Jahresrückblick 2017 – #foodblogbilanz2017

Foodblogbilanz2017

Liebe Leserinnen und Leser!

„Another year is over, a new one just begun“ heißt es in einem meiner liebsten Weihnachtslieder („Happy Xmas (War is over)“ von John Lennon und Yoko Ono). Wieder liegt ein Jahr hinter uns, das neue hat gerade erst angefangen. Zeit, zurück und nach vorne zu schauen. Das, was die großen Medien mit dem Weltgeschehen machen, möchte ich auf viel kleiner Ebene mit meinem Foodblog tun. Das habe ich 2014 schon mal gemacht und möchte es heute, mal wieder inspiriert von Sabine Schlimm vom Foodblog „Schmeckt nach mehr“, wieder tun (mit mir tun das übrigens noch viele andere Foodblogger. Wenn ihr genauso neugierig seid wie ich, guckt mal auf ihren Blog, sie hat alle Beiträge verlinkt).

Was mich 2017 am meisten beschäftigt hat

2017 bin ich leider nicht viel zum Bloggen gekommen. Zwar habe ich immerhin 25 Beiträge veröffentlicht, viele davon waren aber vorbereitete Texte (wie die Antipasti-Reihe oder … davon erzählte ich gleich…). Ich habe also wenig gekocht, noch viel seltener fotografiert und geschrieben. Das hat mir sehr gefehlt und ich hoffe, dass ich dieses Jahr mehr Zeit für mein Hobby finde. Das bisschen Zeit, das ich hatte, habe ich ins Werkeln hinter den Kulissen gesteckt (dazu später mehr).

Der Hauptgrund dafür, dass es auf meinem Blog dieses (und auch schon letztes) Jahr ruhiger war, ist sicherlich Herr Mini-Löffelgenuss: Abends oder am Wochenende in Ruhe (etwas aufwändiger) zu kochen, geschweige denn das Gericht auch noch zu fotografieren, das Rezept festhalten und eine Geschichte dazu zu schreiben, ist schwierig.

Ein weiterer Grund, warum es auf meinem Blog dieses Jahr so ruhig war, ist, dass ich seit kurzem für die dpa (Deutsche Presseagentur) Rezepte schreibe. Darüber freue ich mich natürlich sehr und bin auch ein bisschen stolz. Diese Rezepte hier habe ich zum Beispiel für die dpa geschrieben: Käse-Fondue-Suppe mit Radieschen-Gremolata, Vietnamesisches Limetten-Sesam-Rindfleisch, Heilbutt mit Zitrone und Oliven in Pergemant oder die Auberginen-Koriander-Creme (alle anderen landen auch noch auf meinem Blog). Das Highlight dieser Kooperation war ein Wochenende in Berlin, an dem ich nicht nur die dpa-Redaktion kennen lernen durfte, sondern auch gemeinsam mit dem gesamten Team und drei weiteren Bloggerinnen, die an dem Projekt „Rezept der Woche“ teilnehmen, unsere Rezepte nachgekocht habe. Ich freue mich, das Projekt 2018 fortzusetzen!

Meine größte kulinarische Neuentdeckung 2017

Meine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahr war sicherlich die kapmalaiische Küche. Wie einige von euch wissen, haben wir einen Teil unserer Elternzeit in Südafrika verbracht. In Kapstadt, genauer gesagt in Viertel Bo-Kaap habe ich einen kleinen Kochkurs in kapmaleiischer Küche gemacht und bin schwer begeistert. Mein erster Eindruck: erinnert mich an die indische Küche. Da lag ich gar nicht so falsch. Gamidah, die Köchin, erzählte, dass die ersten Sklaven, die die holländischen Kolonialherren ans Kap brachten, aus Indien, Indonesien, Malaysia und anderen südostasiatischen Ländern kamen. Natürlich brachten sie auch ihre Rezepte mit. Das war in den 1650er Jahren, also ziemlich lange her. Im Laufe der Jahre haben sich die Rezepte gewandelt: Zutaten sind hinzugekommen oder wurden weggelassen, andere Methoden der Zubereitung wurden ausprobiert etc. Geprägt ist die Küche vor allem von muslimischen Einflüssen.

Ich habe Unmengen an Rezepten und Gewürzen im Gepäck und bin leider noch gar nicht dazu gekommen, sie auszuprobieren. Aber einige kapmalaiische Gerichte stehe auf jeden Fall auf der Liste für 2018 – allen voran ein Bobotie, ein südafrikanisches Nationalgericht.

Was ich mir und meinem Blog für 2018 wünsche

Für 2018 wünsche ich mir mehr Professionalität und mehr Aufmerksamkeit für meinen Blog. Ja ja, große Ziele… An beiden Zielen arbeite ich schon fleißig. In den letzten Wochen habe ich alle meine Beiträge (über 300 mittlerweile!) überarbeitet: Verlinkungen geprüft, die Beiträge sinnvoll verschlagwortet, das Archiv aufgeräumt, einen „Drucken-Button“ zu jedem Rezept hinzugefügt und vieles mehr.

Und ich habe noch viele weitere Ideen: Zum Beispiel möchte ich meine Seite etwas aufhübschen und optimieren – vor allem für die Leser, die eher mobil auf meinem Blog stöbern (immerhin fast dreiviertel aller Nutzer).

Und ich hätte gerne ein richtiges Logo. Daran habe schon ein bisschen gewerkelt. Herausgekommen ist das, was ihr oben seht. Ich habe den Schriftzug mit Kurkuma-Pulver bestreut und abfotografiert (daher auch die neue Farbe für meinen Blog). Die Idee finde ich gut, mit der Umsetzung bin ich noch nicht so richtig zufrieden … es sieht irgendwie so „gebastelt“ aus… Ich würde mich sehr über euer Feedback freuen! Wie wichtig ist ein Logo für einen Foodblog? Habt ihr Ideen, wie man es schön gestalten kann?

Viele von euch fragen sich vielleicht, warum ich mir mehr Aufmerksamkeit für meinen Blog wünsche. Das kann ich erklären: Das Bloggen macht mir unheimlich viel Spaß. Aber es ist auch sehr zeitintensiv. Wenn ich einen Beitrag „einfach nur so“ auf meinem Blog veröffentliche, schlummert er quasi im weltweiten Web so vor sich hin. Meist kommen meine Leser durch Zufall zu mir. Das will ich ändern. Dafür, dass ich so viel Mühe investiere, wünsche ich mir, dass meine Arbeit mehr Menschen erreicht.

Daher habe ich beschlossen, 2018 etwas mehr Zeit in das zu investieren, was mir am Bloggen bisher weniger Spaß gemacht hat: meine Beiträge für die Suchmaschinen zu optimieren, stärker die Sozialen Medien zu nutzen, an Blogparaden teilzunehmen und einen Newsletter zu etablieren. Und noch ein schöner Vorsatz: Wieder mehr Kontakt zu anderen Foodbloggern knüpfen 🙂

Ich bin gespannt, welche Ideen ich umsetzen kann und welche Ziele zu hoch gesteckt waren. So oder so: Ich freue mich auf das neue Jahr und auf neue Rezepte, neue Ideen, neue Kontakte, leckere Gerichte und auf Kommentare von euch Leserinnen und Lesern 😉

Ich wünsche euch allen ein gutes neues Jahr!
Eure Julia

6 Gedanken zu “Jahresrückblick 2017 – #foodblogbilanz2017

  1. Pingback: Das Jahr im Blog: #foodblogbilanz17 – Schmeckt nach mehr

  2. Dass du dir für dein Blog (noch) mehr Erfolg wünschst, kann ich gut nachvollziehen: Mir geht es oft ähnlich. Aber trotzdem fehlt mir auf Dauer die Energie, all das zu tun, was man dafür tun müsste (und ich habe „nur“ meine Arbeit als Ausrede, kein Kleinkind). Umso bewundernswerter finde ich die Energie, die aus deinem Rück- und vor allem Nach-vorne-Blick spricht! Das neue Blogjahr wird sicher super für dich, wenn du so viel anpackst. 🙂 Auf jeden Fall wünsche ich dir ein ganz tolles 2018 – und danke fürs Mitmachen!

  3. Liebe Julia, ich mag Dich, Deinen Blog, die Rezepte und unterstütze Dein Projekt sehr gerne 🙂
    Bei den Themen „mehr Menschen erreichen“ und „Kontakte knüpfen“ denke ich an ein Event, an dem ich im Februar teilnehmen möchte: Das Frauenerfolgsforum zum Thema NETZWERKEN. Vielleicht wäre das ja auch für Dich vor dem von Dir beschriebenen Hintergrund interessant und eine Gelegenheit, uns mal wieder zu sehen.
    Mehr dazu hier: http://www.bpw-duesseldorf.de/veranstaltungen/fef/
    Und falls Du interessiert bist, aber es zeitlich nicht klappt, kann ich Dir gerne danach ein paar Tipps geben 🙂

    • Liebe Silke!
      Oh, ich werde ganz rot, vielen Dank für das Kompliment! Und vielen Dank für den Tipp. Dass ich dich dort treffen würde, wäre ja schon ein Grund, hin zu gehen 🙂 Ich gucke mal, ob Herr Löffelgenuss dann fürs Babysitten zur Verfügung steht 😉
      Liebe Grüße
      Julia

  4. Liebe Julia,
    natürlich war ich jetzt neugierig, wie dein Blog so ist. Der wird gleich mal gebookmarkt. Dein Bericht über die Elternzeit in Südafrika finde ich spannend, wobei ich aus welchen Gründen auch immer mir schon einmal den Kochkurs durchgelesen hatte.
    Falls es dich beruhigt: mein Logo ist skizziert mit Bleistift, eingescannt und kurz bearbeitet. Viel Erfolg bei deinen Zielen im neuen Jahr!
    Viele Grüße
    Dani

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