Quesadillas – Erinnerungen an San Diego

Quesadillas

Dass ich nach dem Abi ein Jahr in der traumhaften kalifornischen Stadt San Diego leben durfte, wissen die meisten meiner Leser und Leserinnen ja schon. Es finden sich mittlerweile eine ganze Menge Rezepte aus dieser Zeit auf meinem Blog: Caesar Salad (zugegebenermaßen eher eine Erinnerung an Boston…) mit die Breadsticks mit Dip (serviere ich zu dem Caesar Salad und definitiv eine Erinnerung aus San Diego), FajitasNachos mit drei Dips, Enchiladas,  sowie der Zitronen-Garnelen-Spieß – jeweils gespickt mit Geschichten aus meinen Au-Pair-Tagen.

In San Diego gab (und gibt) sehr viele mexikanische Fast-Food-Läden – verständlich, die Grenze nach Tijuana, Mexiko, ist nicht weit. Die Quesadillas waren für mich eine gute Alternative zu Burger & Co. und ich habe sie ziemlich oft zwischendurch gegessen (kein Wunder, dass ich in dem Jahr 10 Kilo zugenommen habe…). Aber auch zu Hause mit den Kindern gab es häufig Quesadillas. Wir hatten immer tiefgefrorene Tortillas in der Gefriertruhe und auch die restlichen Zutaten hatten wir eigentlich immer im Haus.

Ich habe die Quesadillas für mich erst vor kurzem „wiederentdeckt“, vergangenen Sommer auf unserem Roadtrip durch den Südwesten der USA. Da habe ich diese Köstlichkeit häufig zum Frühstück (!) gegessen (durchaus keine Seltenheit, dass man Quesadillas auf der Frühstückskarte findet). Zurück zu Hause habe ich dann gar nicht groß rumprobiert und es kam häufiger die ursprüngliche Variante meiner Gastmutter Monica auf den Tisch. Soooo lecker und so schnell zubereitet!

Kennt ihr Quesadillas? Wenn ja, wie esst ihr sie am liebsten?

Guten Appetit!
Eure Julia

Rezept für Quesadillas
(für 2 Portionen)

2 Tortillas
60g Cheddar-Käse
1 Tomate (in hauchdünne Scheiben geschnitten)
15-20 frische Korianderblätter (ganz lassen)
1 kleine Zwiebel (in sehr feine Ringe geschnitten)
8 Jalapeños (in Scheiben aus dem Glas, geviertelt)
½ Avocado (in dünne Scheiben geschnitten)
Salz, Pfeffer

Eine große beschichtete Pfanne ohne Öl bei mittlerer Hitze erwärmen und die Tortilla hineinlegen. Eine Hälfte der Tortilla mit den Zutaten belegen: zuerst den Käse, darauf den Rest (außer der Avocado und den Korianderblättern), mit wenig Salz und Pfeffer würzen, zuklappen und warten bis der Käse etwas zerläuft.

Dann umdrehen und von der anderen Seite backen. Der Käse soll am Ende zerlaufen sein und die Tortilla außen ganz leicht knusprig. Man muss die Sache gut im Auge behalten, damit die Tortilla nicht zu dunkel wird. Also lieber mit wenig Hitze arbeiten.

Vor dem Servieren die Tortilla vorsichtig aufklappen und die Avocadoscheiben und die Korianderblätter auf die restlichen Zutaten legen.

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Zweierlei gefüllte Champignons

Gefüllte Champignons

Gefüllte Champignons habe ich schon in unzähligen Variationen gegessen. Sie eigenen sich hervorragend als warme Vorspeise oder kalt als Zutat auf einem Buffet. Meine beiden liebsten Rezepte für gefüllte Champignons stelle ich euch heute vor:

Die beste aller Varianten stammt von meiner Schwester Elena. Sie hat ihre gefüllten Champignons jetzt schon ein paar Mal für unseren traditionellen Familien-Oster- bzw. Weihnachtsbrunch gemacht. Ich gebe ihr Rezept hier so weiter wie sie es mir übermittelt hat. Auch sehr lecker, weil ungewöhnlich, ist das Rezept von Ottolenghi aus „Genussvoll vegetarisch“ (leicht verändert).

Welches gefällt euch besser?

Guten Appetit!
Eure Julia

 

Gefüllte Champignons nach Elena

Champignons
Frischkäse
Buscetta-Würzmischung (o.ä.)
Serranoschinken
½ Zitrone
Salz, Pfeffer
nach Belieben: Knoblauch, frische Kräuter

Zuerst müssen die Pilze geputzt werden (mit einem feuchtem Tuch abreiben) und danach die Stiele entfernt werden (vorsichtig herausbrechen).

Den Frischkäse in eine kleine Schüssel stürzen und die halbe Zitrone darüber pressen. Nach Belieben 3 oder auch 4 Esslöffel (Buscetta-)Gewürzmischung darüber geben und gut vermischen bis es wieder eine geschmeidige Masse ist. Dann mit Salz und Pfeffer abschmecken. Je nach Geschmack kann man dieser Mischung auch etwas gehackten Knoblauch oder frische (gehackte) Kräuter hinzu geben.

Die fertige Masse nun in die ausgehöhlten Pilze geben, so dass die Masse mit dem Rand des Pilzes abschließt.

Den Serranoschinken halbieren und als kleine Rolle oben drauf drapieren.

Die Pilze auf ein Backblech stellen und bei ca. 200 Grad 15-20 Minuten backen bis die Serrano-Streifen kross sind.

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Gefüllte Champignons nach Ottolenghi

4 große, braune Champignons
1 kleine Zwiebel, fein gehackt
1 Stange Sellerie, fein gehackt
3-5 getrocknete Tomaten, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
30-50g Parmesan, fein gerieben
1 kleine Handvoll Basilikumblätter, in dünne Streifen geschnitten
1 TL Olivenöl
Salz, Pfeffer
30g Gorgonzola

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Die Champignons putzen und mit einem kleinen Löffel vorsichtig den Stil und einen Großteil des Inneren entfernen, so dass möglichst viel Füllung rein passt, aber die Hülle nicht auseinander bricht.

Alle Zutaten mit den Basilikumblättern vermischen, mit Salz, Pfeffer und etwas Olivenöl abschmecken und in die Champignons füllen.

Auf jeden Champignon ein Stück Gorgonzola legen und bei 180 Grad so lange backen bis der Käse zerlaufen und leicht kross geworden ist (dafür vielleicht am Ende noch mal kurz den Grill anstellen).

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Asia-Gurkensalat

Asiatischer Gurkensalat

Das Rezept für diesen Asia-Gurkensalat hier ist spontan entstanden. Ich war auf der Suche nach einer frischen Gemüse-Beilage für das Schweinefleisch-Curry, das ich euch im vorherigen Beitrag vorgestellt habe.

Ich hatte in Erinnerung, dass es in Ottolenghis „Genussvoll vegetarisch“ ein Rezept für einen Gurkensalat gab, der was Asiatisches an sich hatte. Außerdem hatte ich noch Dill, Schnittlauch und Koriander übrig und so entstand aus der Idee von Ottolenghi und meinen Resten dieser leckere Asia-Gurkensalat.

Guten Appetit!
Eure Julia

Rezept für Asia-Gurkensalat
(für 2 Portionen)

1 Gurke
1 kl. Bund Dill
1 kl. Bund Schnittlauch
1 kl. Bund Koriander
1 kleine Schalotte
1 kleines Stück Ingwer
2-3 EL Reisessig (oder Zitronensaft)
2-3 EL Sesamöl (oder neutrales Öl)
2 TL Sojasoße
1 TL Currypaste (zum Beispiel selbstgemachte: Rezept gibt’s hier)
1 TL brauner Zucker
1 EL leicht geröstete Sesamkörner
(½ TL Schwarzkümmel nach Belieben)
Salz, Pfeffer

Die Gurke waschen und in dünne Scheiben schneiden/hobeln.

Die Kräuter waschen, trockenschütteln und grob hacken. Ihr müsst nicht die ganze Menge Kräuter verwenden, wenn euch das zu kräuterlastig ist, ist Geschmacksache, aber so 3 EL von jedem sollten es schon sein…

Die Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden.

Den Ingwer fein reiben.

Die Gurke mit den Kräutern, den Zwiebelringen und dem geriebenen Ingwer mischen und das Ganze, je nach Geschmack, mit Reisessig, Sesamöl, Sojasoße, etwas Currypaste, braunem Zucker, Salz, Pfeffer und ein paar Körnern Sesam und Schwarzkümmel würzen.

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Curry mit geschmortem Schweinefleisch

Schweinefleischcurry

Die Küchen Thailands und Vietnams mag ich sehr und ich probiere gerne neue Rezepte aus. Die Gerichte überraschen mich mit ihren Geschmacksexplosionen immer wieder aufs Neue.

Das Rezept für dieses Curry mit geschmortem Schweinefleisch hab’ ich in der Kochzeitschrift „Lecker“ (Ausgabe Dezember 2013) entdeckt. Die Idee, Currypaste mal selber zu machen, fand ich gut. Denn, genau wie es beim Rezept steht, sind mir gekaufte Currypasten meist zu scharf. Aber wenn ich zu wenig davon verwende, fehlt mir häufig ein etwas intensiveres Aroma…

Ja, es ist aufwändig, eine Currypaste herzustellen, aber erstens kann man selber entscheiden, welche Aromen man gerne drin hätte, und zweitens kann man direkt eine große Menge herstellen und sie dann für weitere Gerichte nutzen (ich habe die Currypaste portioniert eingefroren).

Die „Lecker“ empfiehlt zu dem Gericht Jasmin-Reis. Klar, passt. Aber ich wollte dazu gerne auch eine Gemüse-Beilage, am liebsten etwas Frisches. Da kam mir die Idee eines asiatischen Gurkensalates, der eigentlich aus Resten entstanden ist, die ich noch im Kühlschrank hatte. Das Rezept dazu gibt’s im nächsten Beitrag.

Viele Grüße
Eure Julia

Rezept für Curry mit geschmortem Schweinefleisch
(für 2 Personen)

400g Schweinenacken

Für die Currypaste:
2 rote Chili
1 daumendickes Stück Ingwer
3 Stängel Zitronengras
1 Zwiebel
4 kleine Knoblauchzehen
1 EL Koriandersamen
ca. 2 cm Zimtstange
3 Gewürznelken
2 Kardamomkapseln
1 Sternanis
2 TL Kreuzkümmelpulver

Für das Curry:
1 EL Ghee oder Butterschmalz
1 EL Tamarindenpaste
2-3 EL Erdnussbutter (grob)
2 TL brauner Zucker
2 EL Fischsoße
1 Handvoll Korianderblätter
ca. 250ml Wasser

Die Currypaste zubereiten:

Die Zimtstange mit den Nelken, den Kardamomkapseln und dem Sternanis in einem Mörser fein zermalen. Die Gewürze dann zusammen mit dem Kreuzkümmelpulver in einer beschichteten Pfanne rösten bis ein leckerer Duft entsteht (die Gewürze sollen nicht verbrennen (!), nur etwas Röstaroma bekommen).

Die Chili waschen, den „Hut“ und die Kerne entfernen und die Chili grob teilen.

Den Ingwer schälen und ebenfalls grob würfeln.

Vom Zitronengras die trockenen Spitzen und den „Fuß“ wegschneiden, das Zitronengras mit einem Messerrücken platt klopfen (so tritt das Aroma schön aus) und dann grob hacken.

Knoblauch und Zwiebel schälen und grob zerteilen.

Alle Zutaten zusammen mit einem Schluck Wasser mit einem Zauberstab zu einer weichen, möglichst feinen Masse mixen.

Das Curry zubereiten:

Das Fleisch waschen, trockentupfen und kleine Stücke schneiden.

In etwas Ghee oder Butterschmalz kurz anbraten. Dann etwa 3-4 EL von der Currypaste hinzugeben und mitbraten lassen bis alles schön braun wird.

Die Tamarindenpaste und die Erdnussbutter sowie ein Glas Wasser, den Zucker und die Fischsoße hinzugeben. Kurz aufkochen lassen und dann ohne Deckel bei kleiner Hitze etwa 1 bis 1,5 Stunden einkochen lassen bis das Fleisch weich und die Soße gut eingekocht ist (immer mal wieder nachschauen und ggf. etwas Wasser hinzugeben).

Die Korianderblätter waschen und grob hacken und vor dem Serviervieren über das Fleisch geben.

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Zanderfilet auf Zitronen-Spinat mit Ingwer-Reis

Wanderfilet auf Zitronen-Spinat

Es gibt unter meinen Löffelgenuss-Leserinnen eine ganz besondere Person: Mir ist schon häufiger zu Ohren gekommen, dass A., eine Freundin meiner Schwester, gerne meine Rezepte nachkocht und sie ihr meist auch richtig gut schmecken. Das freut mich natürlich sehr! Wir hatten schon lange vor, einmal gemeinsam zu kochen, aber irgendwie hat es nie geklappt. Nun war es kürzlich endlich soweit und die beiden kamen zu einer Kochsession nach Köln.

Ich habe mir natürlich lange den Kopf darüber zerbrochen, was wir kochen könnten. Nach ein bisschen Hin- unter Herüberlegen, kam ich auf dieses Rezept hier, das tatsächlich eine Eigenkreation ist. Ich habe die Anregung dazu im großen GU-Kochbuch gefunden und es dann an meinen Geschmack angepasst und mit einem vietnamesischen Reis-Gericht gepaart.

Kam super an und schmeckt wirklich köstlich! Daher widme ich diesen Eintrag einer meiner treuesten Leserinnen, mit der ich dieses Rezept dann tatsächlich auch mal gemeinsam gekocht habe. 🙂

Viele Grüße
Eure Julia

Rezept für Gedämpftes Zanderfilet auf Zitronen-Spinat mit Ingwer-Reis
(für 2 Portionen)

1 Tasse Basmati-Reis
4 Zanderfilets
500g frischer Spinat
2 daumendicke Stücke Ingwer
5 Knoblauchzehen
1 Bio-Zitrone
1 Bund Lauchzwiebeln
1 Bund Koriander
ca. 6 braune Champignons
1 rote Chili
1 TL Korianderpulver
ca. 3 TL gekörnte Brühe
Olivenöl
Salz, Pfeffer
2 Bögen Backpapier

Den Knoblauch und den Ingwer schälen. Ein Stück Ingwer in dünne Scheiben schneiden, das andere Stück sehr fein würfeln. Zwei Knoblauchzehen fein würfeln, die restlichen Zehen in Scheiben schneiden.

Den Zander waschen und trockentupfen.

Den Spinat waschen, trocknen und die harten Stiele entfernen.

Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden.

Die Lauchzwiebeln waschen, die Wurzel wegschneiden und die Lauchzwiebeln grob in Ringe schneiden.

Den Koriander waschen, die Blätter abzupfen und die Blätter grob hacken.

Die Chili waschen, den “Hut“ wegschneiden und die Chili in Ringe schneiden.

Die Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale abreiben. Die Zitrone anschließend auspressen.

Es gibt nun zwei Varianten, wie ihr den Fisch bzw. das Gemüse zubereiten könnt:

Variante 1 (stark im Geschmack):

Eine große Auflaufform mit 2 Bögen Backpapier so auslegen, dass man den Fisch und das Gemüse darin gut einschlagen kann.

Auf das Backpapier jeweils die Hälfte vom Spinat, von den Champignons, den Lauchzwiebeln, den Ingwer- und Knoblauch-Scheiben und den Chili-Ringen legen. Darauf die Zanderfilets betten und mit Salz und Pfeffer würzen und mit ein wenig Olivenöl beträufeln.
Auf den Fischfilets das restliche Gemüse (Spinat, Champignons, Lauchzwiebeln, Ingwer- und Knoblauch-Scheiben und Chili-Ringe) und den Zitronenabrieb verteilen und das Backpapier zusammenschlagen, so dass das Päckchen möglichst luftdicht verpackt ist (ich habe das Ganze einfach mit einem Teller beschwert).

In die Auflaufform gebt ihr nun, an den Seiten des Backpapiers vorbei, den Zitronensaft sowie etwa eine Tasse Wasser. Das Ganze lasst ihr dann im Ofen so lange bei etwa 150 Grad dämpfen bis der Fisch gar ist.

Den Fisch serviert ihr dann auf dem Gemüsebett. Das ist durch die Gewürze stark aromatisiert (Ingwer, Knoblauch und Chili könnt ihr rausfischen oder mitessen). Mir war das Aroma etwas zu intensiv und daher mag ich folgende Variante lieber:

Variante 2 (mild im Geschmack):

Statt der Hälfte vom Spinat legt ihr, wie oben beschrieben, nur ein paar Blätter Spinat auf das Backpapier in der Auflaufform. Die Champignons lasst ihr auch weg. Nur die Lauchzwiebeln (eine Handvoll Beiseite lassen), die Ingwer- und Knoblauchscheiben, die Chili-Ringe und den Zitronenabrieb (etwa ½ TL Beiseite lassen) verteilt ihr auf den Spinatblättern.
Darauf legt die Fischfilets, die ihr mit etwas Salz, Pfeffer und Olivenöl würzt. Dann einfach, wie oben beschrieben, das Backpapier möglichst luftdicht verschließen, den Zitronensaft (etwa 2 EL Beiseite lassen) und eine Tasse Wasser in die Auflaufform geben und das Ganze bei etwa 150 Grad so lange dämpfen lassen bis der Fisch gar ist.

Das Gemüse bereitet ihr nun separat zu:
Dafür erhitzt ihr etwas Olivenöl in einer Pfanne und dünstet darin die Champignons und die Lauchzwiebeln an. Gebt den Spinat sowie den zurückbehaltenen Zitronensaft und Zitronenabrieb hinzu und lasst das Gemüse bei minimaler Hitze zusammenfallen. Mit etwas Salz, Pfeffer und Korianderpulver abschmecken.

Den Reis zubereiten:

Den klein gewürfelten Ingwer und Knoblauch in etwas Öl goldbraun anbraten. Beides soll ein schönes Röstaroma bekommen, aber nicht verbrennen. Den Reis hinzugeben und mit zwei Tassen Gemüsebrühe auffüllen. Einmal aufkochen lassen und dann die Hitze reduzieren und den Reis gar kochen.

Den Fisch auf dem Gemüsebett anrichten und zusammen mit dem Reis servieren.

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