Fenchel-Zitronen-Suppe mit Oliven-Gremolata

Fenchel-Zitronen-Suppe

Ich hab euch hier ja schon mal erzählt, was bei mir im Kopf abläuft, wenn ich darüber nachdenke, was es Abends zu essen geben soll. Manchmal ist es aber auch ganz anders: Ich sehe ein tolles Foto und will genau das. Wenn dann auch noch die Zutaten stimmen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Gericht ein paar Stunden später auf dem Tisch steht.

So war es auch mit diesem Gericht: gesehen, gewollt, gekauft, geschnibbelt, gekocht, gerührt, gegessen, gemocht. 🙂 „Fenchel, Zitrone und schwarze Oliven sind eine perfekte Geschmackskombination“ heißt es in dem Kochbuch „Italienisch einfach. Neue Klassiker aus Italiens Küche“. Absolut richtig!! Übrigens ein Kochbuch, das (gefühlt) Jahrzehnte alt ist (dabei ist es tatsächlich scheinbar von 1999) und etwas langweilig daherkommt, aber richtig tolle Rezepte und schöne Fotos hat. Das ist mit Sicherheit nicht das letzte Gericht, das ich euch daraus vorstelle.

Guten Appetit!
Eure Julia

p.s. Mein Foto ist leider nicht so schön geworden, wie das im Kochbuch… Ävver ach…

Rezept für Fenchel-Zitronen-Suppe mit Oliven-Gremolata
(für 4 Portionen)

Für die Gremolata:
ca. 15 (nicht geschwärzte) schwarze, aromatische Oliven
1 Bio-Zitrone
2 TL Kapern
4 EL gehackte, glatte Petersilie
1 kleine Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer

Für die Suppe:
250g Fenchel
2 Zwiebeln
1 Kartoffel
Olivenöl
750ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
Die Gremolata zubereiten:

Die Oliven entsteinen. (Das geht gut, wenn man die Oliven mit einem großen, flachen Messer fest andrückt, dann kann man den Stein gut auslösen). Die Oliven fein hacken.

Die Kapern ebenso fein hacken.

Die Zitrone heiß abspülen, abtrocknen und die Schale abreiben (nur das Gelbe, das Weiße kann leicht bitter schmecken). Den Saft auspressen (den braucht ihr für die Suppe).

Oliven, Kapern, Zitronenabrieb und Petersilie mischen, eine kleine Knoblauchzehe durch eine Knoblauchpresse drücken und hinzufügen. Gut mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zugedeckt Beiseite stellen und durchziehen lassen.

Die Suppe zubereiten:

Den Fenchel waschen (Strunk wegschneiden) und würfeln, die geschälten Zwiebeln und Kartoffel ebenso.

Zunächst die Zwiebeln in etwas Olivenöl glasig dünsten (bei kleiner Hitze, sie sollen keine Farbe und somit kein Röstaroma annehmen).
Den Fenchel und die Kartoffel hinzugeben und etwa 5 Minuten weiterdünsten.

Mit der Gemüsebrühe auffüllen und etwa 25 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen.

Wenn das Gemüse weich ist, alles mit einem Pürierstab zu einem feinen Brei pürieren. Falls euch die Suppe so dick ist, gebt einfach noch etwas heiße Brühe hinzu.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Suppe in heißen Suppenschalen jeweils mit einem Esslöffel Gremolata in der Mitte servieren.

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Spinat-Salat

Spinatsalat mit Gurken und PilzenMit der Rezension des Kochbuches „Die portugiesische Küche“ habe ich ja schon mal die Basis für einige portugiesische Rezepte gelegt. Hier kommt noch eins, allerdings nicht aus dem Kochbuch.
Dieses mediterrane Salat-Rezept habe ich in der Kochzeitschrift „sabe bem“ entdeckt, die es in den „pingo doce“-Supermärkten auf Madeira gibt. Von dem Konzept bin ich ziemlich überzeugt: Die Zeitschrift kostet nur 50 Cent, sie enthält dafür zwar recht viel Produktwerbung (sie empfehlen Marken, die es in dem Supermarkt zu kaufen gibt und es gibt im vorderen Teil Produktvorstellungen inklusive Rabattmarken). Aber die Aufmachung und das Design gefallen mir sehr gut: Schöne Foodfotos, schön gestaltete Rezepte, informative Tipps (z.B. zur Gestaltung einer Kinder-Gartenparty oder eine Übersicht über verschieden Fischarten). Daran könnten sich deutsche Supermärkte durchaus ein Beispiel nehmen.

Zwei Rezepte habe ich ausprobiert: Diesen Spinat-Salat hier und den Brotsalat. War allerdings nicht ganz so einfach, ich kann nämlich kein Portugiesisch und habe mir die Rezepte mit meinen Spanischkenntnissen und Google „erschlossen“… 😉

Tchau e bom apetite!
Eure Julia

Zutaten
(für 6 Personen)

frischer Spinat (ca. 70g)
1 Bio-Gurke (ca. 130g)
Champignons (ca. 150g)
Parmesan (ca. 30g)
1-2 EL Kapern
½ Zitrone, frisch gepresst
Olivenöl
Pfeffer, Salz (beides grob)

Spinat und Gurke waschen, Spinatblätter gut abtrocknen (oder trockenschleudern, falls ihr ne Salatschleuder habt). Die Champignons mit etwas Küchenpapier säubern.

Die Gurke (ungeschält, aber gut gewaschen) und die Champignons in feine Scheiben schneiden.

Den Parmesan grob hobeln.

Dann geht’s ans Anrichten:
Die Spinatblätter auf einem flachen Teller verteilen. Darauf die Gurkenscheiben, darauf die Champignons, darauf den grob gehobelten Parmesan. Mit dem Zitronensaft und etwas Olivenöl beträufeln.

Über den Salat ein paar Kapern geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Ich habe grobes Salz und ganze Pfefferkörner genommen. Die Pfefferkörner habe ich einem Mörser grob zerstoßen.

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Bresaolaröllchen mit Paprika

Gefüllte Bresaolaröllchen
Dieser in Nullkommanix fertige Snack ist das zweite Gericht, das ich aus „Rezepte für einen italienischen Sommer“ ausprobiert habe.

Wir mögen beide sehr gerne Bresaola und gönnen uns diese Kostbarkeit ab und zu. Bisher habe ich diesen luftgetrockneten Rinderschinken immer als Carpaccio di Bresaola mit Olivenöl, Zitrone, Rucola und Parmesan serviert – ein Klassiker. Aber diese Variante passt auch sehr gut zu diesem zarten, würzigen Fleisch. Die geschmorten Paprika geben eine gewisse Süße, die Kapern eine salzige Würze, die Zitrone ein bisschen Frische und der frische Pfeffer ein bisschen „Uzz!“.
Ja, doch, das Rezept kann ich guten Gewissens als Aperitif zu einem italienischen Essen empfehlen.

Buon Appetito!
Eure Julia

Zutaten

200g Bresaola
2 rote Paprika in Olivenöl, abgetropft und in feine Streifen geschnitten
2 EL Kapern, abgespült und abgetropft
Saft von 1 Zitrone
Pfeffer

In die Mitte des Bresaola einige Streifen Paprika und Kapern geben und aufrollen.
Die gefüllten Bresaola-Röllchen auf eine Teller anrichten, mit etwas Zitronensaft beträufeln und pfeffern.

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Penne in Thunfisch-Tomatensoße

Penne Thunfisch_2

Ich meine, es ist mal wieder höchste Zeit für ein Pasta-Rezept!

Ich erinnere mich noch genau an meine erste Penne in Thunfisch-Tomatensoße: Das war in Hannover. Wir waren mit einigen Mitarbeitern vom Campusradio dort, um live von der Weltausstellung Expo 2000 zu berichten. Was für ein Ereignis für uns studentische Reporter! Zwischen den ganzen „großen“ Medienschaffenden, unseren Vorbildern!

Anders als diese Kollegen haben wir nicht im Hotel übernachtet, sondern mit Schlafsack & Co. in einem Gemeindehaus. Dort haben wir spät abends, nach unzähligen Interviews und O-Ton-Bearbeitungen, gemeinsam gekocht. Und an einem Abend gab’s Penne in Thunfisch-Tomatensoße nach einem Rezept von unserer Moderatorin (erinnerst du dich liebe Bernadette? 🙂 ).
Wie die meisten meiner Rezepte hat sich auch dieses im Laufe der Zeit gewandelt und es kam mal die eine Zutat hinzu, dafür flog eine andere wieder raus. Das hier ist der aktuelle Stand:

Zutaten
(für 2 Portionen)

250g Penne (Tagliatelle passen auch)
1 Dose (400g) Tomatenstücke
1 Dose (185g) Thunfischfilets im eigenen Saft
2 große Knoblauchzehen
1 große Zwiebel
5-10 grüne Oliven (ohne Stein)
1 TL Kapern
1 TL Oregano
Salz, Pfeffer
Olivenöl

Die Oliven in dünne Scheiben schneiden.

Die geschälte Zwiebel in kleine Würfel schneiden, den geschälten Knoblauch klein hacken oder durch eine Knoblauchpresse drücken.

Zwiebeln und Knoblauch in einem Topf mit ein wenig Olivenöl anbraten bis die Zwiebeln glasig werden.

Die Tomaten, die Oliven, die Kapern und den Thunfisch (vorher abtropfen lassen) hinzu geben, umrühren und circa 10 Minuten leicht köcheln lassen.

Mit Salz, Pfeffer und Oregano abschmecken.

Die Nudeln nach Anleitung kochen und heiß in die Soße geben. Sie sollten nicht ganz abtropfen, denn so bleibt noch ein bisschen Stärke an den Nudeln und es bleibt wiederum mehr Soße an den Nudeln „haften“.

Guten Appetit!
Eure Julia

Hühnerfrikassee in Senfsoße

Hühnerfrikassee in Senfsoße

Für mich war (und ist) das hier ein typisch deutsches Rezept, das ich erst vor einigen Jahren im Ausland wiederentdeckt habe. Irgendwie hatte ich bei diesem Essen immer das Gefühl von „Zuhause“ und daher war es an einigen Abenden während meines ERASMUS-Semesters in Valencia perfekt geeignet, um aufkommendes Heimweh zu vertreiben.

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