Omas Kartoffelsalat mit Speck & Zwiebeln | Klassisch mit Essig & Öl

Saftig, würzig und genau wie früher: Dieser klassische Kartoffelsalat mit Speck und Zwiebeln wird nach einem traditionellen Rezept meiner Oma Maria zubereitet. Durch das aromatische Dressing aus Essig und Öl sowie einer kräftigen Brühe kommen die Kartoffeln ohne Mayonnaise aus und schmecken wunderbar würzig. Ob als Klassiker zum Grillen, zu Würstchen oder einfach lau warm serviert – Omas Speckkartoffelsalat gelingt in unter 30 Minuten! (Zuletzt aktualisiert im September 2026)
Dieses Rezept für einen Kartoffelsalat mit Speck und Zwiebeln ist von meiner Oma Maria und er heißt Breitenberger Kartoffelsalat seit ich denken kann. Ich war immer der Meinung, dass der Kartoffelsalat aus Breitenberg kommt (ein klitzekleines Dorf im Eichsfeld, in Norddeutschland, wo meine Oma aufgewachsen ist). Na ja, auf jeden Fall dachte ich, ganz Deutschland isst diesen (für mich nicht sehr leckeren) Mayonnaise-Kartoffelsalat mit Erbsen und Mörchen. Aber als ich kürzlich (das ist jetzt locker 10 Jahr her) bei Google mal Kartoffelsalat mit Speck, Zitrone oder Essig eingegeben habe, war ich erstaunt, wie viele Rezepte da rauskommen. Vor allem scheint es eigentlich ein Bayrischer Kartoffelsalat zu sein. Im ganz anderen Teil Deutschlands.
Da musste ich also erst so alt werden, um einzusehen, dass der Breitgenberger Kartoffelsalat gar nicht einzigartig ist und auch gar nicht aus Breitenberg kommt. Na ja, egal, für mich ist und bleibt dieser Kartoffelsalat ein Breitgenberger Kartoffelsalat.
Kartoffelsalat mit Speck und Zwiebeln (ohne Mayonnaise) am besten warm servieren
Damit der Salat richtig schön saftig wird, sollte das Dressing aus heißer Brühe, Essig, Öl und dem knusprigen Speck direkt über die noch warmen, frisch gepellten Kartoffelscheiben gegeben werden. Die Kartoffeln nehmen die Würze der Brühe im warmen Zustand besonders gut auf. So wird daraus der perfekte warme Kartoffelsalat.
Für einen echten bayrischen bzw. süddeutschen Kartoffelsalat (oder Breitenberger Kartoffelsalat 😉 ) braucht es keine schwere Mayonnaise. Das Geheimnis für ein gutes Essig-Öl-Dressing liegt im Verhältnis:
Der richtige Essig: Meine Oma hat Essigessenz verwendet, vermischt mit Wasser. Manchmal auch Zitronensaft. Ich verwende heute am liebsten einen milden Weißweinessig oder Apfelessig, benutze aber auch immer einen Spitzer Zitrone.
Das passende Öl: Ein neutrales Pflanzenöl (z. B. Raps- oder Sonnenblumenöl) lässt den Geschmack von Speck, Zwiebeln und Brühe perfekt zur Geltung kommen. Olivenöl, das ich sonst gerne Nutze, wäre hier zu dominant.
Die Bindung: Durch das Anstampfen von einigen Kartoffelscheiben verbindet sich das Essig-Öl-Dressing mit der Stärke der Kartoffeln zu einer herrlich schlotzigen Sauce
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Übrigens ist dieses Rezept das einzige handschriftliche, das ich von meiner Oma habe. Ich gebe das Rezept hier so einfach wieder, wie es meine Oma aufgeschrieben hat. Ich ärgere mich sehr, dass ich sie nicht gebeten habe, mir alle ihre tollen Rezepte aufzuschreiben. Aber zum Glück ist meine Familie eine gute Quelle mit erstaunlichem Erinnerungsvermögen:
Wenn euch der Sinn nach einem weiteren Klassiker aus Kindheitstagen steht, solltet ihr unbedingt mein Rezept für Schmorgurken mit Hackfleisch nach Omas Art ausprobieren. Das Gericht schmeckt durch saure Sahne und Senf herrlich würzig und ist echtes Seelenfutter für gemütliche Tage. Das Rezept für die Graupensuppe stammt auch von meiner Oma Maria.
Ach, und ich hätte hier noch ein Familienrezept für euch. Ist zwar kein Kartoffelsalat, aber auch aus Kartoffeln 😉 Und zwar diese leckeren Reibekuchen, die mein Vater immer macht. Dazu erzähle ich euch die Geschichte, wie das immer in unserer Küche abläuft 😅
Welcher Wein passt zu Kartoffelsalat?
Meine Wein-Empfehlung
Als zertifizierte Assistant Sommelière werde ich oft gefragt, ob Wein zu so einem herzhaften Klassiker passt. Meine Antwort: Absolut! Zu Omas Kartoffelsalat mit Speck empfehle ich den trockenen 2024 Hans Wirsching Silvaner.* Ein Silvaner genug Struktur, um gegen den würzigen Speck und die feine Säure des Dressings zu bestehen, ohne die feine Erdigkeit der Kartoffeln zu überlagern. Es ist die perfekte, elegante Alternative zum klassischen Bier.
* Affiliate-Link: Wenn ihr über diesen Link etwas kauft, erhalte ich eine Provision. Für euch entstehen keine Mehrkosten.
Noch mehr Rezepte für Kartoffelsalate
Ich habe auf meinem Blog noch ein paar weitere Rezepte für einen Kartoffelsalat: einen indischen Kartoffelsalat, einen italienischen Kartoffelsalat und einen Kartoffelsalat mit Radicchio und Ziegenkäse.
Schreibt mir gerne unten in die Kommentare, wie ihr Kartoffelsalat am liebsten esst und schreibt mir auch gerne, wenn ihr mein Rezept mal ausprobiert habt! Ich freue mich auch sehr über eine Sterne-Bewertung, wenn es euch geschmeckt hat, das hilft meinem Blog im Internet gefunden zu werden.
Guten Appetit!
Eure Julia


Das ist ja total interessant, wie ihr euren Kartoffelsalat macht… Bei uns gibts auch oft Kartoffelsalat – nur ganz anders 🙂
Liebe Grüße Sarah
Liebe Sarah,
wie macht ihr denn euren Kartoffelsalat traditionell? Habt ihr auch ein „Familienrezept“? Neben dem Rezept von meiner Oma, kenne ich noch ein leckeres von Jamie Oliver und halt den „Klassiker“ mit Mayonnaise.
Kulinarische Grüße!
Julia
Bei uns ist der Kartoffelsalat mit Gurken und ein ganzes Stückchen anders, ich hoffe ich komme dazu, bald einen zu machen, dann werde ich das Rezept posten.
Liebe Grüße Sarah
Bin gespannt! 🙂
super rezept, endlich mal schriftlich. genau den selben hat meine Oma immer gemacht, in der Pfalz. So lecker… muss ich mir gleich rausnotieren. Meine Oma hat ihn dann immer noch mit ein paar gekochten geteilten Eier bespickt.
Oh das freut mich!! Witzig, damit kenne ich jetzt eine Oma in der Pfalz, eine im Harz und eine in Süddeutschland, die alle einen ähnlichen Kartoffelsalat machen. Guten Appetit wünsche ich!
Meine Oma ist aus Hessen und der Kartoffelsalat ist identisch, nur macht Oma noch geviertelte Eier, als Deko, obendrauf 🙂
Lustig! Ich hab’s ja schon vermutet, dass das eher ein Oma-Rezept ist und gar nichts mit der Region zu tun hat. Also neben Rheinland, Ruhrgebiet und Eichsfeld jetzt auch noch Hessen. Mal sehen, aus welchen Regionen sich noch jemand meldet Die Eier oben drauf würden vor allem meinem Mann gefallen!
Liebe Grüße
Julia
Viva Oma Maria! Was für eine tolle Geschichte. Ich freue mich sehr über Deinen Beitrag. Aber was ist „Gewürzgut“? Danke fürs Mitmachen!!
Wie schön! 🙂
Ahhh, guter Hinweis! Für mich ist Gewürzgut gekörnte Gemüsebrühe. Schreibe ich oben noch rein…
Dieses Rezept hat meine Mutter schon immer gemacht und ich bin schon 74 Jahre und mache es heute noch.
Wird noch genau so gerne gegessen wie vor Jahrzehnten.
❤️ Wie meine Mutter!
Mhh…das sieht sehr lecker aus. Mein Freund mag Kartoffelsalat mit Essig und Öl sehr, deshalb werde ich ihm diesen bestimmt mal zaubern – und dann auch noch mit Speck 😀 Bei mir läuft gerade ein Event zum Thema Salat. Das würde doch passen. Schau mal vorbei 🙂
Dress To Impress
Besten Gruß Ina
Dann hat dein Freund einen guten Geschmack 😉
Dein Event hab ich natürlich schon registriert 😉 und find die Idee ganz klasse!! Vor allem da ich hier noch einige Salatsoßen in Petto habe und irgendwann mal eine „Salatsoßen-Reihe“ plane… Ich hoffe, ich schaffe es noch, teilzunehmen. Bin grad im Urlaub 🙂
Liebe Julia,
vielen Dank für dieses hervorragende Rezept. Erinnert mich so an den Kartoffelsalat meiner Oma. Ja, ich kenne Fondor noch, gibt es auch noch.
Habe den Kartoffelsalat nun bereits mehrere Male gemacht und immer toll, halt Kindheitserinnerungen. Es kommt auf den fetten Speck an. Wer die Würfel nicht mag, kann ja durchsieben und nur das ausgelassene Fett verwenden. Hat den gleichen Effekt. Nochmals vielen Dank, hatte lange gesucht!
Liebe Veronika,
vielen Dank für deinen netten Kommentar!
Hihi, du hast recht, es kommt auf den Speck an. Früher mochte ich die Würfelchen, nur wenn sie knusprig waren – also naschte ich sie, bevor meine Oma sie für den Salat verwendete. Heute beherrsche ich mich (meistens) 😉
Liebe Grüße
Julia
Hey,
Oma´s Rezepte….
Habe das Kochen von meiner Oma gelernt, weil das was meine Mutter konnte , hatte sie ja von ihr 🙂
Nur hab ich mich da eher an meine Oma gehalten, die in den 43ern?-44er aus Polen ausgewandert ist.
Bei meiner Oma kam keine Mayo rein, aber wenigstens zwei Eigelb.
Die vorbereitete „Grundsoße“ wurde mal eben so mit einem Schneebesen vermengt, das war´s.
Das verleiht der Soße noch eine schöne Sämigkeit.
Dazu kleingeschnittene Gewürzgurken ( oder Cornichons) und ein Schuß der Brühe davon.
Klar, als Topping Eier und darauf aus dem Garten frischgezupftes Schnittlauch.
Gruß
Oh ja, Rezepte von der Oma sind schon etwas besonderes. Ich bin heute traurig, dass ich mir nicht mehr Rezepte von ihr notiert habe. Aber jedesmal, wenn ich diesen Kartoffelsalat esse, denke ich an sie.
Liebe Grüße
Julia
super lecker
Sehr schön, das freut mich!
Liebe Grüße
Julia
schmeckt super
Das freut mich und meine Familie 🙂
Liebe Grüße Julia
Ja, diese Rezept ist überall in der Republik zu Hause, statt den Gewürzgut nutze ich mein selbst gemachtes Kartoffelsalat, Gewürz oder Kartoffelallrounder:
1El. Zwiebelpulver
Salz
Zucker
1TL. Kurkuma
Fenchel
Rosmarin
Majoran
1/2 EL Sellerie gemahlen
1/2 TL Schnittlauch
Senfmehl
Lauch
Pfeffer
Knoblauch
Liebstöckel
Ja, diese Rezept ist überall in der Republik zu Hause, statt den Gewürzgut nutze ich mein selbst gemachtes Kartoffelsalat, Gewürz oder Kartoffelallrounder:
1El. Zwiebelpulver
Salz
Zucker
1TL. Kurkuma
Fenchel
Rosmarin
Majoran
1/2 EL Sellerie gemahlen
1/2 TL Schnittlauch
Senfmehl
Lauch
Pfeffer
Knoblauch
Liebstöckel
Das klingt gut! Musst grad mal gucken, ob es Fondor überhaupt noch gibt Nutzt wahrscheinlich kein Mensch mehr…
Liebe Grüße
Julia
auch meine Oma aus Karlsruhe machte den Kartoffelsalat so und auch geviertelte Eier als Deko
und die Oma aus Hessen machte ihn mit Mayo,also ist es bei uns jetzt immer so,dass beide Varianten auf den Tisch lommen.Heute am Karfreitag macht meine Schwester den mit Mayo und ich diesen hier mit EierdekoSchönen Karfreitag und ein schönes Osterfest
Großartig Ich sehe mittlerweile ein, dass viele Omas den Kartoffelsalat genau so wie meine Oma Maria machen oder gemacht haben. Ich finde es aber immer noch lustig, dass ich damals tatsächlichnach „Breitenberger Kartoffelsalat“ gegoogelt habe.
Wir kommen aus dem Saarland und bei uns gab es auch immer den Kartoffelsalat mit speck… Einfach nur lecker
sehr lecker der Kartoffelsalat wie bei meiner Oma und Mama leider hatte ich es versäumt nach dem Rezept zu fragen und dann habe ich Deinen entdeckt. Ich habe ihn 1x gemacht und seit dem darf/muss er immer von mir sein. 🙂
Meine Oma kommt wie ich, übrigens aus dem Emmental in der Schweiz. (für Deine „Oma-Sammlung“
Das freut mich sehr! Bist du mit dem Rezept zurecht gekommen? Ist ja schon sehr spartanisch, aber halt so wie meine Oma es mir hinterlassen hat. Vielen Dank für das Feedback zur „Oma-Sammlung“ 😉
Liebe Grüße
Julia
es braucht nicht mehr er ist lecker und ich habe nie Reste, was manchmal ganz angenehm wäre. Ich habe einzig noch etwas Schnittlauch und Petersilie darüber gestreut, für die Farbe.
liebe Grüsse aus der Schweiz, Veronica
Hier gibt’s auch nie Reste Aber der Geschmack ist auch einfach zu gut – und die Erinnerungen daran auch
Liebe Grüße
Julia