe, vor allem, wenn sie mit einer gerösteten Scheibe Käsebrot überbacken ist. Da mir dafür bisher ein passendes, hübsches Behältnis fehlte, hab ich mich natürlich gefreut, als ich in dem Büchlein ein Zwiebelsuppenrezept entdeckte und habe damit gerne meine Cocottes eingeweiht.

Die Suppe hat uns ganz gut geschmeckt.  Aber da ich im vergangen Herbst erst ein sehr geniales, neues Zwiebelsuppe-Rezept entdeckt habe, hatte es diese doch eher schlichte Variante leider etwas schwer, gegen die Zwiebelsuppe mit Parmesan-Hackbällchen anzukommen. 

Bon appétit!
Eure Julia

Zutaten
(4 Portionen)

3 mittelgroße Zwiebeln
2 kleine Zwiebeln
500ml (hochwertige) Rinderbrühe (Vegetarier nehmen eine Gemüsebrühe)
4 dicke Scheiben knuspriges Brot
80g Gruyère, fein gerieben
3 Zweige (Zitronen)Thymian
1 Lorbeerblatt
2 TL Weißweinessig
60g Butter
Salz, Pfeffer

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. 

Die großen Zwiebeln schälen und würfeln. Die kleinen Zwiebeln schälen und halbieren.

Aus den Brotscheiben einen runden Deckel schneiden, der etwa so groß ist wie die Cocotte. In die Mitte ein Loch schneiden, das so groß wie die kleine, halbierte Zwiebel ist. Die Zwiebel in dieses Loch legen und die Scheibe, mit der Schnittseite der Zwiebel nach unten, in etwas Butter anrösten. Beiseite legen.

Die Zwiebelwürfel bei kleiner Hitze in Butter langsam glasig dünsten bis sie weich sind (die Zwiebeln sollen hier nur glasig werden, nicht braun oder knusprig).

Die Brühe, das Lorbeerblatt, den Thymian sowie den Weißweinessig hinzufügen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Suppe etwa 10 Minuten köcheln lassen. 

Lorbeerblatt und Thymianzweige entfernen und die Suppe in die Cocottes füllen.

Die gerösteten Brotscheiben auf die Cocottes legen, den fein geriebenen Käse darüber streuen und im Backofen etwa 5 Minuten backen bis der Käse knusprig-braun ist. 

Print Friendly

Rezension: “Mini-Cocottes”

69055_Mini Cocotte Kochbuch_1Ich habe mir vor einiger Zeit zwei dieser hübschen Mini-Cocottes gekauft. Wollte ich schon lange haben, hauptsächlich, weil sie so schön aussehen. Dann hatte ich sie also in meiner Küche stehen und wusste nicht so recht, was ich damit anfangen sollte. Das Internet verriet mir, dass es einige Kochbücher speziell für Cocottes gibt. Dass der Hersteller der Cocottes, Le Creuset*, selbst ein Kochbuchbuch herausgibt, finde ich ungewöhnlich, es machte mich aber neugierig. Daher dachte ich mir, dass ich mir das mal anschaue und euch darüber berichte:

Erster Eindruck 

Das Buch ist in dem französischen Verlag  „Les editions culinaires“ erschienen. Das Format (quadratisch) find ich ungewöhnlich und sehr ansprechend. Die Qualität des knapp 100-seitigen Buchs ist leider nicht ganz so brillant: Das Buch ist zwar stabil, aber irgendwie ist es nicht so gut gebunden, bei meiner Ausgabe brechen die Seiten teilweise aus der Bildung. Auch haben einige Fotos auf die gegenüberliegende (weiße) Rezepte-Seite abgefärbt. Aber vielleicht ist meine Ausgabe einfach eine Montagsproduktion…

Layout & Gestaltung

Das Layout finde ich großartig! Das fängt schon bei dem passenden Format an (das Runde muss in das Eckige ;-) ) und geht auf der ersten Seite, dem Inhaltsverzeichnis, weiter: Die Grafiker haben sich getraut, das Inhaltsverzeichnis auf schwarzem Hintergrund zu gestalten (findet man selten, finde ich gut). Eingeteilt ist das Inhaltsverzeichnis in herzhafte und süße Cocotte, in einer schönen Schriftart und -farbe geschrieben. Außerdem hat das Grafik-Team (Anne Chaponnay, Soro Rey und Frantz Rey) DAS Gestaltungsmerkmal schlechthin verwendet, nämlich einen runden Kreis (angelehnt an die Cocotte, nehme ich an), der sich durch das gesamte Kochbuch zieht. 

Nicht so schön finde ich, dass nach dem Inhaltsverzeichnis eine ausführliche Info über die Poterie von Le Creuset folgt, und auf einer weiteren Doppelseite die anderen Produkte der Firma vorgestellt werden. Das ist Werbung. Das gehört nicht in ein Kochbuch, finde ich (außer es ist eine Gratisbeilage zum Produkt). Außerdem durchbrechen diese zwei Doppelseiten den schönen Gestaltungsstil…

Die Gestaltung der Rezepte gefällt mir sehr gut: Rechts ein ganzseitiges Foto und links die Auflistung der Zutaten und die Zubereitungsanleitung. Schön konsequent, das macht das Buch ruhig und man kann sich leicht orientierten und inspirieren lassen.

Die Schriftfarbe des Rezepts orientiert sich immer an der Farbe der Cocotte, die rechts neben dem Rezept abgebildet ist:  grüne Cocotte, ergo grüne Farbe für Grafik und Schrift. Harmonisch. Durchdacht. Mag ich. 

Und: Durch die Rezepte zieht sich, wie gesagt, immer ein kleiner Kreis. Sei es für die Angabe der Portionsgröße, der Zubereitungs- oder Garzeit oder für kleine Tipps. Nett gedacht.

Fotos & Foodstyling

Bei den Fotos erblasse ich (leider) vor Neid. Sie treffen genau meinen Geschmack. 

Die Foodstylistin Lissa Streeter hat die Gerichte ganz fantastisch in Szene gesetzt: Der „Vier-Käse-Makkaroni-Gratin“ wird in einer orangenen Cocotte serviert und steht auf einem Brettchen mit orange-roten Punkten. Das „Würzige Pilaw mit Zucchini“ in einer – zum Zucchinigrün passenden – grünen Cocotte auf einem grünen Untergrund. Und so weiter. 

Ich mag die kleinen Details, wie übereinanderliegende Löffel oder den Thymianzweig auf der Mini-Zwiebel-Suppe – jede Zutat scheint hier ihren Platz zu haben. Ansonsten ist das Foodstyling ohne viel Schnickschnack: Keine herumliegenden Kräuter oder Pfefferkörner, alle Gerichte wirken sehr „sauber“. So ein schönes, gedankenvolles, aber dennoch nicht überladenen Foodstyling habe ich selten gesehen. 

Tja. Was soll ich zu den Fotos sagen? So würde ich auch gerne fotografieren können. Loïc Nicoloso arbeitet sehr schön mit der Schärfentiefe und fotografiert fast alle Gerichte als Nahaufnahme, so dass die Cocotte den größten Teil des Fotos einnimmt. Die Bilder sind alle perfekt belichtet, gestochen scharf und farblich brillant. Neid!!

Rezepte & Texte

Als ich mir beim ersten Durchblättern die Rezepte anschaute, war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Die meisten Gerichte kocht man in einem Topf auf dem Herd, füllt sie in die Cocottes um und stellt sie dann in den Ofen. Damit kommt den Cocottes eher eine Deko-Funktion zu, als dass ich sie als Kochutensil bezeichnen würde. Viele Gedanken, wie man mit einer Cocotte kocht, habe ich mir vorher nicht gemacht, aber ich dachte, da passiert mehr in der Cocotte selbst. So als kleines One-Pot-Gericht… 

Außerdem war meine Erwartung an die Rezepte nicht sonderlich hoch. Immerhin ist es ein Kochbuch, das eine Firma herausgeben hat, vornehmlich um ein Produkt zu bewerben und nicht, um den Lesern bestimmte Gerichte vorzustellen. Gerichte mit dem „Ahhh- Mhmmm-Effekt“ habe ich nicht erwartet.

Von den 25 herzhaften und 15 süßen Rezepten habe ich Folgende nachgekocht:

Mini-Zwiebelsuppe
Mini-Spinat-Soufflé
Rührei mit Kräutern, Lachs und Frischkäse
• Mangold-Shiitake-Gratin

Wie mir die Rezepte gefallen haben, könnt ihr in den nächsten Tagen hier nachlesen, ich stelle sie euch natürlich gerne vor. Vorab nur soviel: Umgehauen haben mich die Rezepte durch Kreativität oder außergewöhnlichem Geschmack wie erwartet nicht. Geschmeckt hat’s aber trotzdem.

Zu den Texten lässt sich nicht viel sagen, gibt nämlich nicht viele abgesehen von der Zubereitungsanleitung. Die liest sich OK, normal halt. Die kleinen Tipps, die in den Kreisen bei den Rezepten stehen, sind ganz nett.

So gar nicht ansprechend finde ich den Werbetext über Le Creuset als Einleitung in das Buch – viel zu werbend. Auch die Infos zu Beständigkeit, Handhabung und Oberfläche möchte ich nicht in einem Kochbuch lesen. Das hab ich ja schon auf den Beipackzetteln zur Cocotte gelesen. 

Ich hätte mich hier über mehr Infos zur Cocotte gefreut. Der Anfang liest sich ja ganz gut. „Eines der ersten Kochgeräte, die in dieser Gießerei produziert wurden, hieß „Cocotte“. Es ist ein gusseisern französischer Topf und sowohl sein Form als auch sein Name waren Grundstein für das umfangreiche Sortiment von heute. Unser Poterie Mini-Cocotte ist ein Tribut an die Le Creuset-Gusseisengeschichte“. Eh ja… und weiter? Was kochen die Franzosen darin klassischerweise – vor allem in den Mini-Cocottes? Ist das typisch französisch oder kochen auch andere Nationen in so kleinen Töpfen? Schmeckt ein Gericht anders, als wenn es in einer großen Cocotte zubereitet wird? Gibt es Zutaten, die besonders geeignet sind? Wer hat sich die Rezepte ausgedacht und warum ist das eine und nicht das andere Rezept in diesem Kochbuch gelandet? Das würde mich interessieren…

Mein Fazit

Die Gestaltung, das Foodstyling und die Fotos gefallen mir ausgesprochen gut, ebenso wie die Gestaltung des Kochbuchs. Punktabzug gibt es für die Qualität der Bindung und den Druck, da habe ich bereits hochwertigere Bücher in der Hand gehabt.

Die Rezeptauswahl ist interessant, auch kreativ, aber ich hätte mir mehr Rezepte gewünscht, die man in der Cocotte selbst zubereitet. Die Rezepte, die wir ausprobiert haben, haben uns gut geschmeckt. 

Also ja, ich kann das Buch empfehlen, zumal es mit knapp 13 Euro vergleichsweise günstig ist. 

Eure Julia

*Ich habe für die Rezension kein Geld erhalten, die Agentur, die Le Creuset betreut hat mir lediglich (auf meine Bitte hin) ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich gebe hier meine persönliche, unbeeinflusste Meinung wieder.

Tomatensuppe

TomatensuppeTomaten sind ja angeblich des Deutschen liebstes Gemüse. Also ich kann das bestätigen. Ich lieeebe Tomaten. Vor allem jetzt, wenn sie vollreif, saftig und richtig geschmackvoll sind. 

Tomatensuppe war schon als Kind eines meiner Lieblingsgerichte (ich erinnere mich, dass ich mir immer Tomatensuppe gewünscht habe, wenn ich vom Pfadfinderlager zurück kam…) und die Zeit für eine selbstgekochte Tomatensuppe ist jetzt genau richtig. Daher habe ich die Tage tonnenweise Tomaten angeschleppt: Ochsenherztomaten, Flaschentomaten, Romanatomaten, grüne Tomaten, schwarze Tomaten, gelbe Tomaten, Cocktailtomaten… – ich wollte dieses herrliche Frucht  gerne in ihrer vollen Schönheit und Vielfalt ablichten (Herr Löffelgenuss hat sich darüber sehr lustig gemacht. Gemein!). Die Fotos sind mir leider nicht so gelungen, wie ich sie mir vorgestellt habe… :-(  

Aber dafür hatten wir gleich so viele Tomaten zur Hand, dass ich Unmengen an Tomatensuppe kochen konnte und nun vier Pakete fertiger Tomatensuppe im Tiefkühler liegen (herrlich!).

Tomatensuppenrezepte gibt es im Netz und Bekanntenkreis unzählige verschiedene. Zum Glück fiel mir in letzter Minute noch ein, dass ich in „Deutschland vegetarisch“ ein Rezept gelesen hatte, das mir gut gefiel (kennt ihr das Kochbuch? Stevan Paul und Katharina Seiser haben es herausgegeben, zwei sehr erfolgreiche Foodblogger. Ein tolles Buch! Mehr Infos gibt es auf dem Blog von Stevan Paul). Hier nun also ein Rezept für eine traditionelle deutsche Tomatensuppe.

Lasst es euch schmecken!
Eure Julia

Zutaten
(für 4 Personen)

800g reife Tomaten
1 Möhre
80g Fenchel
1 Zwiebel
4 EL Sonnenblumenöl (ich habe Olivenöl genommen)
1 EL Zucker
1 EL Tomatenmark
1 Lorbeerblatt
4 getrocknete Tomaten
1 L Gemüsebrühe (ich habe die Brühe weggelassen und daher mehr Tomatensaft genommen)
500ml Tomatensaft
Salz, Pfeffer
Kräuteressig (ich habe Rotweinessig genommen)
150g Schmand (ich habe Frischkäse genommen, den cremigen ;-) )
½ Bund Schnittlauch
je 4 Zweige Petersilie, Kerbel und Dill

Die Tomaten waschen, Strunk entfernen und grob würfeln.
Die Möhre schälen und in Scheiben schneiden.
Fenchel waschen und in Streifen schneiden.
Die geschälte Zwiebel grob würfeln.

Möhre, Fenchel und Zwiebel in etwas Öl glasig dünsten. Tomatenmark, getrocknete Tomaten, Zucker und Lorbeerblatt unterrühren und noch mal ein paar Minuten mitdünsten.

Die Tomaten sowie den Tomatensaft hinzugeben und im offenen Topf bei mittlerer Hitze etwa 50 Minuten köcheln lassen. 

Das Lorbeerblatt herausnehmen und die Suppe mit einem Mixer pürieren – je nach gewünschtem „Flüssigkeitsgrad“ noch etwas Gemüsebrühe oder Tomatensaft hinzu geben (ich mag es lieber etwas dickflüssiger).

Mit etwas Essig, Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen. 

Die Kräuter waschen und grob hacken, Schnittlauch in Röllchen schneiden.

Die Suppe in tiefen Tellern servieren und in die Mitte einen Klecks Frischkäse (oder Schmand) geben und die Kräuter drüberstreuen.

Print Friendly

Rindfleisch in Austernsoße mit Shiitake und grünen Bohnen

Rind in Austernsoße_2

Jetzt habe ich euch die letzten Wochen rezepte-technisch ziemlich im Stich gelassen. Aber ich wollte meine Salatsoßen-Reihe nur ungern unterbrechen… Ich hoffe, sie hat euch gefallen und ich habe den ein oder anderen zu einer neuen Salatsoße inspiriert?

Nach dem ganzen Salat habe ich heute mal wieder ein „richtiges“ Rezept für euch ;-) Und zwar ein seeehr leckeres! Ein Gericht, das ein bisschen aufwändiger ist. Ich habe es von meiner Mutter, die wiederum hat es aus einem ziemlich alten Wok-Kochbuch… Wann und wo ich es zum ersten Mal gekocht habe, weiß ich leider nicht mehr. Also heute keine Geschichte zum Rezept :-( 

Guten Appetit!
Eure Julia

Zutaten
(für 3-4 Portionen)
400g Rumpsteak
ca. 12 getrocknete Shiitake, mind. 3 Std. eingeweicht (frische gehen auch, die sind aber weniger aromatisch)
300g grüne Bohnen
2 Frühlingszwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 daumengroße Stücke frischer Ingwer
4 EL Austernsoße
4 EL trockener Sherry
3 EL Sojasoße
1 EL Zucker
2 EL Speisestärke
1 TL gekörnte Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
Öl zum Anbraten (z. B. Sonnenblumenöl)

Die Pilze mit kochendem Wasser übergießen und möglichst lange einweichen lassen. Ideal sind einige Stunden, damit sie schön weich werden. 

Das Fleisch waschen, gut abtrocknen und in fingerdicke Streifen schneiden. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen und mit Speisestärke einpudern und ein massieren. 30 Minuten kalt stellen.

Austernsoße, Sherry, Sojasoße, Zucker, Brühe und 1 EL Stärke verquirlen und die Pilze hinzugeben. Ca. 30 Minuten marinieren lassen.

Die Bohnen waschen, die Enden kappen und in ca. 1 cm lange Streifen schneiden. 

Die äußere Haut von den Frühlingszwiebeln entfernen, die Wurzel und den oberen, dunkelgrünen Teil wegschneiden und den verbleibenden hellen Teil in dünne Ringe schneiden.

Knoblauch und Ingwer schälen und sehr fein würfeln.

Etwas Öl im Wok stark erhitzen und das Fleisch 1 bis 2 Minuten scharf anbraten, herausnehmen und beiseite stellen. Das Fleisch darf innen noch roh bzw. rot sein und sollte außen eine braune Kruste entwickeln.

Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer in demselben Öl, in dem das Fleisch angebraten wurde, kurz anrösten, die Bohnen unterheben und einige Minuten anbraten lassen. Dann die Pilzmischung hinzugießen und aufkochen. 

Zugedeckt bei mittlerer Hitze etwa 5 bis 6 Minuten köcheln lassen bis die Bohnen weich sind. Das Fleisch dazu geben und noch mal einige Minuten köcheln lassen.

Dazu passt Basmati-Reis.

Print Friendly

Salatsoßen: Notfall-Dressing

Notfall-Salatsoßendressing

Hier kommt nun das letzte Rezept meiner „Salatsoßen-Reihe“. Ich hoffe, es war etwas für euch dabei!? 

Zu guter Letzt möchte ich noch ein Notfall-Dressing mit an die Hand geben, da man diese Zutaten eigentlich immer Zuhause hat.
Es ist letztes Jahr aus der Not heraus entstanden als wir auf Madeira waren. Wir hatten ein tolles Ferienhaus, in dem es wohl Tradition war, die Zutaten, die man am Ende des Urlaubs übrig hatte, in einen kleinen Korb zu räumen und diese dem „Nachmieter“ hinzustellen. An unserem ersten Abend fand ich genau diese Zutaten (siehe unten) in dem Körbchen – alles nicht von der besten Qualität (die Fleischbrühe kam in Brühwürfeln!! grauselig…). Aber irgendwie war das Dressing an dem ersten Abend auf der Terrasse perfekt. Und immer wenn wir es jetzt essen (meist wie an dem Abend mit grünem Salat, Gurke und Zwiebelringen), fühle ich mich in diesen Sommerabend mit Blick auf den Atlantik zurückversetzt.

Es lebe die Salatsoße!
Eure Julia

Zutaten
(für 1 kleinen Kopf Salat)

5 EL Balsamico
6 EL Olivenöl
1 EL Sojasoße
½ TL Fleischbrühe, gekörnt
½ TL Oregano
1 TL Senf
Salz, Pfeffer
Zucker

(Vorweg: Ich mische die Zutaten meiner Salatsoßen immer Freischnauze, weil ich es mal würziger, mal cremiger, mal sauer etc. haben möchte. Daher fällt es mir schwer, euch genau zu sagen, wie viel ihr von welchen Zutaten nehmen sollt. Die Liste oben ist ein Richtwert. Schaut selber, wie ihr es lieber mögt, und mischt die Menge der Zutaten einfach nach eurem Geschmack. Falsch machen könnt ihr nix! ;-) )

Einfach alle Zutaten außer dem Olivenöl gut vermischen und dann solange Olivenöl unterrühren bis eine cremige Soße entsteht. Fertig. :-)

Ich habe dieses Dressing bisher immer nur mit grünem Salat, Gurkenscheiben und Zwiebelringen gegessen. Aber ich bin mir sicher, es schmeckt auch mit anderen Salat- oder Gemüsesorten.

p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Salatsoßen-Reihe“, in der ihr noch weitere Ideen für Salatsoßen findet.

Print Friendly

Salatsoßen: Asia-Dressing

Asia-Salatdressing

Als vorletztes Dressing meiner „Salatsoßen-Reihe“ möchte ich euch eine Eigenkreation vorstellen, auf die ich mächtig stolz bin, weil sie einfach unglaublich köstlich zu allen asiatisch angehauchten Salaten ist. 

Das Dressing ist irgendwann mal aus der Not heraus entstanden, als ich Lust auf einen asiatischen Salat hatte. Ich habe einfach alle Soßen aus unserem Kühlschrank, die irgendwie exotisch sind, zusammengemischt. Ich habe die Salatsoße aber auch schon in anderer Form probiert, es schmeckt auch, wenn nicht alle Zutaten dabei sind – also nur Mut zum Ausprobieren! Ausschlaggebend sind Sojasoße, Teriyaki-Soße, Sesamöl und Currypaste, meine ich. Der Rest gibt einfach noch den gewissen Kick. Ein Gang zum Asia-Laden lohnt sich: Die Soßen tauchen immer mal wieder in meinen Rezepten auf, so dass sie mit Sicherheit noch mal zum Einsatz kommen ;-)

Es lebe die Salatsoße!
Eure Julia

Zutaten
(für 1 kleinen Kopf Salat)

1-2 EL Teriyaki-Soße
1 TL Tamarindenpaste
1 TL Currypaste (egal welche Farbe)
2-3 EL Sesamöl (geröstet)
2-3 EL Essig (hell)
1-2 EL Sojasoße
1 TL Austernsoße
½ TL Sambal Oeleck

(Vorweg: Ich mische die Zutaten meiner Salatsoßen immer Freischnauze, weil ich es mal würziger, mal cremiger, mal sauer etc. haben möchte. Daher fällt es mir schwer, euch genau zu sagen, wie viel ihr von welchen Zutaten nehmen sollt. Die Liste oben ist ein Richtwert. Schaut selber, in welchem Verhältnis ihr die Zutaten mischt. Falsch machen könnt ihr nix! ;-) )

Alle Zutaten gut miteinander verrühren. Wenn euch die Soße zu würzig ist: etwas Wasser unterrühren. Ist sie zu laff (unwahrscheinlich…), einfach noch mal nachwürzen.

Bei der Wahl des Salates sind euch keine Grenzen gesetzt, am besten schmeckt es, wenn ihr wild kombiniert: Eine Variante, die ich gerne mag ist Romanasalat mit Rucola und Friséesalat. Ganz hervorragend passen dazu noch gelbe oder grüne Paprika, Möhren, Gurken, Radieschen oder anderer Rettich, Sprossen, gebratene Hähnchenbrust… Für meinen Glasnudelsalat nutze ich dieses Dressing übrigens auch.

p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Salatsoßen-Reihe“, in der ihr noch weitere Ideen für Salatsoßen findet.

Print Friendly

Salatsoßen: Ranch-Dressing

Ranchdressing

Ich liebe Ranch-Dressing seit ich es während meines ersten USA-Besuchs 1994 zum ersten Mal probiert habe. Kannte ich vorher nicht, war eine typisch amerikanische Sache. Zwar kennt der ein oder andere das Dressing heute bestimmt, aber man findet es hier dennoch eher selten. 

Ich habe unzählige Varianten ausprobiert, um es nachzumachen. Es ist mir nie gelungen, es so wie in den USA hinzubekommen. Mittlerweile weiß ich, dass ich dort meist das Dressing aus der Flasche oder Tüte probiert habe. An das mit Geschmacksverstärkern und was weiß ich nicht alles gepimpte Dressing kommt meine Variante nicht an, aber ich finde diese Version hier mit dem Parmesan (quasi vom Caesar-Dressing abgeschaut) sehr lecker.

Es lebe die Salatsoße!
Eure Julia

Zutaten
(für 1 kleinen Kopf Salat)

8 EL Buttermilch
3 EL Saure Sahne
2 EL Mayonnaise
2 TL geriebene Zwiebel
1 kleine Knoblauchzehe
½ EL Olivenöl
½ EL Essig (z.B. Weißweinessig)
ca. 80g frischer Parmesankäse, fein gehobelt
Salz, Pfeffer

(Vorweg: Ich mische die Zutaten meiner Salatsoßen immer Freischnauze, weil ich es mal würziger, mal cremiger, mal sauer etc. haben möchte. Daher fällt es mir schwer, euch genau zu sagen, wie viel ihr von welchen Zutaten nehmen sollt. Die Liste oben ist ein Richtwert. Schaut selber, wie ihr es lieber mögt, ob eher cremig (also mehr Sahne), lieber milder (dann weniger Essig) oder etwas würziger (dann ein bisschen mehr Parmesan). Falsch machen könnt ihr nix! ;-) )

Buttermilch, Saure Sahne und Mayonnaise vermischen, die geschälte Knoblauchzehe durch eine Knoblauchpresse drücken, die geriebene Zwiebel und den möglichst fein gehobelten Parmesankäse unterheben und mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und Essig abschmecken.

Das Dressing passt am besten zu Romana-Salat, finde ich. Perfekt dazu sind in der Pfanne geröstete Brotwürfel und knusprig gebratener Speck – oder der Klassiker zum Caesar’s Salad: gebratene Hähnchenbrust.

p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Salatsoßen-Reihe“, in der ihr noch weitere Ideen für Salatsoßen findet.

Print Friendly

Salatsoßen: Orangen-Dressing

Süßsaures Salatdressing

In Essen gab es mal einen tollen Laden: das Salinas. Da waren wir während meiner Oberstufen- und Studienzeit ziemlich häufig. Vor allem, weil es dort viele leckere spanische Kleinigkeiten gab – sprich: Tapas. Während man darüber heute müde lächelt, weil so viele Läden Tapas servieren, war das Salinas damals (in den 1990ern) wirklich eine Besonderheit. Tapas gab’s meines Wissens sonst in keinem anderen Essener Restaurant. 

Im Salinas gab es aber nicht nur leckere spanische Kleinigkeiten sondern auch einen sehr leckeren Salat mit frischem Thunfisch. Und wenn mein Studentengehalt mal üppiger ausfiel, gönnte ich mir gerne dieses Gericht: Ein rare gebratenes Thunfischsteak auf grünem Salat mit großen Zwiebel- und Paprikaringen – dazu dieses Orangen-Dressing. Köstlich! Ich habe lange herumprobiert bis ich das Dressing ähnlich hinbekommen habe. Hier ist es:

Es lebe die Salatsoße!
Eure Julia

Zutaten
(für 1 kleinen Kopf Salat)

3 EL Saft einer Orange
1 EL Weißweinessig
1 EL Zitronensaft
ca. 5 EL Olivenöl
1 sehr kleine Knoblauchzehe
1 TL Senf
½ TL gekörnte Gemüsebrühe
1 TL Zucker
Salz, Pfeffer

(Vorweg: Ich mische die Zutaten meiner Salatsoßen immer Freischnauze, weil ich es mal würziger, mal cremiger, mal sauer etc. haben möchte. Daher fällt es mir schwer, euch genau zu sagen, wie viel ihr von welchen Zutaten nehmen sollt. Die Liste oben ist ein Richtwert. Schaut selber, wie ihr es lieber mögt, ob eher sauer (also mehr Zitrone/Orange/Essig), lieber milder (dann weniger Brühe und Salz) oder etwas süßer (dann natürlich ein bisschen mehr Zucker). Falsch machen könnt ihr nix! ;-) )

Den Saft von Orange und Zitrone und den Essig mit Senf, Brühe, Zucker, Salz und Pfeffer gut verrühren und dann solange Olivenöl unterrühren bis eine cremige Soße entsteht. Eine Messerspitze Knoblauch (durch eine Knoblauchpresse gedrückt) hinzugeben und, je nach Geschmack, noch mal nachwürzen.

Dieses Dressing schmeckt gut zu Salaten mit Paprika oder als Kontrast zu bitteren Salaten wie Chicorée oder Friséesalat. Ich verwende sie auch zu Feldsalat, wenn ich ihn zum Beispiel mit Ziegenkäse, Nüssen oder Orangenfilets anrichte.

p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Salatsoßen-Reihe“, in der ihr noch weitere Ideen für Salatsoßen findet.

Print Friendly
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...