Breitenberger Kartoffelsalat

Breitenberger Kartoffelsalat

Das Rezept ist von meiner Oma Maria und der Kartoffelsalat heißt Breitenberger Kartoffelsalat seit ich denken kann. Ich war immer der Meinung, dass der Kartoffelsalat aus Breitenberg kommt (ein klitzekleines Dorf im Eichsfeld, wo meine Oma aufgewachsen ist – eine wunderschöne Gegend!). Na ja, auf jeden Fall dachte ich, ganz Deutschland isst diesen (für mich nicht sehr leckeren) Mayonnaise-Kartoffelsalat mit Erbsen und Mörchen. Aber als ich kürzlich bei Google mal Kartoffelsalat, Zitrone, Speck, Essig eingegeben habe, ich war erstaunt, wie viele Rezepte da rauskommen. Hammer! Als ob ganz Deutschland nur den Breitenberger Kartoffelsalat isst… 😉

Da musste ich also erst so alt werden (schlutz!), um einzusehen, dass der Breitgenberger Kartoffelsalat gar nicht einzigartig ist und auch gar nicht aus Breitenberg kommt. Na ja, egal, für mich ist und bleibt dieser Kartoffelsalat ein Breitgenberger Kartoffelsalat und bei jedem Bissen muss ich an Oma Maria denken (es bleibt natürlich nie bei einem Bissen, in diesen Kartoffelsalat könnte ich mich reinsetzten…).

Übrigens ist dieses Rezept das einzige handschriftliche, das ich von meiner Oma habe. Ich ärgere mich sehr, dass ich sie nicht gebeten habe, mir alle ihre tollen Rezepte aufzuschreiben. Aber zum Glück ist meine Familie eine gute Quelle mit erstaunlichem Erinnerungsvermögen. Wo ich das hier gerade so schreibe, fällt mir ein, dass es bei meinen Großeltern auch immer eine sehr köstliche Graupensuppe gab. Muss ich mal recherchieren….

Ich gebe das Rezept hier so einfach wieder, wie es meine Oma aufgeschrieben hat.

Guten Appetit!
Eure Julia

Rezept für Breitenberger Kartoffelsalat

1kg Kartoffeln waschen
2 dicke Zwiebeln
2 Scheiben fetter Speck
in kl. Würfel schneiden u. anbraten
Essig, Öl, Salz, Pfeffer, Brühwürfel, Gewürzgut (ich denke, Oma meinte Fondor (kennt das noch jemand?!). Ich nehme gekörnte Brühe).

Kartoffeln mit der Schale kochen, nicht zu weich! Abkühlen, in Scheiben schneiden.

Speckwürfel in der Pfanne anbraten.

Essig, Öl, Salz, Pfeffer u. Brühwürfel (in etwas heißem Wasser auflösen) zu einer Soße verrühren.

Dann Fett und Speck dazu tun.

Brühe nach eigenem Ermessen dazu.

Herrlich schlicht geschrieben oder? Ohne viel Schnick und Schnack. Meine Oma!

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Meine Namensvetterin Julia vom Foodblog mit dem schönen Namen „German Abendbrot“  hat eine tolle Idee: Sie sammelt Rezepte für „Kartoffelsalat aus allen Himmelsrichtungen“. Bei dem Blog-Event darf mein „Breitenberger Kartoffelsalat“ natürlich nicht fehlen!

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13 Gedanken zu “Breitenberger Kartoffelsalat

  1. Das ist ja total interessant, wie ihr euren Kartoffelsalat macht… Bei uns gibts auch oft Kartoffelsalat – nur ganz anders 🙂
    Liebe Grüße Sarah

  2. super rezept, endlich mal schriftlich. genau den selben hat meine Oma immer gemacht, in der Pfalz. So lecker… muss ich mir gleich rausnotieren. Meine Oma hat ihn dann immer noch mit ein paar gekochten geteilten Eier bespickt.

    • Oh das freut mich!! Witzig, damit kenne ich jetzt eine Oma in der Pfalz, eine im Harz und eine in Süddeutschland, die alle einen ähnlichen Kartoffelsalat machen. Guten Appetit wünsche ich!

  3. Viva Oma Maria! Was für eine tolle Geschichte. Ich freue mich sehr über Deinen Beitrag. Aber was ist „Gewürzgut“? Danke fürs Mitmachen!!

  4. Mhh…das sieht sehr lecker aus. Mein Freund mag Kartoffelsalat mit Essig und Öl sehr, deshalb werde ich ihm diesen bestimmt mal zaubern – und dann auch noch mit Speck 😀 Bei mir läuft gerade ein Event zum Thema Salat. Das würde doch passen. Schau mal vorbei 🙂
    Dress To Impress

    Besten Gruß Ina

    • Dann hat dein Freund einen guten Geschmack 😉
      Dein Event hab ich natürlich schon registriert 😉 und find die Idee ganz klasse!! Vor allem da ich hier noch einige Salatsoßen in Petto habe und irgendwann mal eine „Salatsoßen-Reihe“ plane… Ich hoffe, ich schaffe es noch, teilzunehmen. Bin grad im Urlaub 🙂

  5. Pingback: Zusammenfassung: Kartoffelsalate aus allen Himmelsrichtungen | German Abendbrot

  6. Liebe Julia,

    vielen Dank für dieses hervorragende Rezept. Erinnert mich so an den Kartoffelsalat meiner Oma. Ja, ich kenne Fondor noch, gibt es auch noch.
    Habe den Kartoffelsalat nun bereits mehrere Male gemacht und immer toll, halt Kindheitserinnerungen. Es kommt auf den fetten Speck an. Wer die Würfel nicht mag, kann ja durchsieben und nur das ausgelassene Fett verwenden. Hat den gleichen Effekt. Nochmals vielen Dank, hatte lange gesucht!

    • Liebe Veronika,
      vielen Dank für deinen netten Kommentar!
      Hihi, du hast recht, es kommt auf den Speck an. Früher mochte ich die Würfelchen, nur wenn sie knusprig waren – also naschte ich sie, bevor meine Oma sie für den Salat verwendete. Heute beherrsche ich mich (meistens) 😉
      Liebe Grüße
      Julia

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