Gemüse-Couscous

GemüseCouscousIch verstehe nicht, warum ich dieses Gericht nicht öfter koche. Es lässt sich ganz fix zubereiten, schmeckt wirklich gut (ein bisschen ungewöhnlich) und ist dazu auch noch gesund. Aber irgendwie ist es in Vergessenheit geraden…, dabei habe ich es früher sehr häufig gekocht…. Heute also mein Gemüse-Couscous-Revival!

Guten Appetit!
Eure Julia

Zutaten
(für 3-4 Portionen)

125g Couscous
300g Zucchini, in dünne Scheiben geschnitten
300g Champignons (braun), in dünne Scheiben geschnitten
1 Bund Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 EL gelbe Currypaste
2 EL Limettensaft
1 Handvoll Basilikum-, Petersilien-, Korianderblätter
Salz
Olivenöl

Den Couscous nach Packungsanleitung zubereiten. Dafür zuvor die Currypaste in der Gemüsebrühe, die man fürs Couscous nutzt, auflösen.

Frühlingszwiebeln und Knoblauch in etwas Olivenöl andünsten. Zucchini und Champignons hinzu geben und 3-4 Minuten anbraten. Das Gemüse soll knackig bleiben und noch Biss haben.

Den Couscous hinzufügen und das Ganze bei kleiner Hitze etwa 5 Minuten schmoren lassen, dabei gelegentlich umrühren.

Vor dem Servieren die Kräuter untermischen und mit Limettensaft und Salz abschmecken.

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Chili-Bohnen-Suppe mit Zitrone

ChiliBohnenSuppeDiese Suppe hier ist eine Abwandlung meines Chili-Bohnen-Dips, den ich gerne zu Nachos esse. So gerne, dass ich die Reste auch gerne mal einfach so auslöffele. Irgendwann kam ich dann mal auf die Idee, daraus eine Suppe zu machen. Und Violá! Hier ist sie, meine für gut befundene, selbstkreierte Chili-Bohnen-Suppe. Sehr lecker, sehr wärmend und tatsächlich auch sättigend. Selbstverständlich esse ich diese Portion alleine :-)

Guten Appetit!
Eure Julia

Zutaten
(für 1 Portion)

1 Dose Chili-Bohnen
1 kleine Zwiebel, sehr fein gehackt
2 kleine Knoblauchzehen, sehr fein gehackt
Saft von 1-2 Zitronen
ca. 5 EL Olivenöl
Wasser
Salz, Pfeffer

Die Bohnen in einem Mixer zu einem feinen Brei pürieren.

Die Zwiebeln und den Knoblauch im Olivenöl andünsten, die Zwiebeln dürfen ruhig noch etwas Biss haben.

Die Bohnenmasse hinzugeben und – unter ständigem Rühren – aufkochen lassen, Hitze reduzieren und den Zitronensaft hinzugeben. Schön weiter rühren, da die Masse am Boden sonst schnell festbackt.

So viel Wasser hinzufügen bis eine cremige Suppe entsteht. Ich mag Suppen lieber etwas breiiger als wässrig, nehme also eher etwas weniger Wasser. 

Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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Reisnudelsalat mit Gurken und Kräutern

Reisnudelsalat Gurke Kräuter
Wie im vorherigen Beitrag zu den Vietnamesischen Rindfleischröllchen schon geschrieben, habe ich diesen Salat als Beilage serviert und finde, er passt ganz hervorragend zu dem Fleisch.

Da ich noch recht viel übrig hatte, habe ich ihn am nächsten Tag mit ins Büro genommen und als Lunch verzehrt. Ich kann daher berichten, dass er auch alleine sehr gut schmeckt und, wenn man ein paar mehr Reisvermicelli hinzugibt, auch sättigt :-)

Der tolle Geschmack kommt, glaube ich, durch die Kräuter, vor allem durch die Minze und den Koriander. Den letzten Kick bekommt der Salat aber durch die Soße. Die ist eine Eigenkreation :-). Im Rezept heißt es nämlich nur Limettensaft und Fischsoße. Hatte ich probiert, fand ich aber zu fad…

Guten Appetit!
Eure Julia

Zutaten
(für 4 Personen)

½  Salatgurke
100g Reisvermicelli
einige Salatblätter (z.B. Eisberg)
100g Mungo-Bohnensprossen
je eine Handvoll frische Kräuter: Basilikum, Koriander, Minze, Oregano, Kresse (grob hackt)
5 Lauchzwiebeln

Für’s Dressing:
1 Limette, frisch gepresst
1 EL Ingwer, frisch gerieben
1 EL Fischsauce
2 EL Sojasoße
2 EL Erdnussöl
1 TL Tamarinde

Die Reisvermitcelli nach Anleitung zubereiten und auskühlen lassen.

Die Gurke schälen, längs halbieren, von den Samen befreien und in dünne Stifte schneiden.

Die Kräuter und den Salat waschen und grob hacken. 

Die Bohnensprossen gut waschen und trocknen.

Von den Lauchzwiebeln die Wurzel und das dunkle Grün wegschneiden, die äußere Haut säubern oder entfernen und die Lauchzwiebeln in feine Ringe schneiden.

Für’s Dressing alle Zutaten gut verrühren. Eventuell von der ein oder anderen Zutaten, je nach Geschmack, mehr oder weniger benutzen.

Kurz vorm Servieren die Soße unter den Salat geben.

Das Rezept stammt, leicht abgewandelt, aus „Die Küche aus Vietnam & Kambodscha“ von Chillie Basan.

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Vietnamesische Rindfleischröllchen

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Heute gibt es bei mir mal wieder ein vietnamesisches Rezept. Ich mag diese Küche richtig gerne, nur leider gibt es sie bei uns viel zu selten. Eigentlich ist jedes Rezept immer wieder eine Überraschung, und das meist positiv. Die Küche schmeckt würzig, aufregend, frisch, finde ich. Für mich ist es immer ein bisschen wie eine Reise dorthin, wo ich noch nie war. Daher kann ich auch nicht sagen, ob es authentisch schmeckt oder nicht. Ist mir aber auch egal. Hauptsache lecker.

Dieses Rezept hier ist aus dem Kochbuch „Die Küche aus Vietnam & Kambodscha“ von Ghillie Basan aus dem Christian Verlag. Ich habe mittlerweile schon einige Rezepte daraus nachgekocht (zum Beispiel die Vietnam-Nudeln mit dreierlei Kostbarkeiten und die Hühner-Zitronengrassuppe) und sie waren alle ganz furchtbar lecker (klar, sonst wären sie ja auch nicht auf meinem Blog gelandet).

Ich habe die Rindfleischspieße im Schinkenspeckmantel zusammen mit einem Reisnudelsalat mit Gurken und vielen Kräutern serviert (Rezept folgt). Die beiden Gerichte passen perfekt zusammen.

Lasst es euch schmecken!
Eure Julia

Zutaten
(für 4 Personen)

225g Rumpsteak
12 dünne Scheiben Schinkenspeck
1 EL Erdnussöl
2 EL Fischsauce
2 EL Sojasoße
4 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 TL Zucker
frisch gemahlener Pfeffer
Holzspieße (in Wasser einweichen, damit sie nicht verbrennen)

Zunächst die Zutaten für die Marinade vorbereiten. Dafür einfach Erdnussöl, Fischsoße, Sojasoße, Knoblauch, Zucker und den frisch gemahlenen Pfeffer gut vermengen.

Das Fleisch waschen und abtrocknen und in etwa 12 gleichgroße Stücke schneiden.

Ich habe Fleisch und Marinade dann in einen Gefrierbeutel gegeben, gut durchmassiert und etwa 2 Stunden ruhen lassen. 

Das Fleisch aus der Marinade nehmen, mit dem Schinkenspeck umwickeln und auf einen Holzspieß spießen.

Die Fleischspieße in einer beschichteten Pfanne ohne Fett solange von jeder Seite braten bis der Schinkenspeck goldbraun und knusprig ist. Das Fleisch sollte innen noch zwar rosa sein, dann schmeckt’s am besten.

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Südtiroler Spinat-Knödel

Südtiroler Spinatknödel
Dieses Rezept hier habe ich tatsächlich nicht aus Südtirol mitgebracht. Wir haben es schon vor der Reise (quasi zur Einstimmung) gekocht. In der ZEIT gab es irgendwann eine Südtirol-Beilage, in der dieses Rezept stand. Es hatte meine Aufmerksamkeit erregt, weil es zu dem Rezept eine schöne Geschichte gab (ähnlich wie hier auf Löffelgenuss jedes Rezept seine Geschichte hat) und schöne Fotos aus Südtirol. Die Autorin erzählte von ihrer Großmutter, dem Leben in Südtirol und dass sie bei diesen Spinatknödeln immer an ihre Großmutter denken müsse. Tue ich ab jetzt auch ;-)

Dieses Rezept ist das letzte Rezept meiner Südtirol-Reihe. Ich hoffe, der kleine Einblick in die Südtiroler Küche hat euch gefallen. Oder kennt ihr diese Küche bereits? Gefällt sie euch? Habt ihr vielleicht noch weitere leckere Rezepte? Darüber würde ich mich freuen!

Guten Hunger!
Eure Julia

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Zutaten
(für etwa 6-8 große Knödel)

500g Weißbrot, in kleine Würfel geschnitten
500g frischer Spinat
3 Zwiebeln, klein gewürfelt
3 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
7 Eier
50g Parmesan, grob gerieben
150ml Milch
80g Butter
7 EL Weizenmehl
Muskat
Salz, Pfeffer

Die Brotwürfel mit dem Mehl und dem geriebenen Parmesan vermischen (ca. 2 EL Parmesan Beiseite stellen).

Den Spinat 3 Minuten in kochendes Salzwasser geben, abschrecken und gut auspressen und grob kleinschneiden.

Die Zwiebeln und den Knoblauch in etwa der Hälfte der Butter sanft andünsten, den klein geschnittenen Spinat hinzufügen, kurz mitdünsten, und die Masse dann zum Brot geben.

Die Milch (leicht erwärmt), Eier und die Gewürze nach Belieben untermischen, gut vermengen, und den Teig zugedeckt etwa 30 Minuten ruhen lassen.

Aus der Teigmasse die Knödel formen und für etwa 15 Minuten in kochendes Salzwasser geben.

Kurz vor dem Servieren die restliche Butter in einem kleinen Topf braun werden lassen.

Die Spinatknödel mit der Schaumkelle herausnehmen, gut abtropfen lassen, und vor dem Servieren etwas braune Butter und Parmesan über jeden Knödel geben.

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p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Südtirol-Reihe“, in der ich euch einige Gerichte aus der Südtiroler Küche vorstelle, die ich dort kennengelernt habe.

Südtiroler Speckknödel-Suppe

Südtiroler SpeckknödelsuppeNachdem unsere Wanderung am Vortag ja ins Wasser gefallen war, wagten wir uns am Tag danach früher auf und wollten es noch einmal probieren. Wir passierten also die „Schlutzkrapfen-Alm“ und machen uns an den Aufstieg. Ich muss zugeben, es war schon mächtig anstrengend, aber auch irre toll: das Panorama, die Natur, die Luft, die körperliche Anstrengung… Auf dieser Wanderung passierten wir blühende Wiesen, rauschende Bäche, eine Kuhherde und vereiste Berge bis wir endlich in einer Hütte ankamen, um uns aufzuwärmen und zu verschnaufen. Dort habe ich dann diese Speckknödelsuppe gegessen, die einfach köstlich war. Um uns herum liefen Hasen, Hühner und Ziegen und wir blickten erschöpft, aber zufrieden in das Tal hinab, aus dem wir gekommen waren. Herrlich! 

Der Abstieg war leider nicht ganz so prickelnd: Auch an diesem Tag hatten sie Regen vorhergesagt, allerdings erst ab 15 Uhr – vorauf wir uns natürlich verlassen hatten. Aber als wir gerade mal die Hälfte des Weges hinter uns hatten, fing es an, in Strömen zu regnen. Als wir am Auto ankamen, waren wir nass bis auf die Knochen. Im Nachhinein, wo ich das hier so schreibe, finde ich es amüsant, aber ich war zu dem Zeitpunkt ziemlich genervt, es war nämlich auch ziemlich kalt. Vor allem machte ich mir Sorgen, wie wir unsere Klamotten bis zum nächsten Tag wieder trocken kriegen würden. Aber Herr Löffelgenuss war pragmatisch: Er föhnte unsere Hosen und Jacken trocken und unsere Schuhe trocknete er bei 50 Grad Umluft im Backofen :-)

Guten Hunger!
Eure Julia

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Zutaten
(für 4 Personen)

1L Fleischbrühe (shame on me: Ich habe eine fertige Brühe gekauft…)
150g altes, schnittfestes Weißbrot
1 Zwiebel, fein gewürfelt
100g Speck (am besten Südtiroler Speck), fein gewürfelt
50g Kaminwurz (oder geräucherte Salami), fein gewürfelt
2-3 EL Petersilie, fein gehackt (etwas zum Garnieren Beiseite legen)
1 EL Schnittlauch, fein geschnitten
2 Eier
100ml Milch
mind. 40g Mehl (eher mehr, soviel es braucht, dass die Knödel fest werden)
20g Butter
Salz, Pfeffer

Das Weißbrot in kleine Würfel schneiden.

Die Zwiebel in etwas Butter glasig dünsten, über die Brotwürfel geben und den Speck und die Kaminwurz hinzugeben.

Die Eier mit der Milch verrühren und sie mit der Petersilie und dem Schnittlauch zu der Brot-Speck-Kaminwurz-Mischung geben und gut vermengen. So lange Mehl hinzugeben bis eine feste Masse entsteht, aus der man Knödel formen kann. Mit Salz und Pfeffer würzen.
15 Minuten ziehen lassen und dann daraus Knödel formen (mit nassen Händen, dann klebt’s nicht…).

Die Speckknödel etwa 15-20 Minuten (je nach Größe der Knödel) in Salzwasser kochen.

Die Fleischbrühe erhitzen und die Knödel darin servieren. Mit der restlichen Petersilie garnieren.

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p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Südtirol-Reihe“, in der ich euch einige Gerichte aus der Südtiroler Küche vorstelle, die ich dort kennengelernt habe.

Südtiroler Schlutzkrapfen

Südtiroler SchlutzkrapfenUnsere allererste Wanderung in Südtirol ist leider im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen: Wir sind am ersten Tag los, obwohl der Wetterdienst Regen angesagt hatte. Ich in meinen neuen Shorts und voller Motivation den Berg zu erklimmen! ;-) 

Als wir nach etwa 30 Minuten an der ersten Hütte ankamen, zogen schon ein paar dunkle Wolken über den Himmel. Auf der Hütte trafen wir unsere Ferienhaus-Nachbarn, die uns dann überzeugten, erst mal einzukehren und später tatsächlich umzukehren.
Als ich dann also notgedrungen die Speisekarte studierte, stieß ich auf das Wort „Schlutzkrapfen“. Was soll das denn sein, dachte ich? Nie gehört… Unsere Nachbarin erklärte mir dann, dass das eine Art Ravioli seien, die mit Spinat gefüllt sind und mit brauner Butter und Parmesan serviert werden. Und dass sie seeehr lecker seien. Bestellte ich also. Und sie hatte recht: Eine sehr leckere Südtiroler Spezialität! Nach dem köstlichen Essen war es dann auch nicht mehr ganz so schlimm, dass wir wieder zurückgelaufen sind, statt den Berg, der vor uns lag, zu erklimmen. 

Viele Grüße!
Eure Julia

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Zutaten
(für 4 Portionen)

150g Roggenmehl
100g Weizenmehl
1 Ei
60-70ml lauwarmes Wasser
1 EL Öl

300g frischer Blattspinat, fein gehackt
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
ca. 1 EL Butter
100g Ricotta
1 EL Parmesan, fein gerieben
1 EL Schnittlauch, fein geschnitten
Muskatnuss
Salz, Pfeffer

2 EL Parmesan, fein gerieben
1 EL Schnittlauch, fein geschnitten
50g Butter, braun geschmolzen

Für den Teig beide Mehlsorten mischen und etwas salzen.
Das Ei mit dem Öl und dem Wasser verquirlen.
In die Mitte der Mehlmischung eine Mulde graben und dahinein das Ei geben und von innen nach außen zu einem glatten Teig verrühren bzw. kneten.
Den Teig zugedeckt etwa 30 Minuten ruhen lassen.

Für die Füllung die Zwiebeln und den Knoblauch in Butter andünsten. Den Spinat hinzugeben, die Hitze reduzieren und einige Minuten garen lassen bis der Spinat in sich zusammengefallen ist. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Den Ricotta mit dem Parmesan und dem Schnittlauch vermischen, mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss (eine gute Messerspitze) nach Geschmack würzen. Die Masse unter den abgekühlten Spinat geben und gut vermischen.

Den Teig mit einem Nudelholz dünn ausrollen und mit einem runden, glatten Ausstecher (der etwa 7cm Durchmesser haben sollte) Kreise ausstechen.
Die Spinat-Ricotta-Masse mit einem kleinen Löffel in die Mitte geben. Den Rand mit Wasser anfeuchten und den Teigkreis zusammenfalten. Sofort mit den Fingern und/oder mit einer Gabel (sieht schöner aus) die Ränder andrücken.

Die Schlutzkrapfen (bei dem Wort muss ich immer noch schmunzeln…) ins kochende Salzwasser geben und etwa 4 Minuten kochen lassen. Mit einer Schaumkelle rausnehmen und auf einem flachen Teller anrichten.

Etwas geschmolzene, braune Butter über die Schlutzkrapfen geben und mit Parmesan und Schnittlauch garnieren.

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p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Südtirol-Reihe“, in der ich euch einige Gerichte aus der Südtiroler Küche vorstelle, die ich dort kennengelernt habe.

Südtiroler Kasnocken

Südtiroler KasnockenEin bisschen skeptisch war ich der Südtiroler Küche gegenüber ja schon. Deftig, dachte ich, wenig fein, wenig kreativ. ABER, stimmt nicht! Das, was ich an Südtiroler Spezialitäten probiert habe, hat mir nicht nur gut geschmeckt, es war auch durchaus kreativ und hochwertig. 

Und: Nach einer Wanderung, bei der man rund 800 Höhenmeter meistert (jea!), hab selbst ich keine Lust mehr auf einen leichten Salat oder ein feines Pasta-Gericht. Dann muss ich meine Energiespeicher wieder auftanken. Und das geht mit diesen Kasnocken ganz prima. Sie schmecken aber auch nach einem anstrengenden Tag im Büro sehr gut… ;-)

Guten Appetit!
Eure Julia

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Zutaten
(für 4 Portionen)

150g altes Weißbrot, klein gewürfelt
100g Käse (z.B. Bergkäse, Graukäse oder Tilsiter), klein gewürfelt
20g Parmesan, fein gehobelt
1 Zwiebel, fein gewürfelt
ca. 4 EL Schnittlauch, fein geschnitten
2 Eier
ca. 100ml Milch
ca. 50g Butter
1 EL Mehl
Salz, Pfeffer

Die Zwiebel in etwa 20g Butter andünsten.

Die gedünsteten Zwiebeln mit dem gewürfelten Käse zu den Brotwürfeln geben.

Die Eier mit der Milch verrühren. Zusammen mit ca. 2 EL Schnittlauch über das Brot gießen.

Mit Salz und Pfeffer würzen, Mehl hinzu geben und die Masse gut durchkneten. Wenn sie nicht zusammenhält, noch etwas Mehl hinzu geben.

Den Teig 10 Minuten ruhen lassen.

Mit nassen Händen den Teig zu Nocken formen.

In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen, die Nocken in das siedende Wasser geben und etwa 15 Minuten kochen lassen.

In der Zwischenzeit die restliche Butter (ca. 30g) in einem kleinen Topf braun werden lassen.

Die Kasnocken aus dem Topf nehmen, abtropfen lassen und die heiße, braune Butter über die Kasnocken gießen. Mit Parmesan und dem restlichen Schnittlauch bestreuen und heiß servieren.

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p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Südtirol-Reihe“, in der ich euch einige Gerichte aus der Südtiroler Küche vorstelle, die ich dort kennengelernt habe.

Südtiroler Krautsalat

Südtiroler KrautsalatBei unserer ersten größeren Wanderung in Südtirol (auf dem Gitsch, ein 2.500 Meter hoher Berg im Pustertal) hab ich auf der Alm Krautsalat bestellt und war positiv davon überrascht, dass er ganz schlicht angemacht war, mit Öl und Essig, und dass Kümmel drin war. Kümmel im Krautsalat ist für mich neu (meine Mittagskolleginnen haben alle nur müde gelächelt, für sie ist Kümmel im Krautsalat ein Klassiker…).

Das Rezept, das ich Zuhause nachgekocht habe (oder besser gesagt Herr Löffelgenuss), schmeckt auch tatsächlich gut, aber es fehlt definitiv die Bergluft, die schöne Aussieht und die wohltuende Erschöpfung nach dem Anstieg. Aber da es trotzdem lecker war, starte ich mit diesem sehr einfachen Rezept mal meine Südtirol-Reihe. 

Mahlzeit!
Eure Julia

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Zutaten
(für 4-6 Portionen)

1 kleiner Kopf Weißkraut
Weißweinessig
neutrales Pflanzenöl
Kümmel
Salz, Pfeffer

Die äußeren Blätter des Kohls entfernen, den Kohl vierteln und den harten Strunk herausschneiden. Von dem Kohl dann sehr dünne Streifen schneiden. 

Etwas Salz über die Kohl-Streifen geben und gut einmassieren (so wird das Kraut etwas weicher). Nach Geschmack mit Essig, Öl, Kümmel und Pfeffer würzen. Etwas ziehen lassen und vor dem Servieren noch mal nachwürzen.

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p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Südtirol-Reihe“, in der ich euch einige Gerichte aus der Südtiroler Küche vorstelle, die ich dort kennengelernt habe. 

Südtiroler Rezepte-Reihe

SüdtirolHab ich’s euch eigentlich schon erzählt? Wir waren diesen Sommer eine Woche zum Wandern in Südtirol. Ich war noch nie in den Alpen und daher ziemlich gespannt auf das Bergpanorama – und auf die traditionelle Südtiroler Küche.

Schon auf der Fahrt Richtung Süden war ich ganz aus dem Häuschen als ich zum ersten Mal die Berge in der Ferne erblickte. Ganz schön beeindruckend für ein Stadt-Kind, das bisher meist am Meer Urlaub gemacht hat… Leider hatten wir nicht ganz so viel Glück mit dem Wetter: Es war häufig bedeckt und hat ab Nachmittag meistens geregnet. Mit rund 15 Grad war es auch nicht das ideale Sommerwetter, auch wenn’s zum Wandern natürlich ganz angenehm war.

Von der Südtiroler Küche war ich positiv überrascht: Ich dachte sie sei eher deftig, gut-bürgerlich und wenig kreativ. Auf den zahlreichen Hütten, die wir besuchten, lernte ich aber dass die Küche einiges zu bieten hat. Folgende Rezepte (s.u.) habe ich euch mitgebracht, die wir nach dem Urlaub zu Hause nachgekocht haben. Bei einigen Gerichten fehlt vielleicht die Bergluft und das traumhafte Panorama für den perfekten Geschmack, aber dafür habe ich euch auch einige Impressionen von unseren Wanderungen mitgebracht. Also am besten vorher ein paar Runden laufen gehen (je erschöpfter man ist, desto besser schmeckt’s, habe ich festgestellt), das Fenster weit aufreißen (Frischluft!) und beim Essen die Berglandschaft auf den Fotos anschauen ;-)

Südtiroler Krautsalat
Kasnocken
Schlutzkrapfen
Speckknödelsuppe
Spinatknödel

Servus!
Eure Julia

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